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Attilloncourt ist eine französische Gemeinde mit 106 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins, zum Kanton Le Saulnois und zum Kommunalverband Communauté de communes du Saulnois.

Attilloncourt
Wappen von Attilloncourt
Attilloncourt (Frankreich)
Attilloncourt
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Le Saulnois
Gemeindeverband Saulnois
Koordinaten 48° 47′ N, 6° 23′ OKoordinaten: 48° 47′ N, 6° 23′ O
Höhe 195–293 m
Fläche 3,37 km2
Einwohner 106 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 31 Einw./km2
Postleitzahl 57170
INSEE-Code

Mairie Attiloncourt

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Attilloncourt befindet sich östlich von Metz im Saulnois und liegt circa 20 Kilometer nordöstlich von Nancy auf einer Höhe zwischen 195 und 293 Metern über dem Meeresspiegel, die mittlere Höhe beträgt 200 Meter. Das Gemeindegebiet umfasst 3,37 km² (337 Hektar).

GeschichteBearbeiten

Attilloncourt ist nach dem fränkischen Namen Adalung benannt und bedeutet „Adalungshof“. 1477 wurde die Ortschaft als Acloncourt urkundlich erwähnt, 1600 als Atheloncourt und 1617 als Ateloncourt. Attilloncourt gehörte zur 1234 eingerichteten Kastellanei von Vic-sur-Seille.[1] Die Abtei Sainte-Glossinde in Metz verfügte über Landbesitz in Attilloncourt.[2]

1793 erhielt Attilloncourt im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Es gehörte von 1801 bis 1871 zum früheren Département Meurthe, das 1871 in Département Meurthe-et-Moselle umbenannt wurde. 1871 wurde die Gemeinde wegen Gebietsveränderungen durch den Verlauf des Deutsch-Französischen Kriegs (1870–1871) in das neu geschaffene Reichsland Elsaß-Lothringen des Deutschen Reiches eingegliedert. Das Reichsland Elsaß-Lothringen bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914–1918) und wurde danach aufgelöst. Attilloncourt lag in jener Zeit im Département Moselle, diese Änderung wurde auch 1918 beibehalten, als Moselle wieder Frankreich zugesprochen wurde.[3] Attilloncourt gehörte als französischsprachige Ortschaft zu den 247 letzten Gemeinden, deren Name am 2. September 1915 eingedeutscht wurde. „Edelinghofen“ war bis 1918 der offizielle Ortsname.[4] Im Ersten Weltkrieg wurde die Ortschaft schwer beschädigt. Die Kirche Saint-Laurent, die im Jahr 1869 erbaut worden war, wurde 1920 wiederaufgebaut.[5]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 106 113 117 92 96 94 98

WappenBearbeiten

Das Wappen der Gemeinde zeigt das Wappen von Vic-sur-Seille, die heraldisch rechte Hälfte rot und die heraldisch linke Hälfte silbern, umgeben von einem blauen Bord, das den Schleier der Heiligen und Äbtissin Glossinde von Metz († um 610)[6] darstellt.[7]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Attilloncourt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Henri Lepage: Dictionnaire topographique du département de la Meurthe. In: Société d'archéologie lorraine et du Musée historique lorrain (Hrsg.): Dictionnaire topographique de la France. 6. Auflage. Band 18, Nr. 14. Imprimerie impériale, Paris 1862, S. 7+152 (in Google Books [abgerufen am 25. Februar 2010]).(französisch)
  2. Union des Cercles Génealogiques Lorrains (Memento des Originals vom 8. Januar 2010 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.genealogie-lorraine.fr (französisch) Abgerufen am 25. Februar 2010
  3. Attilloncourt auf cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 25. Februar 2010
  4. Les 247 dernières communes à noms français, débaptisées seulement le 2 septembre 1915 (französisch) Abgerufen am 25. Februar 2010
  5. Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: @1@2Vorlage:Toter Link/www.quid.frAttilloncourt auf quid.fr@1@2Vorlage:Toter Link/www.quid.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (französisch) Abgerufen im Februar 2010
  6. Glodesindis von Metz im Ökumenischen Heiligenlexikon, abgerufen am 25. Februar 2010
  7. Union des Cercles Génealogiques Lorrains (französisch)