Munster (Moselle)

französische Gemeinde

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Munster
Munster (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Le Saulnois
Gemeindeverband Saulnois
Koordinaten 48° 55′ N, 6° 54′ OKoordinaten: 48° 55′ N, 6° 54′ O
Höhe 217–248 m
Fläche 6,6 km²
Einwohner 239 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 36 Einw./km²
Postleitzahl 57670
INSEE-Code

Blick auf Munster, von Südosten aus
Stiftskirche Saint-Nicolas

Munster (deutsch Münster in Lothringen, lothringisch Minschder) ist eine französische Gemeinde mit 239 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins.

GeographieBearbeiten

Das Kirchdorf liegt fünf Kilometer südöstlich von Albestroff (Albesdorf) auf einer Höhe zwischen 217 und 248 Metern über dem Meeresspiegel.

Das Gemeindegebiet umfasst 6,6 km². Der Ort ist von landwirtschaftlichen Flächen und wenig Wald umgeben. Südlich der Ortschaft befindet sich mit dem Neuf Étang einer der zahlreichen aufgestauten Teiche der Umgebung. Das Gemeindegebiet wird vom Fluss Rode und seinem Zufluss Rose durchquert. Munster liegt im Regionalen Naturpark Lothringen.

GeschichteBearbeiten

Die Ortschaft gehörte früher zum Herzogtum Lothringen.[1]

Das Gemeindewappen stellt den Mythos der Gründung der Stiftskirche dar: Der im Wasser schwimmende Hund soll den Grafen Guillaume de Torcheville aus dem Schlossteich gerettet haben. An diser Stelle sollte die Stiftskirche errichtet werden. Das Lothringerkreuz und die Buchstaben S und N erinnern an St. Nikolaus als Schutzpatron von Lothringen.[2]

Das Dorf wurde in den Religionskriegen und im Dreißigjährigen Krieg geplündert, und viele Gebäude wurden beschädigt oder zerstört.

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland und das Dorf wurde dem Kreis Château-Salins im neu gebildeten Department Mosel, Bezirk Lothringen, im Reichsland Elsaß-Lothringen zugeordnet. Im Dorf gab es eine Brauerei.[1]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Das Departement Mosel blieb in seinen geographischen Ausmaßen erhalten, wurde jedoch in Département Moselle umbenannt.

Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung.

Das Dorf gehörte von 1973 bis 1983 zu Albestroff.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 238 238 227 243 230 197 212 239

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Weithin sichtbares Wahrzeichen der kleinen Gemeinde ist das namengebende „Münster“ – die Stiftskirche St. Nikolaus aus dem 13. Jahrhundert. Die Kirche wurde im 15. und 18. Jahrhundert modernisiert.

LiteraturBearbeiten

  • Münster, Landkreis Château-Salins, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Münster (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 492–493 (google.books.de).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 174–175 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 808–816 (books-google.de).

BelegeBearbeiten

  1. a b Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 492–493 (google.books.de).
  2. Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)

WeblinksBearbeiten

Commons: Munster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien