Ajoncourt

französische Gemeinde

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Ajoncourt
Wappen von Ajoncourt
Ajoncourt (Frankreich)
Ajoncourt
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Le Saulnois
Gemeindeverband Saulnois
Koordinaten 48° 51′ N, 6° 17′ OKoordinaten: 48° 51′ N, 6° 17′ O
Höhe 187–227 m
Fläche 3,50 km2
Einwohner 103 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 29 Einw./km2
Postleitzahl 57590
INSEE-Code

Blick auf die Hauptstraße

Ajoncourt ist eine französische Gemeinde mit 103 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Kommunalverband Communauté de communes du Saulnois.

GeografieBearbeiten

Ajoncourt liegt an einer Flussschlinge der Seille im Saulnois an der Grenze zum Département Meurthe-et-Moselle auf 195 Metern Meereshöhe, etwa 25 Kilometer südlich von Metz und 20 Kilometer in nordnordöstlich von Nancy. Das Gemeindegebiet umfasst 3,5 km² und ist schwach besiedelt. Der Ort ist von landwirtschaftlichen Flächen und wenig Wald umgeben. Nachbargemeinden von Ajoncourt sind Chenicourt in unmittelbarer Nachbarschaft im Norden, Aulnois-sur-Seille im Nordosten, Fossieux im Osten sowie Arraye-et-Han im Süden und Westen.

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde gehörte im Mittelalter zum Besitz der Abtei Saint-Clément in Metz. Es gibt Überreste einer mittelalterlichen Burg mit einem gotischen Portal.[1] Im 16. und 17. Jahrhundert war die Familie Buchet im Besitz der Seigneurie Ajoncourt. Ihr Wappen, mit fünfzehn goldenen Barren auf blauem Grund, ist heute das Gemeindewappen des Ortes.[2]

1793 erhielt Ajoncourt im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Es gehörte von 1801 bis 1871 zum früheren Département Meurthe, das 1871 in Département Meurthe-et-Moselle umbenannt wurde. 1871 wurde die Gemeinde wegen Gebietsveränderungen durch den Verlauf des Deutsch-Französischen Kriegs (1870–1871) in das neu geschaffene Reichsland Elsaß-Lothringen des Deutschen Reiches eingegliedert. Das Reichsland Elsaß-Lothringen bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914–1918) und wurde danach aufgelöst. Ajoncourt lag in jener Zeit im Département Moselle, diese Änderung wurde auch 1918 beibehalten, als Moselle wieder Frankreich zugesprochen wurde.[3] Ajoncourt gehörte als französischsprachige Ortschaft zu den 247 letzten Gemeinden, deren Name am 2. September 1915 eingedeutscht wurde. Der Name wurde zu „Analdshofen“ geändert und war bis 1918 offizieller Ortsname.[4]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017
Einwohner 103 114 100 101 100 91 105 103
Quellen: Cassini und INSEE

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Mairie Ajoncourt

Die Gemeinde wird durch die Fernstraße D 913, die in unmittelbarer Nähe zur Gemeinde westlich verläuft, erschlossen. Ajoncourt hat keine eigene Kirche, die Einwohner gehören zur Pfarrei von Arraye-et-Han.

Ajoncourt war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft, insbesondere Viehzucht, geprägter Ort. Heute gibt es einige wenige Betriebe des lokalen Kleingewerbes. Mittlerweile hat sich das Dorf zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind auch Wegpendler, die in den Agglomerationen Metz und Nancy ihrer Arbeit nachgehen.

WeblinksBearbeiten

Commons: Ajoncourt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ajoncourt auf infotourisme.net (Französisch).
  2. Union des Cercles Génealogiques Lorrains (Französisch) Abgerufen am 24. Februar 2010.
  3. Ajoncourt auf cassini.ehess.fr (Französisch) Abgerufen am 24. Februar 2010.
  4. Les 247 dernières communes à noms français, débaptisées seulement le 2 septembre 1915 (Französisch) Abgerufen am 24. Februar 2010.