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Avricourt ist eine französische Gemeinde mit 621 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

Avricourt
Wappen von Avricourt
Avricourt (Frankreich)
Avricourt
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Sarrebourg
Gemeindeverband Sarrebourg Moselle Sud
Koordinaten 48° 39′ N, 6° 48′ OKoordinaten: 48° 39′ N, 6° 48′ O
Höhe 240–334 m
Fläche 10,32 km2
Einwohner 621 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 60 Einw./km2
Postleitzahl 57810
INSEE-Code

Deutsch-Avricourt um 1915

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Avricourt liegt im Regionalen Naturpark Lothringen, etwa 20 Kilometer südwestlich von Sarrebourg an der Grenze zum Nachbardépartement Meurthe-et-Moselle.

Zu Avricourt gehört der Hof la Baronne (Freunhof) im westlich gelegenen Bois de la Baronne (Freunholz).

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 1127 erstmals als Avricorth erwähnt. Dann 1142: Albsidingen, 1435: Ellefringen, 1484: Elfferingen, 1513: Elferingen, 1618: Elbringen.[1]

Bis 1871 gab es nur eine Gemeinde namens Avricourt, künstlich durch die Bahnlinie NancyStraßburg getrennt. Die Teilung erfolgte nach dem Deutsch-Französischen Krieg zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich. Der Nordteil Avricourts kam zu Deutschland. Da der Bahnhof Igney-Avricourt im Südteil Avricourts und damit in Frankreich lag, wurde 1875 auf deutscher Seite ein eigener Grenzbahnhof errichtet. Der deutsche Nordteil von Avricourt hieß nunmehr amtlich Deutsch-Avricourt und wurde 1915 in Elfringen umbenannt, der Bahnhof Elfringen (Lothr.).[2]

Im November 1918 wurde der Ort zwar an Frankreich zurückgegeben, blieb aber eine eigenständige Gemeinde und wurde nicht wieder mit dem Südteil (heutige Nachbargemeinde Avricourt im Département Meurthe-et-Moselle) zusammengeschlossen.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2014
Einwohner 963 877 811 725 669 647 662 658

WeblinksBearbeiten

  Commons: Avricourt (Moselle) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Martina Pitz – Onoma 36 (2002), S. 267–68.
  2. Eisenbahndirektion Mainz (Hg.): Amtsblatt der Königlich Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion in Mainz vom 30. Oktober 1915, Nr. 54. Bekanntmachung Nr. 721, S. 350f.