Lindre-Haute

französische Gemeinde

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Lindre-Haute
Lindre-Haute (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Le Saulnois
Gemeindeverband Saulnois
Koordinaten 48° 49′ N, 6° 45′ OKoordinaten: 48° 49′ N, 6° 45′ O
Höhe 205–247 m
Fläche 2,46 km²
Einwohner 53 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 22 Einw./km²
Postleitzahl 57260
INSEE-Code
Kirche St. Gibrien

Lindre-Haute (deutsch Oberlinder, Ober-Linder) ist eine französische Gemeinde mit 53 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

GeographieBearbeiten

Lindre-Haute liegt in Lothringen, 62 Kilometer südöstlich von Metz, 22 Kilometer östlich von Château-Salins und zwei Kilometer östlich von Dieuze am Linderweiher (Étang de Lindre), jedoch anders als Lindre-Basse (Niederlinder) nicht direkt am Ufer, sondern etwas landeinwärts.

GeschichteBearbeiten

Der ursprüngliche Ortsname war Linder, französisch Lindre. Der Ort gehörte bis 1297 zur Grafschaft Zweibrücken und kam dann an das Herzogtum Lothringen.

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland zurück, und das Dorf wurde dem Kreis Château-Salins im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide- und Obstbau.[1]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung.

Der im 19. Jahrhundert gebräuchliche deutsche Ortsname Oberlinder[1] wurde 1915–1919 in Ober-Linder, 1940–1944 in Oberlinden abgeändert.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2019
106 82 83 71 66 66 57 53

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche St. Gibrien

LiteraturBearbeiten

  • Lindre Haute, Kreis Château-Salins, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Lindre Haute (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 511 (google.books.de).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 180 (books.google.de).

WeblinksBearbeiten

Commons: Lindre-Haute – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 511 (google.books.de).