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Lorquin (deutsch Lörchingen, lothringisch Lëëschinge) ist eine französische Gemeinde mit 1153 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins und war bis 2015 Hauptort des Kantons Lorquin.

Lorquin
Wappen von Lorquin
Lorquin (Frankreich)
Lorquin
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Phalsbourg
Gemeindeverband Sarrebourg Moselle Sud
Koordinaten 48° 40′ N, 7° 0′ OKoordinaten: 48° 40′ N, 7° 0′ O
Höhe 260–341 m
Fläche 8,77 km2
Einwohner 1.153 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 131 Einw./km2
Postleitzahl 57790
INSEE-Code
Website Lorquin

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Lorquin liegt etwa zehn Kilometer südwestlich von Sarrebourg im Südostwinkel des Départements Moselle. An der Grenze zur Gemeinde Hermelange im Nordosten fließen Rote und Weiße Saar zusammen.

Zur Gemeinde Lorquin gehört der südlich gelegene Weiler Zufall samt Schloss.

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde 699 erstmals als Launarigo erwähnt und gehört seit 1661 zu Frankreich. Trotz der deutschklingenden Orts- und Flurnamen in der Umgebung wird hier wie im Rest des Kantons seit dem Dreißigjährigen Krieg Französisch gesprochen.

1871 kam der Ort durch den Frieden von Frankfurt an das Deutsche Reich, was die Abwanderung eines Teils der Einwohner nach Frankreich zur Folge hatte; nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kam er wieder unter französische Verwaltung.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2015
Einwohner 1.945 2.073 1.726 1.479 1.350 1.287 1.221 1.161

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Peter Gallade (1708–1780), lothringischer Jesuit und Hochschullehrer für Kirchenrecht
  • Charles Sebastien Paul Louis Marchal (1809–1889), Arzt und Sammler, machte 1854–1870 Hausbesuche per Laufmaschine, als Romanfigur Docteur Lorquin[1]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lorquin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Claude Reynaud: L'Ère de la Draisienne en France 1818–1871. Domazan 2015