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GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Tarquimpol liegt südöstlich von Metz am Südrand des Linderweihers (Étang de Lindre). Das Gemeindegebiet ist Teil des Regionalen Naturparks Lothringen.

Zu Tarquimpol gehören die beiden Weiler:

  • Alteville (Altweiler) mit dazugehörigem Schloss
  • La Breidt (Breite)

GeschichteBearbeiten

Der Ort liegt an der alten Römerstraße von Metz nach Straßburg und war in der Römerzeit als Decempagi bekannt. Er besaß damals eines der größten Amphitheater Galliens, das bei einem Durchmesser von 115 m ungefähr 12.000 Zuschauern Platz bot; diese Anlage ist restlos verschwunden und wurde erst im Jahre 1981 auf Luftaufnahmen wiederentdeckt.

Im Mittelalter lag der Ort auf deutschem Sprachgebiet, 1274 wurde er als Tackenpail erwähnt. Dann Tachempach (1295), Teckempal (1364), Tachemphul (1591), Tachempoltz (1612)[1]. Spätestens durch die Ereignisse des Dreißigjährigen Krieges verschob sich die Sprachgrenze dann nach Norden und Tarquimpol wurde frankophon.

Durch den Frankfurter Frieden kam der Ort 1871 wieder zu Deutschland, wurde 1915–18 vorübergehend in Taichenphul umbenannt und im November 1918 wieder an Frankreich zurückgegeben.

Im Zweiten Weltkrieg war der Ort noch einmal unter deutscher Verwaltung, die ihn von 1940 bis 1945 in Taichen umbenannte.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2013
Einwohner 78 75 76 78 76 69 66 67

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Maurice Barthélémy (1871–1922), Gutsbesitzer auf Château d'Alteville, Bürgermeister von Tarquimpol, Landtagsabgeordneter
  • Stanislas de Guaita (1861–1897), Esoteriker und Gründer der kabbalistischen Rosenkreuzer, geboren im Château d'Alteville, begraben in Tarquimpol
 
Grab der Familie Guaita, darunter der Esoteriker Stanislas G.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Tarquimpol – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Mémoires de la Société d'Archéologie Lorraine et du Musée-Volume 11-(1861)