Saint-Médard (Moselle)

französische Gemeinde im Département Moselle in der Region Lothringen

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Saint-Médard
Saint-Médard (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Le Saulnois
Gemeindeverband Saulnois
Koordinaten 48° 49′ N, 6° 38′ OKoordinaten: 48° 49′ N, 6° 38′ O
Höhe 199–333 m
Fläche 9,89 km²
Einwohner 109 (1. Januar 2020)
Bevölkerungsdichte 11 Einw./km²
Postleitzahl 57260
INSEE-Code
Rathaus (Mairie)
Kirche St. Médard

Saint-Médard (deutsch Sankt Medard) ist eine französische Gemeinde mit 109 Einwohnern (Stand 1. Januar 2020) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins.

GeographieBearbeiten

Saint-Médard liegt im Regionalen Naturpark Lothringen, 62 Kilometer südöstlich von Metz, 14 Kilometer östlich von Château-Salins und sechs Kilometer westlich von Dieuze (Duß), zwischen Château-Salins und dem Linderweiher (Étang de Lindre) auf einer südlichen Bergabdachung, auf einer Höhe zwischen 199 und 333 m über dem Meeresspiegel. Im Süden reicht das Gemeindegebiet bis an die Seille. Auf der Gemarkung der Gemeinde liegt südlich der Weiler Bathelémont. Das Gemeindegebiet umfasst 9,89 km².

GeschichteBearbeiten

Die Ortschaft gehörte früher zum Herzogtum Lothringen; im Jahr 1258 erhielt das Kloster Vergaville (Widersdorf) hier Güter.[1]

Das goldene Dreieck auf blauem Grund im Gemeindewappen war das Symbol der früheren herrschaftlichen Familie Gauvain; die Tauben sind das Attribut des Heiligen Medardus, des Schutzpatrons und Namensgebers der Gemeinde.[2]

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland und das Dorf wurde dem Kreis Château-Salins im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide-, Wein-, Obst- und Hopfenanbau.[1]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 140 121 114 105 109 113 100 109

LiteraturBearbeiten

  • Saint Médard, Kreis Château-Salins, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Saint Médard (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 512 (google.books.com).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 181 (books.google.com).

BelegeBearbeiten

  1. a b Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 512 (google.books.com).
  2. Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr

WeblinksBearbeiten

Commons: Saint-Médard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien