Haboudange

französische Gemeinde

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Haboudange
Haboudange (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Le Saulnois
Gemeindeverband Saulnois
Koordinaten 48° 53′ N, 6° 37′ OKoordinaten: 48° 53′ N, 6° 37′ O
Höhe 210–305 m
Fläche 10,5 km²
Einwohner 235 (1. Januar 2020)
Bevölkerungsdichte 22 Einw./km²
Postleitzahl 57340
INSEE-Code
Kirche St. Laurentius

Haboudange (deutsch Habudingen, früher auch Hoblingen) ist eine französische Gemeinde mit 235 Einwohnern (Stand 1. Januar 2020) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins.

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt in Lothringen an der Kleinen Seille im Saulnois (Salzgau), etwa 45 Kilometer südöstlich von Metz und 14 Kilometer nordöstlich von Château-Salins, zwischen Château-Salins und Morhange (Mörchingen), auf einer Höhe zwischen 210 und 305 m über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 10,43 km².

GeschichteBearbeiten

Ältere Ortsbezeichnungen sind Haiboudanges (1286), Gaboudanges (1293) und Habondenges (1349).[1] Das Dorf befand sich früher im Besitz des Bistums Metz.[2] In Haboudange war einst ein Schloss,[3] das Sitz der reichsunmittelbaren Herrschaft Haboudange war, die der Bischof von Metz – wie auch die reichsunmittelbaren Herrschaften Helfedange (Helflingen) und Hinquezange (Hingsingen) – vom Heiligen Römischen Reich als Lehen empfing.[4]

Im Jahr 1552 wurde die Herrschaft zusammen mit dem Bistum Metz vom Königreich Frankreich besetzt und annektiert, das sich den Besitz 1648 im Westfälischer Frieden bestätigen lassen konnte.[5]

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Kreis Château-Salins im Bezirk Lothringen zugeordnet. Das Dorf hatte eine Mühle. Dorfbewohner betrieben Getreide- und etwas Wein- und Hopfenbau. Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden und wurde Teil des Département Moselle.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 196 219 202 224 224 239 265 246

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche St. Laurentius
  • Schloss

LiteraturBearbeiten

  • Habudingen, Kreis Château-Salins, Elsass-Lothringen. In: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Habudingen (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 482 (books.google.de).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 171 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 186 (books.google.de).
  • J.-A. Schmit: Promenades antiques aux alentours de Château-Salins, in: Mémoires de la Société d'Archéologie Lorraine et du Musée Historique Lorrain, Band 29, Nancy 1879, S. 49–79, insbesondere S. 64–71 (google.books.com).

WeblinksBearbeiten

Commons: Haboudange – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 186 (books.google.de).
  2. Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 482 (books.google.de).
  3. Eduard Sauer: Inventaire-sommaire des archives départementales antérieures a 1790. Département a la Lorraine. Série G. Clergé séculier. Metz 1879, S. 21, linke Spalte (google.books.com).
  4. A. F. Büschings große Erdbeschreibung, Neunter Band, Troppau 1785, S. 294, Ziffer 1) (google.books.com).
  5. Maximilian du Prel: Die Deutsche Verwaltung in Elsass-Lothringen 1870–1879. Denkschrift mit Benutzung amtlicher Quellen. Karl J. Trübner, Straßburg 1879, S. 3–50, insbesondere S. 5 (Google Books).