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GeografieBearbeiten

Bacourt liegt etwa 25 Kilometer südöstlich von Metz im Saulnois. Das Gemeindegebiet umfasst 3,89 km² (289 Hektar). Der Ort liegt abseits der Hauptverkehrsstraßen. Nachbargemeinden sind Prévocourt, Tincry und Xocourt.

GeschichteBearbeiten

Bacourt wurde 1018 als Badascort im Kopialbuch der Kathedrale von Metz erstmals urkundlich erwähnt. Es gehörte im Mittelalter zur Baronie von Viviers und zum Marquisat von Pont-à-Mousson. Im 13. Jahrhundert war Bacourt Sitz einer Seigneurie der Familie Bacourt.[1]

1698 gehörte Bacourt zur Bailliage (Gerichtshof) von Pont-à-Mousson, die wiederum zum Herzogtum Bar gehörte, ab 1751 gehörte es zu der neugegründeten Bailliage von Château-Salins.[2]

1793 erhielt Bacourt im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Es gehörte von 1801 bis 1871 zum früheren Département Meurthe, das 1871 in Département Meurthe-et-Moselle umbenannt wurde. 1871 wurde die Gemeinde wegen Gebietsveränderungen durch den Verlauf des Deutsch-Französischen Kriegs (1870–1871) in das neu geschaffene Reichsland Elsaß-Lothringen des Deutschen Reiches eingegliedert. Das Reichsland Elsaß-Lothringen bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914–1918) und wurde danach aufgelöst. Bacourt lag in jener Zeit im Département Moselle, diese Änderung wurde auch 1918 beibehalten, als Moselle wieder Frankreich zugesprochen wurde.[3] Bacourt gehörte als französischsprachige Ortschaft zu den 247 letzten Gemeinden, deren Name am 2. September 1915 eingedeutscht wurde. Der Name wurde in „Badenhofen“ geändert und war bis 1918 offizieller Ortsname.[4]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 141 127 103 103 96 109 113

WappenBearbeiten

Das Wappen der Gemeinde ist dem Schlussstein im Gewölbe der Kirche Saint-Martin nachempfunden. Es zeigt einen goldenen gekrönten Löwen auf rotem Grund.[5]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

In der Pfarrkirche Kirche Saint-Martin aus dem 15. Jahrhundert steht eine Heiligenfigur des Schutzpatrons Martin von Tours aus dem letzten Viertel des 15. Jahrhunderts, die 1984 als Monument historique klassifiziert wurde.[6]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bacourt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bacourt auf quid.fr (Memento des Originals vom 20. September 2009 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.quid.fr (Französisch) Abgerufen am 27. Februar 2010.
  2. Henri Lepage: Dictionnaire topographique du département de la Meurthe. In: Société d'archéologie lorraine et du Musée historique lorrain (Hrsg.): Dictionnaire topographique de la France. 6. Auflage. Band 18, Nr. 14. Imprimerie impériale, Paris 1862, S. 9+30+110 (in Google Books [abgerufen am 27. Februar 2010]).(Französisch).
  3. Bacourt auf cassini.ehess.fr (Französisch) Abgerufen am 27. Februar 2010.
  4. Les 247 dernières communes à noms français, débaptisées seulement le 2 septembre 1915 (Französisch) Abgerufen am 27. Februar 2010.
  5. Union des Cercles Génealogiques Lorrains (Französisch) Abgerufen am 27. Februar 2010.
  6. Bacourt in der Base Palissy (Französisch) Abgerufen am 27. Februar 2010.