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GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Albestroff liegt im nordöstlichen Saulnois, etwa 18 Kilometer westlich von Sarre-Union. Das Gemeindegebiet von Albestroff ist Teil des Regionalen Naturparks Lothringen.

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde ist nach dem kleinen Fluss Albe benannt. Albestroff wurde erstmals im Jahre 1225 erwähnt. Es war im Mittelalter eine Kastellanei des Bistums Metz und wurde im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) fast völlig zerstört. Die Burg, die im Auftrag der Bischöfe von Metz im 13. Jahrhundert erbaut worden war, wurde durch schwedische Truppen zerstört. Durch den Westfälischen Frieden (1648) fiel die Ortschaft an Frankreich.

1793 erhielt Albestroff (als Alberstorff) im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 (ebenfalls als Alberstorff) das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Albestroff gehörte von 1801 bis 1871 zum früheren Département Meurthe. 1871 wurde die Gemeinde wegen Gebietsveränderungen durch den Verlauf des Deutsch-Französischen Kriegs (1870–1871) in das neu geschaffene Reichsland Elsaß-Lothringen des Deutschen Reiches eingegliedert. Das Reichsland Elsaß-Lothringen bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914–1918) und wurde danach wieder Frankreich zugesprochen und aufgelöst. Albestroff liegt seit 1918 im Département Moselle.

1973 wurden Givrycourt, Insming, Munster, Torcheville und Réning eingemeindet. 1983 wurden Insming und Munster wieder zu eigenständigen Gemeinden, Givrycourt, Torcheville und Réning wurden 1997 wieder eigenständig.[1]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 606 610 568 617 651 636 648

WappenBearbeiten

Das Wappen der Gemeinde entspricht dem Wappen des Domkapitels von Metz. Es zeigt auf rotem Grund einen rechten Arm mit blauem Ärmel, der aus einer silbernen Wolke kommt und ein silbernes Schwert mit goldenem Griff hält. Das Schwert wird von zwei goldenen Kieseln flankiert.[2]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die barocke Kirche St. Adelphus (Saint-Adelphe) wurde im 18. Jahrhundert errichtet. Sie gehört zur Pfarreiengemeinschaft Sainte Anne de la Rose im Dekanat (Archiprêtré) Albestroff/Dieuze des Bistums Metz.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Albestroff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Albestroff auf cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 24. Februar 2010
  2. Union des Cercles Génealogiques Lorrains (französisch) Abgerufen am 24. Februar 2010