Mulcey

französische Gemeinde

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Mulcey
Mulcey (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Le Saulnois
Gemeindeverband Saulnois
Koordinaten 48° 48′ N, 6° 40′ OKoordinaten: 48° 48′ N, 6° 40′ O
Höhe 201–307 m
Fläche 8,34 km²
Einwohner 211 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 25 Einw./km²
Postleitzahl 57260
INSEE-Code
Rathaus- und Schulgebäude

Mulcey ist eine französische Gemeinde mit 211 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins.

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde Mulcey liegt in Lothringen an der oberen Seille westlich des Linderweihers (Étang de Lindre), 56 Kilometer südöstlich von Metz, 16 Kilometer östlich von Château-Salins und vier Kilometer westlich von Dieuze auf einer Höhe zwischen 201 und 307 m über dem Meeresspiegel. Das 8,34 km² umfassende Gemeindegebiet ist Teil des Regionalen Naturparks Lothringen.

GeschichteBearbeiten

Das Dorf ist alt und gehörte früher zum Herzogtum Lothringen.[1] Es wurde 1191 als Milzeche erwähnt, dann Miltzingen (1478).[2] 1280 hatte das Kloster Vergaville hier schon Güter und 1339 auch das Kapitel St. Georges in Nancy. Im Jahr 1599 wurde ein Mann wegen Hexerei verbrannt.[1]

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland zurück, und das Dorf wurde dem Kreis Château-Salins im Bezirk Lothringen des Reichslandes Elsaß-Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide- und Weinbau.[1]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung.

Der Ort trug 1915–1919 und 1940–1944 den eingedeutschten Namen Milzingen.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 279 249 242 260 248 221 210 211

WappenBearbeiten

Im Gemeindewappen spiegeln sich die früheren Abhängigkeiten von Mulcey: die Sterne symbolisieren die Geburt der Jungfrau Maria, der Petronin der Kirchengemeinde, die Kreuze stehen für das Kapitel des Kathedrale von Nancy, das Besitz und Rechte in Mulcey hatte.[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche Mariä Geburt (La Nativité-de-la-Bienheureuse-Vierge-Marie)
  • Weg- und Flurkreuze

LiteraturBearbeiten

  • Mulcey, Kreis Château-Salins, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Mulcey (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 511–512 (google.books.com).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 180 (books.google.com).

WeblinksBearbeiten

Commons: Mulcey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde. Stuttgart 1875, S. 511–512 (google.books.com).
  2. L. Jean: Les seigneurs de Chateauvoué, 966–1793. Crépin-Leblond, Nancy 1897, S. 56 (französisch, Textarchiv – Internet Archive): « Eygenolff de Rotzenhusen reprend en fief de Henry de Lorraine, évêque de Metz […] la moitié de la rivière de Miltzingen (Mulcey) depuis Marsal jusqu’à Miltzingen »
  3. Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)