Rodalbe

französische Gemeinde

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Rodalbe
Rodalbe (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins
Kanton Le Saulnois
Gemeindeverband Saulnois
Koordinaten 48° 54′ N, 6° 42′ OKoordinaten: 48° 54′ N, 6° 42′ O
Höhe 226–290 m
Fläche 10,57 km²
Einwohner 248 (1. Januar 2020)
Bevölkerungsdichte 23 Einw./km²
Postleitzahl 57340
INSEE-Code
Kirche St. Nicolas, mit Rundturm des 11. Jhs.
Namenlose Kapelle in Rodalbe

Rodalbe (deutsch Rodalben) ist eine französische Gemeinde mit 248 Einwohnern (Stand 1. Januar 2020) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarrebourg-Château-Salins.

GeographieBearbeiten

Rodalbe liegt in Lothringen, 48 Kilometer südöstlich von Metz, 20 Kilometer nordöstlich von Château-Salins und elf Kilometer westlich von Albestroff (Albesdorf) zwischen Morhange (Mörchingen) und Bénestroff (Bensdorf) auf einer Höhe zwischen 226 und 290 m über dem Meeresspiegel, die mittlere Höhe beträgt 245 m. Das Gemeindegebiet umfasst 10,57 km².

Der Ort liegt an der Quelle des kleinen Flusses Albe.

Zur Gemeinde Rodalbe gehören die Weiler

  • Feriendal (Feriental), südlich gelegen,
  • Sainte-Suzanne (Sankt Susanna), auch südlich, und
  • Allewald, östlich gelegen.

GeschichteBearbeiten

Der Ort gehörte früher zum Herzogtum Lothringen und zur Grafschaft Mörchingen; er hat seinen Namen von den beiden Bächen Albe und Roth.[1]

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Kreis Château-Salins im Bezirk Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreidebau und Viehzucht.[1]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 196 201 168 196 182 181 186 250

WappenBearbeiten

Das Gemeindewappen erinnert mit dem silbernen Balken auf rotem Grund an die Herrschaft von Marimont-lès-Bénestroff, zu der Rodalbe gehörte. Der Balken ist hier wellenförmig, um den Fluss Albe zu symbolisieren, der namensgebend für Rodalbe war. Die goldenen Kugeln sind die Attribute des örtlichen Kirchenpatrons St. Nikolaus.[2]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche St. Nicolas, moderner Bau, aber mit romanischem Rundturm des 11. Jahrhunderts, in dem früher der Durchgang zum Kirchenschiff war[3]

LiteraturBearbeiten

  • Rodalben, Kreis Château-Salins, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Rodalben (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 493 (google.books.com).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 175 (books.google.com).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 973–874 (books-google.com).

WeblinksBearbeiten

Commons: Rodalbe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 493 (google.books.com).
  2. Wapüpenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr (französisch)
  3. Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 973–874 (books-google.com).