Cappel (Moselle)

französische Gemeinde

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Cappel
Wappen von Cappel
Cappel (Frankreich)
Cappel
Region Grand Est
Département Moselle
Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle
Kanton Freyming-Merlebach
Gemeindeverband Freyming-Merlebach
Koordinaten 49° 4′ N, 6° 51′ OKoordinaten: 49° 4′ N, 6° 51′ O
Höhe 232–301 m
Fläche 5,97 km2
Einwohner 701 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 117 Einw./km2
Postleitzahl 57450
INSEE-Code

Rue de la Libération, im Hintergrund
die Kirche Saint-Gengoulf

Cappel ist eine französische Gemeinde mit 701 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle und zum 2001 gegründeten Gemeindeverband Freyming-Merlebach.

GeografieBearbeiten

Das etwa 6 km² umfassende Gemeindegebiet wird im Norden vom Quellbach der Deutschen Nied (einem Saar-Nebenfluss), im Süden vom Rimmelhoffenbach, der über Mutterbach und Albe der Saar zufließt, begrenzt. Zwischen beiden Quellbächen, die in entgegengesetzte Richtungen fließen, liegt Cappel auf der Wasserscheide. Wälder haben einen Anteil von etwa 15 % am Gemeindegebiet, der größte Teil des sanft hügeligen Terrains besteht aus Acker- und Grünland.

Cappel besteht aus zwei in West-Ost-Richtung verlaufenden Siedlungsachsen, wobei die nördliche um die Rue de l’Église mit einigen alten Bauernhöfen die ältere darstellt. Die südliche Achse entlang der Nationalstraße 56 ist erst im 20. Jahrhundert entstanden. Beide Achsen sind durch zwei in Nord-Süd-Richtung angelegte Straßen verbunden, die Rue de la Libération und Rue du Château Neuf, die in ca. 200 Meter Abstand voneinander verlaufen. Dadurch entstand in der Mitte des Dorfes eine zwei Hektar große, landwirtschaftlich genutzte Fläche.

Nachbargemeinden von Cappel sind Seingbouse im Norden, Farschviller im Nordosten, Loupershouse im Osten, Hoste im Südosten und Süden, Barst und Biding im Westen sowie der Barster Ortsteil Marienthal im Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

Die Gemeinde Cappel entstand 1790 mit dem südlich gelegenen Ortsteil Valette. Dieser wurde 1811 nach Hoste eingemeindet. Zwischen 1813 und 1826 gehörte auch Cappel als Teilort zu Hoste.[1]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017
486 491 492 533 714 723 671 701
Quellen: Cassini[2] und INSEE[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche Saint-Gengoulf aus dem 18. Jahrhundert, 1863 restauriert
  • neugotische Kapelle auf dem Friedhof Cappel aus dem Jahr 1860
  • ein im Norden Lothringens seltenes Fachwerkhaus in der Rue de la Forêt 121 (Monument historique)

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

In der Gemeinde sind fünf Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Obstanbau, Viehzucht).[4] Das alte Cappel ist landwirtschaftlich geprägt, während viele Häuser an der Nationalstraße neueren Datums sind, die durch die günstige Verkehrsanbindung zu den großen Industrieparks der Umgebung entstanden, in die ein Teil der Einwohner pendelt.

Durch Cappel führt die Nationalstraße 56 von Saint-Avold nach Sarralbe. Der Anschluss Farébersviller an der Autobahn Paris–Straßburg ist fünf Kilometer von Cappel entfernt.

BelegeBearbeiten

  1. Ortsname auf cassini.ehess.fr
  2. Cappel auf cassini.ehess.fr
  3. Cappel auf insee.fr
  4. Landwirtschaftsbetriebe auf annuaire-mairie.fr (französisch)

WeblinksBearbeiten

Commons: Cappel – Sammlung von Bildern