Hauptmenü öffnen

GeografieBearbeiten

Diebling liegt etwa neun Kilometer westlich von Sarreguemines und zehn Kilometer südöstlich von Forbach, nahe der Grenze zum Saarland auf einer Höhe von 240 m über dem Meer im Tal des Strichbaches, der wie der im Süden des Gemeindegebietes verlaufende Altwiesenbach wenige Kilometer östlich in die Saar mündet.

Das Gebiet der Gemeinde Diebling ist durch Acker- und Wiesland sowie durch Streuobstwiesen geprägt, im Süden bestehen mit den Forsten Rocketalien, Buschwald und Dachshubelwald größere Waldgebiete.

Nachbargemeinden von Diebling sind Tenteling im Norden, Nousseviller-Saint-Nabor im Nordosten, Metzing im Osten, Guebenhouse im Süden, Loupershouse im Südwesten, Farschviller im Westen sowie Théding im Nordwesten.

GeschichteBearbeiten

Der Ortsname stammt von einem fränkischen Krieger, der zu einer im Strichbachtal siedelnden Kolonie gehörte. Über Dubelange (1272) und Duebling (Ende des 16. Jahrhunderts) änderte sich die Schreibweise des Namens zu Diebling – in der Zeit unter deutscher Verwaltung (von 1870 bis 1918 und von 1940 und 1944) hieß das Dorf Dieblingen.[1]

Kirche St. WendelinBearbeiten

Man vermutet, dass es bereits im 11. oder 12. Jahrhundert ein einfaches Oratorium oder eine Kapelle zu Ehren des Heiligen Wendelin gab. Spätestens 1423 ist durch die Gründung der Bruderschaft des heiligen Wendelin belegt, dass eine Kapelle existierte, die zeitweise sogar Wallfahrtsort war. Die Bewohner Dieblings waren aber Teil der Kirchgemeinde in Tenteling und so gingen sie noch sehr lange den zwei Kilometer langen Kirchweg in das höher gelegene Nachbardorf. Erst 1775 bekam die Gemeinde in Diebling ihren ersten eigenen Pfarrer. Die heutige Kirche stammt aus dem Jahre 1826. Es gibt weder Baupläne noch Rechnungen und so wird angenommen, dass die Einwohner Dieblings je nach ihren Fähigkeiten zum Kirchenbau beitrugen. Die Steine wurden nordwestlich des Dorfkerns an der Straße nach Ebring gebrochen, das Holz kam aus gemeindeeigenem Forst und für die Transporte kam ebenfalls die Gemeinde auf. Zwei der drei Glocken stammten aus der alten Kapelle. 1838 wurde eine Orgel beschafft. Die Glasfenster entstanden zwischen 1890 und 1904 in einer Münchner Werkstatt. Zweimal – 1917 und 1943 – wurden die Glocken von den Deutschen beschlagnahmt und eingeschmolzen; die heute läutenden wurden 1957 gegossen.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2016
Einwohner 1181 1265 1489 1583 1709 1629 1628 1656

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche St. Wendelin mit Zwiebelturm

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Landwirtschaft und Obstbau spielen noch eine untergeordnete Rolle in Diebling. Im Ort selbst gibt es eine Reihe kleiner Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe. Viele Bewohner pendeln in die umliegenden Industrie- und Gewerbegebiete.

Durch Diebling führt die vielbefahrene Fernstraße D 910 von Sarreguemines nach Saint-Avold. Auch die Bahnlinie Haguenau–Sarreguemines–Hargarten verläuft durch Diebling, Zustiegsmöglichkeiten bestehen aber nur in den nahegelegenen Gemeinden Hundling und Loupershouse.

BelegeBearbeiten

  1. Namensherkunft auf agglo-forbach.fr (Memento des Originals vom 7. November 2011 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.agglo-forbach.fr (französisch)
  2. Geschichte der Kirche nach Auszügen aus dem Buch von Denis M. Bergdoll: «Diebling sur les traces de son passé», 1997

WeblinksBearbeiten

  Commons: Diebling – Sammlung von Bildern