Holacourt

französische Gemeinde

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Holacourt
Holacourt (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle
Kanton Faulquemont
Gemeindeverband District Urbain de Faulquemont
Koordinaten 48° 58′ N, 6° 31′ OKoordinaten: 48° 58′ N, 6° 31′ O
Höhe 228–262 m
Fläche 2,92 km²
Einwohner 90 (1. Januar 2020)
Bevölkerungsdichte 31 Einw./km²
Postleitzahl 57380
INSEE-Code
Geburtskirche

Holacourt ist eine französische Gemeinde mit 90 Einwohnern (Stand 1. Januar 2020) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

GeographieBearbeiten

Der Ort liegt in Lothringen an der Rotte, etwa 32 Kilometer südöstlich von Metz, dreißig Kilometer südlich von Boulay-Moselle (Bolchen) und zehn Kilometer südwestlich von Faulquemont (Falkenberg).

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 1346 wurde das Dorf unter dem Namen Olechingen erwähnt; es gehörte früher zum Bistum Metz,[1] einem Fürstbistum des Heiligen Römischen Reichs. 1552 wurden die Ortschaft und das Bistum von Frankreich besetzt und annektiert, das sich den Besitz 1648 im Westfälischen Frieden bestätigen lassen konnte.

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam das Gebiet an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Kreis Bolchen im Bezirk Lothringen zugeordnet. Französisch blieb aber Amts- und Umgangssprache. Die Dorfbewohner betrieben Getreidebau und Viehzucht.[1]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt und stand unter deutscher Verwaltung.

Das Dorf trug 1915–1919 und 1940–1944 den deutschen Namen Ollhofen.

Vom 1. Dezember 1973 bis zum 3. August 1985 war Holacourt in den Nachbarort Brulange eingemeindet.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 67 63 69 61 60 42 60 89

LiteraturBearbeiten

  • Holacourt, Kreis Bolchen, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Holacourt (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 367–368 (google-books.com).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 126 (google-books.com).

WeblinksBearbeiten

Commons: Holacourt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 367–368 (google-books.com).