Gomelange

französische Gemeinde

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Gomelange
Gomelange (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle
Kanton Boulay-Moselle
Gemeindeverband Houve-Pays Boulageois
Koordinaten 49° 15′ N, 6° 28′ OKoordinaten: 49° 15′ N, 6° 28′ O
Höhe 197–260 m
Fläche 9,4 km²
Einwohner 474 (1. Januar 2020)
Bevölkerungsdichte 50 Einw./km²
Postleitzahl 57220
INSEE-Code
Kirche St. Martin
Marienkapelle

Gomelange (deutsch Gelmingen) ist eine französische Gemeinde mit 474 Einwohnern (Stand 1. Januar 2020) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt in Lothringen am linken Ufer der Nied, etwa 28 Kilometer nordöstlich von Metz, sieben Kilometer nordnordwestlich von Boulay-Moselle (Bolchen) und acht Kilometer südwestlich von Bouzonville (Busendorf), unweit der Grenze zum Saarland. Zu Gomelange gehören die Ortsteile Guirlange (Girlingen) und Colming (Colmingen).

GeschichteBearbeiten

Der Ort gehörte früher zum Herzogtum Lothringen[1] im Heiligen Römischen Reich und wurde erstmals 1184 als Gelmelingen erwähnt,[2] dann als Gaimelanges (1276) und Gomelingen (16. Jahrhundert).

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam das Gebiet an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Kreis Bolchen im Bezirk Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide-, Obst- und Gemüsebau sowie Viehzucht.[1]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 369 409 390 400 408 403 529 480

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Ecomusée (Ökomuseum) "Vieille Maison 1710 de Gomelange", renoviertes und als Museum hergerichtetes Lothringerhaus aus dem Jahr 1710
  • Orgel in der Kirche St. Martin (als Monument historique eingestuft)
  • Marienkapelle (Chapelle de la Vierge) im Ortsteil Guirlange

LiteraturBearbeiten

  • Gelmingen, Kreis Bolchen, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Gelmingen (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 351 (google.books.com).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 119 (books.google.com).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 156 (books-google.com).

WeblinksBearbeiten

Commons: Gomelange – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 351 (google.books.com).
  2. Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 156 (books-google.com).