Stiring-Wendel

französische Gemeinde

Vorlage:Infobox Gemeinde in Frankreich/Wartung/abweichendes Wappen in Wikidata

Stiring-Wendel
Stiring-Wendel (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Forbach-Boulay-Moselle
Kanton Stiring-Wendel
Gemeindeverband Forbach Porte de France
Koordinaten 49° 12′ N, 6° 56′ OKoordinaten: 49° 12′ N, 6° 56′ O
Höhe 205–254 m
Fläche 3,6 km²
Einwohner 11.178 (1. Januar 2019)
Bevölkerungsdichte 3.105 Einw./km²
Postleitzahl 57350
INSEE-Code
Website www.stiring.net

Zentraler Platz vor der Kirche St. François
Rathaus Stiring-Wendel

Stiring-Wendel (deutsch Stieringen-Wendel, Lothringer Platt Stiringe) ist eine französische Stadt mit 11.178 Einwohnern (Stand 1. Januar 2019) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Die Einwohner nennen sich Stiringeois, Spitzname: „Die Stiringer Sandhase“.

GeographieBearbeiten

Die Stadt Stiring-Wendel liegt in Lothringen unmittelbar an der deutsch-französischen Grenze. Deutscher Nachbarort ist Saarbrücken, französische Nachbargemeinden sind Schöneck, Spichern und Forbach. Der deutsch-französische Grenzübergang Goldene Bremm (frz. Brême d’Or) liegt auf der Gemarkung der Nachbargemeinde Spichern.

GeschichteBearbeiten

Die Ortschaft gehörte früher zum Herzogtum Lothringen.

1846 wurde an der Stelle des heutigen Ortes eine Eisenhütte gegründet. Die Industriellenfamilie De Wendel errichtete eine Kirche, eine Schule und Wohngelegenheiten für die Arbeiter. 1857 ernannte Napoleon III. den Ort per Dekret zur Stadt. Im deutsch-französischen Krieg 1870/71

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam die Region an Deutschland zurück, und die Ortschaft kam zum Kreis Forbach im neu gebildeten Department Mosel, Bezirk Lothringen, im Reichsland Elsaß-Lothringen. Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Das Departement Mosel blieb in seinen geographischen Ausmaßen erhalten; es wurde in Département Moselle umbenannt. Im Zweiten Weltkrieg war die Region von der deutschen Wehrmacht besetzt.

1897 stellte die Hütte den Betrieb ein, und viele Einwohner verließen Stieringen-Wendel. Der Aufschwung des Steinkohlenbergbaus führte später zu einer erneuten Bevölkerungszunahme. 1957 hatte Stiring-Wendel 16.000 Einwohner gegenüber 1900 im Jahre 1857.

Um das Jahr 2000 endete die Ära der Steinkohle, die Bergwerke wurden stillgelegt.

DemographieBearbeiten

Anzahl Einwohner seit Ende des Zweiten WeLtkriegs
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017
Einwohner 15.028 13.757 12.665 13.581 13.743 13.129 12.468 11.618

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Stiring-Wendel liegt an der Europastraße 50, die auf deutscher Seite die Bundesautobahn 6, auf französischer Seite die Autoroute A320 ist. Durch Stiring-Wendel führt die ehemalige Nationalstraße N 3 nach Paris. Auch die Eisenbahnverbindung von Saarbrücken über Metz nach Paris führt durch Stiring-Wendel, wobei am Bahnhof des Ortes keine Züge mehr halten.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Stieringen-Wendel, Kreis Forbach, Elsaß-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Stieringen-Wendel (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 380 (books.google.de).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 131 (books.google.de).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 954–955 (books.google.de).
  • C. Stockert, Das Reichsland Elsaß-Lothringen. Geographischer Leitfaden für die Höheren Lehranstalten, Friedrich Bull, Straßburg 1873, S. 73 (books.google.de).

WeblinksBearbeiten

Commons: Stiring-Wendel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien