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Malnate ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Varese in der Region Lombardei.

Malnate
Wappen
Malnate (Italien)
Malnate
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Varese (VA)
Lokale Bezeichnung Malnàa
Koordinaten 45° 47′ N, 8° 53′ OKoordinaten: 45° 47′ 8″ N, 8° 52′ 40″ O
Höhe 355 m s.l.m.
Fläche 8 km²
Einwohner 16.784 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 2.098 Einw./km²
Postleitzahl 21046
Vorwahl 0332
ISTAT-Nummer 012096
Volksbezeichnung malnatesi
Schutzpatron Martin von Tours (11. November)
Website Malnate
Gemeinde Malnate in der Provinz Varese
Malnate
Malnate vom Campanile der Martinskirche aus betrachtet
Kirche San Carlo im Ortsteil Rovera

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde grenzt an die Provinz Como und liegt etwa 3 Kilometer südöstlich von Varese zwischen dem Monte Morone (494 m ü. M.) und dem Monte Casione (452 m ü. M.) im Tal des Rio Lanza bzw. Gaggiolo; hier mündet er im Fluss Olona. Zahlreiche Höhlen gibt es im nahegelegenen Parco Valle del Lanza. Die Gemeinde bedeckt eine Fläche von 8 km². Zu Malnate gehören die Fraktionen Baraggia, Folla, Gurone, Rogoredo, Rovera, San Salvatore und Valle. Die Nachbargemeinden sind Vedano Olona, Lozza, Binago, cagno, Cantello, Solbiate und Varese.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1751 1784 1805 1812 1853 1881 1901 1921 1951 1971 1991 2001 2011 2018
Einwohner 1086 1184 1200 1257 2281 3727 4944 5870 7506 12169 14394 15192 16604 16784

GeschichteBearbeiten

Mit dem Fall des Weströmischen Reiches erlitt das Gebiet mehrere barbarische Invasionen durch Ostgoten und Langobarden, bis zum Beginn des Feudalismus. Zwischen 1160 und 1183 erlitt es Plünderungen und Zerstörungen durch die Überquerung der Truppen von Friedrich Barbarossa, der von Como zum Feind Varese zog. Malnate erscheint erstmals im Jahr 1132 in einer Kaufurkunde zwischen Landolfo und Guglielmo, Onkel und Neffe, zugunsten von Pietro Gualapo.

VerkehrBearbeiten

Malnate liegt an der Staatsstraße 342. Westlich der Gemeinde verläuft die ehemalige Staatsstraße 233 Richtung Mailand. An das Schienennetz ist Malnate mit einem Bahnhof an der Bahnstrecke Saronno–Laveno angebunden.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Pfarrkirche San Martino di Tours
  • Kirche San Matteo bewahrt den Fresko Madonna del Latte con sant’Antonio abate, santa Liberata e Santa Marta (16. Jahrhundert)
  • Oratorium San n Fresko Rocco erbaut 1513–1530 bewahrt den Fresko Sposalizio mistico di santa Caterina da Siena e Santi (16. Jahrhundert)
  • Kirche San Carlo Borromeo im Ortsteil Rovera

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Brüder Antonio Maria und Pietro Comerio (* um 1710 In Malnate; † nach 1776 ebenda), Glockengieser tätig im Kanton Tessin[2]
  • Ferruccio Francesco Frisone (* 1909 in Malnate; † 1973 in Mailand), Maler, Graphiker[3]

LiteraturBearbeiten

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, ad vocem.
  • Lombardia – Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Malnate Online (italienisch) auf books.google.ch
 
Malnate und Fluss Olona im Vordergrund

WeblinksBearbeiten

  Commons: Malnate – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Malnate (italienisch) auf lombardiabeniculturali.it/luoghi
  • Malnate (italienisch) auf tuttitalia.it/lombardia
  • Malnate (italienisch) auf comuni-italiani.it
  • Malnate (italienisch) auf ombardia.indettaglio.it/ita/comuni/va

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Brüder Antonio Maria und Pietro Comerio auf archive.org/stream (abgerufen am 31. Dezember 2016).
  3. Ferruccio Francesco Frisone auf deutsche-biographie.de (abgerufen am 4. Januar 2017).