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Somma Lombardo ist eine Gemeinde in der Provinz Varese in der Region Lombardei.

Somma Lombardo
Wappen
Somma Lombardo (Italien)
Somma Lombardo
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Varese (VA)
Koordinaten 45° 41′ N, 8° 42′ OKoordinaten: 45° 41′ 0″ N, 8° 42′ 0″ O
Höhe 300 m s.l.m.
Fläche 30 km²
Einwohner 17.919 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 597 Einw./km²
Stadtviertel Case Nuove, Coarezza, Maddalena, Mezzana
Angrenzende Gemeinden Arsago Seprio, Cardano al Campo, Casorate Sempione, Castelletto sopra Ticino (NO), Ferno, Golasecca, Pombia (NO), Samarate, Varallo Pombia (NO), Vergiate, Vizzola Ticino
Postleitzahl 21019
Vorwahl 0331
ISTAT-Nummer 012123
Volksbezeichnung Sommesi
Schutzpatron Agnes von Rom (21. Januar)
Website Somma Lombardo
Gemeinde Somma Lombardo in der Provinz Varese
Propsteikirche Sant’Agnese
Kirche Madonna della Ghianda
Kirche San Rocco
Propsteikirche, Bramantino: Pietà mit Heilige Sebastian und Ijob
Castello Visconti di San Vito

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt südwestlich von Varese am Ticino und bedeckt eine Fläche von 30 km². Zu Somma Lombardo gehören die Fraktionen Case Nuove, Coarezza, Maddalena und Mezzana. Die Nachbargemeinden sind Arsago Seprio, Cardano al Campo, Casorate Sempione, Castelletto sopra Ticino (NO), Ferno, Golasecca, Pombia (NO), Samarate, Varallo Pombia (NO), Vergiate und Vizzola Ticino.

Das südliche Gemeindegebiet umfasst einen Teil des Flughafens Mailand-Malpensa.

GeschichteBearbeiten

Somma Lombardo war ein wichtiger Knotenpunkt der römischen Konsularstraße Severiana Augusta genannt, die Mailand über Sesto Calende mit Verbano verband. Reste römischer Fahrbahnbefestigung wurden bei Ausgrabungen in der Via Soragana in den Jahren 1985 und 2002 gefunden. Südlich von Somma Lombardo überquerte die Via Severiana Augusta die Novara mit Como durch Castelseprio verband.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1756 1805 1812 1853 1871 1881 1901 1921 1951 1971 1991 2001 2011 2018
Einwohner 2883 3120 *4892 4004 5782 6345 6730 8485 10432 16023 16379 16247 17913 17919

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Propsteikirche Sant’Agnese erstmal erwànt im 13. Jahrhundert, 1604 projektiert von Architekt Francesco Maria Richini und renoviert zwischen 1664 und 1697 von Architekt Carlo Buzio; sie bewahrt den Trittico di San Vito an der Schule von Ambrogio Bergognone zugeschrieben.
  • Kirche San Bernardino bewahrt den Gemälde Madonna col Bambino e San Bernardino des Malers Giovanni Mauro della Rovere genannt Fiammenghino.
  • Wallfahrtskirche Madonna della Ghianda mit Fresko Madonna della Ghianda in der Apsis[2]
  • Propsteikirche Santo Stefano im Ortsteil Mezzana Superiore bewahrt den Gemälde Pietà mit Heilige Sebastian und 'Ijob des Malers Bartolomeo Suardi genannt Bramantino
  • Castello Visconti di San Vito erstmal schriftlich erwähnt im Jahr 1251, Notar Marcellino de Angleria (Angera). Die alte Festung übernahm damit die Rolle einer befestigten Burg, die zum ständigen Wohnsitz der Familie Visconti gewählt wurde. Im Jahr 1473 gipfelten die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Brüdern Visconti in der Spaltung zwischen den beiden Besitzern. Der ältere Bruder Francesco, von dem die Visconti di San Vito abstammten, war für den renovierten Teil der Burg und damit für den nördlichen Teil des Dorfes verantwortlich; Guido, von dem die Visconti di Modrone abstammten, war für den ältesten Teil der Burg und den unteren Teil von Somma Lombardo verantwortlich. Jedes Jahr im Sommer ist das Schloss Sitz des Mittelalterfestes, das an den Sieg von Bischoff Ottone Visconti über die Truppen von Della Torre in der Schlacht von Desio erinnert, die am 21. Januar 1277 stattfand und dank der das Herzogtum Mailand geboren wurde.
  • L'ipposidra oder ferrovia delle barche befindet sich nördlich der Straße, die den Flughafen Malpensa mit Somma Lombardo ("Via Giuseppe Giusti") verbindet, verläuft einige hundert Meter innerhalb des Moores die Route der Bootseisenbahn oder Ipposidra, gebaut im Jahr 1858, mit dem Ziel, die Boote die Stromschnellen zu umgehen, die vom Ortschaft Tornavento von Lonate Pozzolo losfuhren und in Sesto Calende ankamen.
  • Parco e Museo del volo - Volandia

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Die Stadt ist Geburtsort Papst Gregors XIV. (* 11. Februar 1535 in Somma Lombardo; † 16. Oktober 1591 in Rom), eigentlicher Name Niccolò Sfondrati, war von 1590 bis 1591 Papst der katholischen Kirche.
  • Giuseppe Giusti (* 14. Mai 1824 in Somma Lombardo; † 20. Januar 1849 ebenda) italienischer Patriot zum Tode verurteilt und dann abgeschossen.

LiteraturBearbeiten

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 179.
  • Lombardia – Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Somma Lombardo Online auf italienisch

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Santuario della Madonna della Ghianda (italienisch) auf lombardiabeniculturali.it, abgerufen 29. Juli 2015.