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GeographieBearbeiten

Die Gemeinde befindet sich circa 50 km nordwestlich von Mailand und circa 8 km nordöstlich von Varese an der Schweizer Grenze und bedeckt eine Fläche von 9,3 km². Zur Gemeinde Viggiù gehört die Fraktion (Ortsteil) Baraggia. Die Nachbargemeinden sind Arcisate, Besano, Bisuschio, Cantello, Clivio, Meride (Schweiz) und Saltrio.

GeschichteBearbeiten

Das Dorf wurde wahrscheinlich zur Zeit von Julius Cäsar gegründet, von dem aus der römische Name Vicus Juli (das Dorf Julius) im Laufe der Zeit in Vicluvium, dann Vigloeno, Vigue und schließlich Viggiù überging. Schon im 12. Jahrhundert gehörten die Künstler aus Viggiù zur Bruderschaft der Comacini-Meister. Von 1500 bis Mitte des 17. Jahrhunderts waren in Rom echte Kolonien von artieri Viggiutesi um wertvolle künstlerische und architektonische Werke zu leisten.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1805 1809 1853 1871 1881 1901 1921 1951 1971 1991 2001 2011 2017 2018
Einwohner 1523 *2137 2291 2395 2488 2532 2500 2918 5171 4829 4968 5207 5300 5318
  • 1809 Fusion mit Clivio und Saltrio
  • 1931 Fusion mit Clivio und Saltrio

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Pfarrkirche Santo Stefano im 15. Jahrhundert wurde auf ihre heutige Größe erweitert: drei große Kirchenschiffe, die in vier Buchten unterteilt sind, die an den Enden von sechs monolithischen Säulen aus pietra di Saltrio begrenzt und von Kapitellen überragt werden.
  • Kirche Santa Maria Nascente genannt Madonnina wurde 1718 an der Stelle einer kleinen Votivkapelle errichtet, die als Ex-Voto gegen die Pest gebaut wurde.
  • Kirche San Martino mit einem eleganten Portal aus dem 16. Jahrhundert (mit dem Longhi-Wappen in der Mitte) hat einen tiefen Hallenplan und spiegelt die Schlichtheit wider, die ihr Äußeres auszeichnet; das Altarbild darstellt die Kreuzigung. Das Gebäude, ursprünglich die erste Pfarrkirche in Viggiù, wurde im 17. Jahrhundert zur Privatkapelle der Familie Longhi,
  • Kirche Madonna della Croce genannt auch Beata vergine Assunta; die Fassade im klaren neoRenaissancestil wurde in der Mitte des 19. Jahrhunderts nach einem Entwurf von Giacomo Buzzi Leone gebaut. Die wichtigsten Teile sind: Portale, Fenster, architektonische Elemente aus Viggiù-Stein; an den Seiten der Fassade sind Terrakotta-Medaillons des Bildhauers Luigi Buzzi Leone mit den Darstellungen: Moses links, David rechts. Im Innenraum bewahrt ein Gemälde von einem unbekannten Künstler gegen Ende des 15. Jahrhunderts und wird der Schule von Ambrogio da Fossano, genannt Bergognone, zugeschrieben und stellt die Jungfrau mit Kind dar, die auf einem reichen gotischen Thron sitzt.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Viggiù. In: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 210.
  • Lombardia (esclusa Milano) - Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Viggiù Online auf italienisch

WeblinksBearbeiten

  Commons: Viggiù – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Viggiù (italienisch) auf lombardiabeniculturali.it/luoghi/schede
  • Viggiù (italienisch) auf tuttitalia.it/lombardia/
  • Viggiù (italienisch) auf comuni-italiani.it
  • Viggiù (italienisch) auf lombardia.indettaglio.it/ita/comuni/va

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.