Valganna

italienische Gemeinde

Valganna ist eine Gemeinde in der Provinz Varese in der Region Lombardei.

Valganna
Wappen
Valganna (Italien)
Valganna
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Varese (VA)
Lokale Bezeichnung Valganna
Koordinaten 45° 56′ N, 8° 50′ OKoordinaten: 45° 56′ 0″ N, 8° 50′ 0″ O
Höhe 380 m s.l.m.
Fläche 12 km²
Einwohner 1.591 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte 133 Einw./km²
Fraktionen Boarezzo, Ganna, Ghirla, Mondonico
Postleitzahl 21039
Vorwahl 0332
ISTAT-Nummer 012131
Volksbezeichnung valgannesi
Schutzpatron Christophorus (25. Juli), Sankt Gemolo (4. Februar)
Website [www.comune.valganna.va.it Valganna]
Gemeinde Valganna in der Provinz Varese

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde bedeckt eine Fläche von 12 km². Zu Valganna gehören die Fraktionen Boarezzo, Ganna, Ghirla und Mondonico. Die Nachbargemeinden von Valganna sind Arcisate, Bedero Valcuvia, Brinzio, Cuasso al Monte, Cugliate-Fabiasco, Cunardo, Induno Olona, Marchirolo und Marzio. Zur Gemeinde gehört der Lago di Ghirla.

GeschichteBearbeiten

Die ersten Siedlungen in der Gegend stammen aus der Römerzeit. Im Mittelalter war Ganna eine Fehde der Abtei San Gemolo. 1556 ordnete Der Heilige Stuhl die Aufhebung der Abtei an, deren Eigentum und Rechte an das Ospedale Maggiore in Mailand übertragen wurden, von dem die Valganna für die folgenden Jahrhunderte abhängig war.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1751 1805 1853 1871 1881 1901 1921 1951 1971 1991 2001 2011 2017 2018
Einwohner 498 716 1216 1075 1075 1081 1078 1278 1382 1483 1462 1584 1598 1623

SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Gannasee
  • Die Abtei San Gemolo im Ortsteil Ganna ist ein ehemaliges Benediktinerkloster, das von 1095 bis 1556 bestand. Die Kirche wurde erstmals erwähnt im 12. Jahrhundert. Sie verfügt über Fresken (13.– 14. Jahrhundert); der Glockenturm ist romanisch (1150–1175), das fünfeckige Klösterlein wurde in der Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut. Hier befindet sich ein kleines Museum mit Gemälden und Gipsarbeiten von Odoardo Tabacchi und Giuseppe Grandi. Die Kirche bewahrt eine neoklassische Orgel. Die letzte Restaurierung fand im Jahr 1985 statt.
  • Das Oratorium San Gemolo wurde erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt und ist mit Fresken der Schule von Pier Francesco Mazzucchelli, genannt Morazzone, verziert.
  • Die Kirche Santa Croce wurde im Jahr 1689 erbaut und bewahrt Fresken des Malers Antonio Busca.
  • Die voralpinen Seen: Der Lago di Ganna ist weitgehend naturbelassen, der Lago di Ghirla dagegen touristisch erschlossen.
  • Höhle von Ganna.
  • In der Fraktion Ghirla, im 18. Jahrhundert, wurde eine Ramme gebaut, die im Laufe der Jahrhunderte für die Eisenverarbeitung genutzt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude allmählich aufgegeben und wurde dann zu Beginn des 21. Jahrhunderts restauriert.
  • Künstlerdorf Boarezzo.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Sant’Imerio di Bosto und San Gemolo (* um 970 nach Christus), Pilger und Märtyrer im Valganna[2]
  • Giovanni Battista de’ Grandi (* um 1638 in Ganna; † 1718 ebenda), Maler, Architekt?[3]
  • Girolamo de’ Grandi (* um 1638 in Ganna; † 1718 ebenda), Maler[3]
  • Giuseppe Grandi (* 17. Oktober 1843 in Ganna;30. November 1894 ebenda), Bildhauer, Schüler des Vincenzo Vela[4]
  • Odoardo Tabacchi (* 19. Dezember 1831 in Ganna; † 23. März 1905 in Mailand), Bildhauer

LiteraturBearbeiten

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 212.
  • Lombardia. Touring club italiano, Touring Editore, 1999, ISBN 88-365-1325-5 (italienisch, books.google.ch).

WeblinksBearbeiten

Commons: Valganna – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2019.
  2. Imerio di Bosto, Sant’ auf santiebeati.it (italienisch).
  3. a b Grandi, Giovanni Battista de’ und Girolamo. In: Ulrich Thieme, Fred. C. Willis (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 14: Giddens–Gress. E. A. Seemann, Leipzig 1921, S. 508 (Textarchiv – Internet Archive).
  4. Grandi, Giuseppe. In: Ulrich Thieme, Fred. C. Willis (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 14: Giddens–Gress. E. A. Seemann, Leipzig 1921, S. 509 (Textarchiv – Internet Archive).