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Castelveccana ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Varese in der Region Lombardei.

Castelveccana
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Castelveccana (Italien)
Castelveccana
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Varese (VA)
Lokale Bezeichnung Castèllvecàna
Koordinaten 45° 57′ N, 8° 40′ OKoordinaten: 45° 57′ 0″ N, 8° 40′ 0″ O
Höhe 257 m s.l.m.
Fläche 20 km²
Einwohner 1.993 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 100 Einw./km²
Stadtviertel Ronchiano, Caldè, Saltirana, Castello, Bissaga, Orile, Nasca, Rasate, Pessina, San Pietro, Sarigo, Veccana
Angrenzende Gemeinden Brenta, Casalzuigno, Cittiglio, Ghiffa (VB), Laveno-Mombello, Oggebbio (VB), Porto Valtravaglia
Postleitzahl 21010
Vorwahl 0332
ISTAT-Nummer 012045
Volksbezeichnung castelveccanesi
Schutzpatron Simon Petrus und Paulus von Tarsus (29. Juni)
Website Castelveccana
Gemeinde Castelveccana in der Provinz Varese
Der Rocca di Caldè bei Caldè
Castelveccana in der Nacht

GeographieBearbeiten

Castelvecanna liegt am Ostufer des Lago Maggiore an den nördlichen und westlichen Abhängen des 1235 m s.l.m. hohen Monte Nudo und bedeckt eine Fläche von 20 km². Nur wenig nördlicher am Seeufer liegt die Gemeinde Porto Valtravaglia, etwas südlicher am Seeufer die Gemeinde Laveno-Mombello. Der Ortsteil Caldè liegt dabei direkt am Seeufer auf der Schwemmebene des Flüsschens Froda (auch Caldè genannt) und des Rio dell'Asino (dt. Eselsbach). Das steile Seeufer gegen Laveno-Mombello ist nur vereinzelt besiedelt, das im Norden an der Gemeindegrenze zu Porto Valtravaglia wird vom Felsen Rocca di Caldè abgeschottet, der sich dem Ufer entlang zieht. Das hügelige Hinterland ist größtenteils bewaldet.

Castelvecanna wird in insgesamt 11 Fraktionen (italienisch frazioni) untergliedert: Ronchiano, Caldè, Saltirana, Castello, Bissaga, Orile, Nasca, Rasate, Pessina, San Pietro, Sarigo und Veccana. Die Nachbargemeinden sind: Brenta, Casalzuigno, Cittiglio, Ghiffa (VB), Laveno-Mombello, Oggebbio (VB) und Porto Valtravaglia.

GeschichteBearbeiten

Castelveccana, das bis 1863 noch Castello hieß, wurde nach einer Burg benannt, die im Jahr 963 durch das Eingreifen von Otto I. in Italien und trotz hartnäckiger Verteidigung seitens Berengar II. zerstört wurde. Unter der Herrschaft der Visconti, Rusca und Borromeo wurde die Burg wieder aufgebaut, ehe sie im Jahr 1513 von den Eidgenossen während der Mailänderkriege endgültig zerstört wurde. Heute finden sich von der Burg fast keine Überreste mehr.

Castelveccana entstand im Jahr 1928 durch den Zusammenschluss der heutigen Fraktion Veccana mit der Gemeinde Castello Valtravaglia.[2]

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1751 1805 1853 1861 1881 1901 1921 1951 1971 1991 2001 2011 2016 2017 2018
Einwohner 454 568 742 1745 1843 1643 1766 1937 1925 1839 1963 2000 2006 1996 1993

VerkehrBearbeiten

Die Hauptverkehrsachse der Gemeinde bildet die SP69, die dem Lago Maggiore entlang führt. Sie verbindet Castelveccana mit Luino im Norden und Sesto Calende im Süden, wo ein Anschluss zur Autostrada A8/A26 besteht. Ins Hinterland führt die SP7, die Castelveccana mit Casalzuigno oder via SP8 mit Cittiglio verbindet.

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Pfarrkirche Santi Pietro e Paolo
  • Oratorium Sant’Antonio (11.–12. Jahrhundert)[3]
  • Oratorium Santa Veronica (13. Jahrhundert) im Ortsteil Caldé
  • Kirche von San Giorgio im Ortsteil Sarigo
  • Schlossruine Caldé (11. Jahrhundert)[4]

LiteraturBearbeiten

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 224.
  • Lombardia – Touring club italiano, Touring Editore (1999), ISBN 88-365-1325-5, Castelveccana Online auf italienisch

WeblinksBearbeiten

  Commons: Castelveccana – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.
  2. Geschichte von Castelveccana auf der offiziellen Website der Gemeinde Castelveccana
  3. Oratorium Sant’Antonio (Foto) (italienisch) auf lombardiabeniculturali.it, abgerufen 30. Juli 2015.
  4. Sehenswürdigkeiten in Castelveccana