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Gorla Maggiore ist eine italienische Gemeinde (comune) in der Provinz Varese in der Region Lombardei.

Gorla Maggiore
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Gorla Maggiore (Italien)
Gorla Maggiore
Staat Italien
Region Lombardei
Provinz Varese (VA)
Lokale Bezeichnung Gòrla
Koordinaten 45° 40′ N, 8° 54′ OKoordinaten: 45° 40′ 10″ N, 8° 53′ 40″ O
Höhe 254 m s.l.m.
Fläche 5 km²
Einwohner 4.984 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 997 Einw./km²
Angrenzende Gemeinden Carbonate (CO), Fagnano Olona, Gorla Minore, Locate Varesino (CO), Mozzate (CO), Solbiate Olona
Postleitzahl 21050
Vorwahl 0331
ISTAT-Nummer 012078
Volksbezeichnung gorlesi
Schutzpatron Mariä Aufnahme in den Himmel (15. August)
Website Gorla Maggiore
Gemeinde Gorla maggiore in der Provinz Varese
Oratorium Santi Vitale e Valeria

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde bedeckt eine Fläche von 5 km² und ist 10 km von der Stadt Busto Arsizio entfernt und liegt am Flussufer Olona.. Die Nachbargemeinden sind Carbonate (CO), Fagnano Olona, Gorla Minore, Locate Varesino (CO), Mozzate (CO) und Solbiate Olona.

GeschichteBearbeiten

In der Römerzeit befand sich Gorla im Grenzgebiet zwischen dem Municipio von Comum (heute Como) und Mediolanum (Mailand), von denen man Landgrenzen findet, die nach Süden hin abfallen, sowie ein ausgedehntes Waldgebiet, an dem man die Stadtgrenze lehnen kann, deren Baumreste bis ins 19. Jahrhundert gut sichtbar waren. Das Dorf war bereits zwischen 1. und 2. Jahrhundert nach Christus sehr bewohnt, was durch den Fund einer Münze von Traiano des Jahres 103 belegt wird. Eine neue Wiederaufnahme der Siedlung könnte mit dem Aufkommen von Diokletian hypothetisch sein im 3. Jahrhundert, als Mailand die Hauptstadt des Weströmischen Reiches wurde und alle umliegenden Gebiete die Zuweisung neuer Siedler und Soldaten sahen.

Nach der Eroberung der Langobarden in Mailand im Jahre 569 kam es zu einer Umverteilung des Territoriums, die auch das Seprio betraf, zu dem Gorla gehörte. Es war die Institution der Arimannie, des Patrimonialvermögens der Krone, das dem Fahrpreis (Kriegergruppen) im Austausch für einen Wachdienst in Nießbrauch gegeben wurde.

Mit der Eroberung des Seprios durch die Familie Visconti und der damit verbundenen Gründung des Herzogtums Mailand (1395) erscheint ein von Galeazzo Visconti ausgearbeiteter Vorstoß vom 17. August 1536, der eine Vereinbarung zwischen dem Grafen Vitaliano Visconti-Borromeo und mehreren Männern der gorlesischen Gemeinschaft über die Zahlung einer Volkszählung am Martinstag durch diesen schuf.

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1751 1805 1853 1881 1901 1921 1951 1971 1991 2001 2011 2016 2017 2018
Einwohner 660 626 1258 1601 1792 2150 2682 3424 4598 4836 5081 4983 4982 4984

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Pfarrkirche Santa Maria Assunta in ihrem heutigen Zustand stammt aus dem Jahr 1850. Nur der romanische Glockenturm (mit Ausnahme des Glockenturms) ist von dem geblieben, was er vorher war.
  • Oratorium Santi Vitale e Valeria: im Jahr 1580 zeigt ein Grundriss die Form der Kirche in ihrer ersten Phase. Insgesamt wurde die Kirche in den Jahren 1580, 1619 und 1900 mehrfach erweitert und verändert, was die Form widerspiegelt, in der sie sich heute befindet.
  • Kirche San Carlo. Nach der Pest von 1630 die Leichen im Keller der Kirche begraben wurden, obwohl es keine urkundlichen Beweise dafür gibt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Keller während der Cholera-Epidemie, die 1854 ausbrach und 101 Tote forderte (ein Zehntel der damaligen Bevölkerung), als Lasarett genutzt wurde. Dies wurde 1927 bestätigt, als Ausgrabungen zur Reinigung des Kellers durchgeführt wurden, um die aus ihnen kommenden kontinuierlichen Miasmen zu beseitigen. Dabei wurden verschiedene Skelette gefunden, einige von ihnen in seltsamen Positionen, was darauf hindeutet, dass von einer schweren Krankheit betroffene Elemente im Extremfall isoliert wurden.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gorla Maggiore – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Gorla Maggiore (italienisch) auf lombardiabeniculturali.it, abgerufen 22. Dezember 2015.
  • Gorla Maggiore (italienisch) auf comuni-italiani.it
  • Gorla Maggiore (italienisch) auf lombardia.indettaglio.it/ita/comuni/va

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.