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Primož Roglič

slowenischer Radrennfahrer
Primož Roglič Straßenradsport
Primož Roglič im September 2019
Primož Roglič im September 2019
Zur Person
Geburtsdatum 29. Oktober 1989 (30 Jahre)
Nation SlowenienSlowenien Slowenien
Disziplin Straße
Fahrertyp Rundfahrer
Körpergröße 177 cm
Renngewicht 65 kg
Zum Team
Aktuelles Team Team Jumbo-Visma
Funktion Fahrer
Team(s)
2013–2015
2016–2018
2019
Adria Mobil
Team Lotto NL-Jumbo
Team Jumbo-Visma
Wichtigste Erfolge
UCI-Straßen-Weltmeisterschaften
Silber – Einzelzeitfahren 2017
Grand Tours
Jersey red.svg Gesamtwertung Vuelta a España 2019
drei Etappen Giro d’Italia
zwei Etappen Tour de France
eine Etappe Vuelta a España
UCI WorldTour
Gesamtwertung Tour de Romandie 2018, 2019
Gesamtwertung Baskenland-Rundfahrt 2018
Gesamtwertung Tirreno–Adriatico 2019
Letzte Aktualisierung: 15. September 2019
Primož Roglič Skispringen
Nation SlowenienSlowenien Slowenien
Geburtstag 29. Oktober 1989
Geburtsort ZagorjeJugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien
Karriere
Verein SK Zagorje
Nationalkader seit 2003
Pers. Bestweite 183 m (Oberstdorf 2011)
Status zurückgetreten
Karriereende 2011
Medaillenspiegel
JWM-Medaillen 1 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Nationale Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
FIS Skisprung-Junioren-WM
0Silber0 2006 Kranj Team
0Gold0 2007 Tarvisio Team
Slowenische MeisterschaftenVorlage:Medaillen_Wintersport/Wartung/unerkannt
0Silber0 2009 Kranj Team
Skisprung-Grand-Prix
 Debüt im Grand Prix 02. September 2006
 Gesamtwertung Grand Prix 60. (2006)
Skisprung-Continental-Cup (COC)
 Debüt im COC 04. Juli 2003
 COC-Siege (Einzel) 02  (Details)
 Gesamtwertung COC 18. (2005/06)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzelspringen 2 1 2
letzte Änderung: 1. Juli 2017

Primož Roglič (* 29. Oktober 1989 in Zagorje) ist ein slowenischer Radrennfahrer und ehemaliger Skispringer. Sein bislang größter Erfolg war der Gesamtsieg bei der Vuelta a España 2019.

WerdegangBearbeiten

Skispringen (2003–2011)Bearbeiten

Roglič, der bereits mit acht Jahren mit dem Skispringen begann, gab sein internationales Debüt 2003 bei FIS-Springen. Ab Juli 2003 startete er im Skisprung-Continental-Cup. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2006 in Kranj gewann er Silber mit dem Team, ein Jahr später bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Tarvisio Gold. In der Continental-Cup-Saison 2006/07 konnte er erstmals in der Gesamtwertung mit dem 8. Platz eine Platzierung unter den besten zehn erreichen. Zuvor hatte er bereits mehrere Continental-Cup-Springen gewinnen können. Da anschließend seine Leistungen stark nachließen, verpasste er den Sprung in den A-Nationalkader und damit in den Skisprung-Weltcup. Bei den Slowenischen Meisterschaften im Skispringen 2009 in Kranj gewann er mit der Mannschaft die Silbermedaille.

Radsportkarriere (ab 2013)Bearbeiten

Nach einem schweren Sturz im Jahr 2011 beendete Roglič seine Karriere als Skispringer und wechselte zum Straßenradsport.[1] Ab 2013 fuhr Roglič für das slowenische Radsportteam Adria Mobil, für das er in der folgenden Saison das Eintagesrennen Kroatien-Slowenien gewann. 2015 konnte er die Gesamtwertung der Slowenien-Rundfahrt und der Tour d’Azerbaïdjan für sich entschieden.

Nach einer erfolgreichen Saison wechselte Roglič 2016 zum niederländischen Team Lotto NL-Jumbo, einem UCI WorldTeam. In seinem ersten Jahr auf WorldTour-Ebene zeigte er sein Talent: Beim Giro d'Italia 2016 überraschte er durch seinen zweiten Platz im Auftaktzeitfahren in Apeldoorn, nur eine Hundertstel Sekunde hinter Sieger Tom Dumoulin. Später gewann er auf der 9. Etappe, das rund 40 Kilometer lange Zeitfahren in Chianti. Des Weiteren wurde Roglič slowenischer Zeitfahrmeister und wurde Zehnter im Zeitfahren bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro.

2017 gewann er die Algarve-Rundfahrt und entschied bei der Baskenland-Rundfahrt zwei Etappen für sich. Außerdem gewann er das Zeitfahren bei der Tour de Romandie und wurde Dritter in der Gesamtwertung.

Bei der Tour de France 2017 gewann er die 17. Etappe, nachdem er sich am Col du Galibier rund 35 Kilometer vor dem Ziel aus einer Ausreißergruppe hatte absetzen können[2] und wurde damit der erste Slowene, der eine Tour-de-France-Etappe gewann. Zum Ende der Saison gewann er bei den Weltmeisterschaften in Bergen die Silbermedaille im Zeitfahren.

 
Primož Roglič (l.) auf der 19. Etappe der Tour de France 2018

2018 fuhr Roglič einige Erfolge bei Etappenrennen ein: Er gewann die Gesamtwertung der Baskenland-Rundfahrt, der Tour de Romandie und der Slowenien-Rundfahrt. Zudem gewann er bei der Tour de France 2018 die 19. Etappe, nachdem er in einer Abfahrt attackierte und somit in den 3. Rang in der Gesamtwertung vorrückte, 13 Sekunden vor Chris Froome und mit 19 Sekunden Rückstand auf Tom Dumoulin der 2. Rang in Reichweite. Im Zeitfahren auf der 20. Etappe verlor Roglič jedoch seinen Podiumsplatz wieder an Froome und beendete die Tour schließlich als Vierter in der Gesamtwertung.

Im März 2019 gewann er das Rennen Tirreno–Adriatico und im Mai 2019 zum zweiten Mal die Tour de Romandie, wobei er auch drei der fünf Etappen für sich entscheiden konnte.

Erfolge als SkispringerBearbeiten

Siege im Winter-Continentalcup

Nr. Datum Ort Typ
1. 7. Januar 2006 Slowenien  Planica Normalschanze
2. 10. Februar 2007 Vereinigte Staaten  Westby Großschanze

Statistik als RadrennfahrerBearbeiten

ErfolgeBearbeiten

2014

2015

2016

2017

2018

2019

Grand-Tour-PlatzierungenBearbeiten

Grand Tour 2016 2017 2018 2019
  Giro d’Italia 58 3
  Tour de France 38 4
  Vuelta a España 1

WeblinksBearbeiten

  Commons: Primož Roglič – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Daniel Brickwedde: Roglic: Auf dem zweiten Bildungsweg zu einem Großen? In: radsport-news.com. 23. April 2015, abgerufen am 16. September 2019.
  2. Roglic fliegt zum größten Sieg seiner Karriere. In: radsport-news.com. 19. Juli 2017, archiviert vom Original am 21. Juli 2017; abgerufen am 16. September 2019.