Dirk De Wolf

belgischer Radsportler

Dirk De Wolf (* 16. Januar 1961 in Aalst, Belgien) ist ein ehemaliger belgischer Radsportler und Teammanager.

Dirk De Wolf Straßenradsport
Dirk De Wolf 2010
Dirk De Wolf 2010
Zur Person
Geburtsdatum 16. Januar 1961
Nation BelgienBelgien Belgien
Disziplin Straße
Karriereende 1994
Internationale Team(s)
1983
1984
1985–1989
1990
1991
1992
1993
1994
Boule d’Or
Kwantum Hallen-Yoko
Hitachi
PDM-Concorde
Tonton Tapis–GB
Gatorade–Chateaux d’Ax
Gatorade-Bianchi
Novemail-Histor-Laser Computer
Wichtigste Erfolge

Lüttich-Bastogne-Lüttich 1992
Silber Straßen-Weltmeisterschaft 1990

Letzte Aktualisierung: 7. April 2021

Sportliche LaufbahnBearbeiten

De Wolf bestritt als Straßenrennfahrer bis 1982 Rennen als Amateur. In seiner letzten Amateursaison 1982 hatte er seine größten Erfolge, zum Beispiel mit dem Siegen bei den Troyes–Dijon und Seraing–Aachen–Seraing, sowie mit dem Gewinn des britischen Etappenrennens Sealink Race. Außerdem erreichte er Platz acht beim Amateureinzelrennen der Straßenweltmeisterschaft.

1983 schloss De Wolf einen Profivertrag beim belgischen Radsportteam Boule d’Or-Colnago ab. Sein erstes Paris–Roubaix beendete er auf Platz 28. Seinen ersten Profisieg feierte De Wolf im selben Jahr mit einem Etappensieg auf der 6. Etappe bei Paris-Nizza. 1984 wechselte er zum Team Kwantum Hallen-Yoko von Jan Raas. 1985 startete er für das Team Hitachi ohne nennenswerte Erfolge zu erzielen. Ein Jahr später errang De Wolf 1986 seinen bisher wichtigsten Erfolg mit dem Gewinn des französischen Etappenrennens Vier Tage von Dünkirchen. Im selben Jahr bestritt er auch seine erste Tour de France, die er mit Platz 64 abschloss. 1987 wurde er Dritter bei der Tour de Vendée. Neben seinem Sieg beendete er 1989 Paris-Roubaix und Druivenkoers als Zweiter, den Pfeil von Brabant und Tre Valli Varesine als Dritter, Gent-Wevelgem als Sechster und die Flandern-Rundfahrt als Achter. 1990 wechselte er zum Team PDM-Concorde. Hier wurde er neben seinen Siegen Dritter bei Omloop Mandel-Leie-Schelde Meulebeke, Neunter bei den Wincanton Classic, 15. bei der Meisterschaft von Zürich und 25. bei der Clásica San Sebastián. Im japanischen Utsunomiya bei den Straßen-Weltmeisterschaften wurde er hinter seinem belgischem Teamkollegen Rudy Dhaenens Zweiter vor Gianni Bugno. 1991 wechselte er zum Team Tonton Tapis–GB und hier belegte er neben Platz 2 bei Pfeil von Brabant, Platz 3 beim Amstel Gold Race, Platz 7 bei den Straßen-Weltmeisterschaften und Platz 10 bei Lüttich–Bastogne–Lüttich und bei der Meisterschaft von Zürich. 1992 wechselte De Wolf zum Team von Gianni Bugno zu Gatorade-Bianchi. Hier feierte De Wolf seinen größten Erfolg mit dem Sieg bei Lüttich–Bastogne–Lüttich. Außerdem wurde er Dritter bei Omloop Vlaamse Scheldeboorden und Druivenkoers Overijse. 1993 konnte er kein nennenswerte Erfolge erzielen. 1994 wechselte er zum französischen Team Novemail-Histor-Laser Computer und konnte hier nochmals Zweiter beim Scheldeprijs und Siebter bei den Belgischen Meisterschaften im Straßenrennen werden. Am Ende der Saison 1994 beendete De Wolf seine Laufbahn als Berufsfahrer.

Von 2009 bis 2012 war De Wolf beim belgischen Radsportteam Omega Pharma-Lotto als Sportdirektor angestellt.[1]

ErfolgeBearbeiten

1983

1986

1989

1990

1991

1992

Monumente-des-Radsports-PlatzierungenBearbeiten

Monument1983198419861988198919901991199219931994
Mailand–Sanremo141135
Flandern-Rundfahrt31528111044
Paris–Roubaix28203825827202034
Lüttich–Bastogne–Lüttich39101

Grand-Tour-PlatzierungenBearbeiten

Legende: DNF: did not finish, aufgegeben oder wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen.

Straßenradsport-Weltmeisterschafts-PlatzierungenBearbeiten

Legende: DNF: did not finish, aufgegeben oder wegen Zeitüberschreitung nicht klassifiziert.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. De Wolf Dirk. In: memoire-du-cyclisme.eu. Abgerufen am 8. April 2021 (französisch).
  2. Championnats du Monde 1986 - Colorado Springs (Etats Unis). les-sports.info. Archiviert vom Original am 22. August 2011.
  3. Road Cycling: World Championships: Men: Road Race for Amateurs. Sports 123. Archiviert vom Original am 14. August 2004. Abgerufen am 21. Oktober 2013.