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Jakob Fuglsang

dänischer Radrennfahrer
Jakob Fuglsang Straßenradsport
Jakob Fuglsang (2017)
Jakob Fuglsang (2017)
Zur Person
Geburtsdatum 22. März 1985
Nation DanemarkDänemark Dänemark
Disziplin Straße
Zum Team
Aktuelles Team Astana
Funktion Fahrer
Team(s)
2006–2008
2009–2010
2011–2012
2013-
Designa Køkken
Team Saxo Bank
RadioShack-Nissan
Astana Pro Team
Wichtigste Erfolge

Lüttich–Bastogne–Lüttich 2019
Gesamtwertung Critérium du Dauphiné 2017, 2019
Silber Olympische Spiele – Straßenrennen 2016

Letzte Aktualisierung: 24. Juli 2019

Jakob Fuglsang (* 22. März 1985 in Genf) ist ein dänischer Radrennfahrer.

WerdegangBearbeiten

Jakob Fuglsang widmete sich zum Beginn seiner Karriere zunächst dem Mountainbikerennen. Bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften 2005 in Rotorua wurde er Fünfter beim Cross Country-Rennen der U23-Klasse. Diesen Wettbewerb konnte er bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften 2007 in Fort William gewinnen. Außerdem wurde er 2006 dänischer Meister im Cross Country und 2008 im Mountainbike-Marathon.

Nachdem Fuglsang auf der Straße Ende 2008 als Stagiaire für das Team CSC-Saxo Bank gefahren war, für das er 2008 die Rundfahrt seines Heimatlandes gewonnen hatte, konzentrierte er sich ab dem Jahr 2009 ganz auf den Straßenradsport. Er blieb von 2009 bis zum Ablauf der Saison 2010 reguläres Mitglied dieses UCI ProTeams, bevor er 2011 zum RadioShack-Nissan wechselte. 2009 und 2010 gewann er weitere Male die Dänemark-Rundfahrt.

Fuglsang gewann die Gesamtwertung der Luxemburg-Rundfahrt 2012 und wurde anschließend Gesamtdritter der Tour de Suisse. Anschließend wurde er dänischer Zeitfahrmeister. Er wurde trotz dieser Resultate von seinem Team nicht für die Tour de France 2012 nominiert[1] und bestritt stattdessen die Österreich-Rundfahrt, bei der er die Gesamtwertung und eine Etappe gewann.

2013 wechselte Fuglsang zum Astana Pro Team und wurde in seinem ersten Jahr dort Gesamtsiebter der Tour de France 2013. Bei den Olympischen Spielen 2016 gewann er die Silbermedaille im Straßenrennen und wurde dabei im Sprint einer dreiköpfigen Spitzengruppe von Greg Van Avermaet geschlagen.

Im Jahr 2017 gewann Fuglsang die Gesamtwertung des Critérium du Dauphiné, außerdem gewann er zwei Etappen bei dieser Rundfahrt. Die Tour de France 2017 musste Fuglsang verletzungsbedingt nach der 13. Etappe aufgeben. Während der 11. Etappe der Tour hatte er sich bei einem Sturz zwei Brüche im linken Arm zugezogen.[2]

In der Saison 2019 war Fuglsang bei den Frühjahrsklassikern erfolgreich: Er wurde Dritter beim Amstel Gold Race, nachdem er mit seinem Fluchtbegleiter Julian Alaphilippe wegen Uneinigkeit kurz vor dem Ziel eingeholt worden war. Alaphilippe schlug ihn dann im Sprint am Zielhang des anschließenden Fleche Wallone. Schließlich siegte er bei Lüttich–Bastogne–Lüttich nach einer Alleinfahrt auf den letzten Kilometern.[3] Nachdem er auch die Gesamtwertung des Critérium du Dauphiné gewann, galt er als einer der Favoriten für die Tour de France 2019, musste die Rundfahrt jedoch auf der 16. Etappe nach einem sturz mit schweren Prellungen aufgeben.[4]

ErfolgeBearbeiten

2002
  •   Dänischer Meister – Cross Country (Junioren)
2003
  •   Dänischer Meister – Cross Country (Junioren)
2006
  •   Dänischer Meister – Cross Country
2007
  •   Weltmeister – Cross Country (U23)
  •   Dänischer Meister – Mountainbike-Marathon
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2016
2017
2018
2019

Wichtige PlatzierungenBearbeiten

 
Jakob Fuglsang bei Paris-Nizza im Jahr 2017
Monumente des Radsports
Monument des Radsports 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
Mailand–Sanremo - - - - - - - - - - -
Flandern-Rundfahrt - - - - - - - - - - -
Paris–Roubaix - - - - - - - - - - -
Lüttich–Bastogne–Lüttich 84 - 31 - 32 26 9 68 15 10 1
Lombardei-Rundfahrt 15 4 39 - - - - 20 - 20
Grand Tours
Grand Tour 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019
  Giro d’Italia 12
  Tour de France 50 50 7 36 23 52 DNF 12 DNF
  Vuelta a España 56 11 29 13

Teams (Straße)Bearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. radsport-news.com vom 19. Juni 2012: Fuglsang enttäuscht über Nicht-Berücksichtigung für die Tour
  2. Fuglsang bricht TDF ab, cyclingnews.com; Abgerufen am 15. Juli 2017 (englisch)
  3. Fugelsang trotzt Regen, Kälte und allen Gegnern. In: radsport-news.com. 28. April 2019, abgerufen am 28. April 2019.
  4. Fuglsang: Schwere Prellungen, aber keine Knochenbrüche. In: radsport-news.com. 24. Juli 2019, abgerufen am 24. Juli 2019.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Jakob Fuglsang – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien