Daniel Martin (Radsportler)

irischer Radrennfahrer
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Daniel Martin (* 20. August 1986 in Birmingham, Vereinigtes Königreich) ist ein irischer Radrennfahrer.

Daniel Martin Straßenradsport
Daniel Martin während der Tour de France 2017
Daniel Martin während der Tour de France 2017
Zur Person
Geburtsdatum 20. August 1986
Nation IrlandIrland Irland
Disziplin Straße
Fahrertyp Bergfahrer
Zum Team
Aktuelles Team Israel Start-Up Nation
Funktion Fahrer
Wichtigste Erfolge
Letzte Aktualisierung: 23. Oktober 2020

Daniel Martin ist der Sohn des ehemaligen britischen Radrennfahrers Neil Martin und der Neffe des Tour-de-France-Siegers Stephen Roche, dessen Sohn Nicolas ist daher sein Cousin. Martin wurde in England geboren, besitzt aber neben der britischen auch die irische Staatsbürgerschaft.[1] Er entschied sich bereits während seiner Zeit bei den Junioren für das Starten unter irischer Lizenz, nachdem er 2004 noch britischer Meister im Straßenrennen der Junioren geworden war.

Sportliche KarriereBearbeiten

Während seiner Zeit in der Altersklasse U23, die er für die französischen Mannschaft VC La Pomme Marseille bestritt, konnte Daniel Martin, der schon früh als großes Talent für das Bewältigen von Anstiegen galt[2], mit einigen sehr guten Resultaten auf sich aufmerksam machen: Er gewann 2006 einen Abschnitt beim Etappenrennen Giro della Valle d’Aosta und wurde Zweiter in der Gesamtwertung. Im Folgejahr konnte er dort abermals eine Etappe gewinnen und sich den vierten Rang in der Gesamtwertung sowie die Punktewertung sichern. Bei der Tour des Pays de Savoie 2007 gewann er ein Teilstück und konnte so auch die Gesamtwertung für sich entscheiden; außerdem wurde er zweimal Zweiter auf Etappen der Ronde de l’Isard, die er als Vierter in der Gesamtwertung beendete.

Ende der Saison 2007 fuhr er beim US-amerikanischen Professional Continental Team Slipstream als Stagiaire und unterschrieb seinen ersten Profivertrag für die Saison 2008 bei "Garmin-Chipotle presented by H3O". Es stellten sich die ersten Erfolge ein mit einem Etappensieg und dem Gewinn der Gesamtwertung des französischen Etappenrennens Route du Sud, dem Gewinn der irischen Meisterschaft im Straßenrennen sowie einem vierten Platz in der Gesamtwertung der Tour of Britain. Im Jahre 2009 gewann er die Nachwuchswertung der Mittelmeer-Rundfahrt und belegte in der Gesamtwertung am Ende Platz 3.

2013 gewann er die Gesamtwertung des UCI WorldTour-Etappenrennens Katalonien-Rundfahrt, den Frühjahrsklassiker Lüttich–Bastogne–Lüttich und die neunte Etappe der Tour de France von Saint-Girons nach Bagnères-de-Bigorre. Mit dem Herbstklassiker Il Lombardia gewann Martin 2014 sein zweites Monument des Radsports.

Bis einschließlich 2020 startete Daniel Martin insgesamt 16 Mal bei Grand Tours. Dabei platzierte er sich drei Mal unter den besten Zehn in der Gesamtwertung: Bei der Vuelta a España 2014 belegte er Platz sieben, bei der Tour de France 2016 Platz neun und bei der Tour de France 2017 Platz sechs und 2018 Platz acht.

Nach 883 sieglosen Tagen gewann Dan Martin die Bergankunft der 3. Etappe der Vuelta a España 2020 im Sprint einer kleinen Gruppe.[3]

ErfolgeBearbeiten

2004
  •   Britischer Meister – Straßenrennen (Junioren)
2006
2007
2008
  •   Irischer Meister – Straßenrennen (U23)
  •   Irischer Meister – Straßenrennen
  • Gesamtwertung Route du Sud
2009
2010
2011
2013
2014
2016
2017
2018
2020

Grand Tours-PlatzierungenBearbeiten

Grand Tour200920102011201220132014201520162017201820192020
  Giro d’Italia57DNF
  Tour de France3533399681841
  Vuelta a España5313DNF7DNFDNFIP
Legende: DNF: did not finish, aufgegeben oder wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen. IP: in progress, nimmt aktuell teil.

TeamsBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Daniel Martin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Dan Martin: The next big thing? In: autobus.cyclingnews.com. 31. Oktober 2008, abgerufen am 26. Mai 2018.
  2. Daniel Martin: Recycling the family name. In: autobus.cyclingnews.com. 25. Juni 2007, abgerufen am 26. Mai 2018.
  3. Daniel Martin kann es noch und holt sich Vuelta-Etappe. In: radsport-news.com. 22. Oktober 2020, abgerufen am 23. Oktober 2020.