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Radsport-LaufbahnBearbeiten

Hermann Buse war Profi-Radrennfahrer von 1928 bis 1936. 1930 wurde er als Fahrer des Teams von Dürkopp Gesamtsieger der Deutschlandrundfahrt, vor seinem Landsmann Kurt Stöpel. Im selben Jahr siegte er bei Lüttich–Bastogne–Lüttich; 1932 wurde er bei diesem Rennen nochmals Vierter. Buse ist damit bisher der einzige Deutsche, dem neben Dietrich Thurau (1979) ein Sieg bei diesem Klassiker gelang.

1932 gewann Buse beim Giro d’Italia die zweite Etappe von Vicenza nach Udine und war für fünf Tage Träger des Rosa Trikots und damit der erste Nicht-Italiener, der dieses 1931 eingeführte Führungstrikot trug; in der Gesamtwertung wurde er 16. Nach ihm konnte erst wieder Gregor Braun im Jahr 1981 als deutscher Starter das Rosa Trikot für einen Tag erobern. Viermal startete Buse bei der Tour de France; seine beste Platzierung errang er als 22. im Jahre 1931, bei den anderen Teilnahmen gab er frühzeitig auf.

Hermann Buse wurde noch im März zur Wehrmacht eingezogen. Er fiel als Soldat bei Straßenkämpfen in Berlin[1] im Zweiten Weltkrieg.[2]

PalmarèsBearbeiten

MannschaftenBearbeiten

  • 1929 Opel
  • 1930 Dürkopp
  • 1930–1931 Opel
  • 1931 Pullmann
  • 1932 Opel
  • 1932 Atala
  • 1933 Delangle
  • 1933 Olympia & Oscar Egg
  • 1934 Wanderer
  • 1934–1936 Oscar Egg
  • 1936 – Tendil
  • 1937 – Presto

BeruflichesBearbeiten

Nach Beendigung seiner Laufbahn siedelte er mit seiner Familie nach Schweinfurt über und fand eine Anstellung bei den Fichtel & Sachs-Werken.[1]

LiteraturBearbeiten

  • Kurt Graunke/Walter Lemke/Wolfgang Rupprecht: Giganten von einst bis heute. Die Geschichte der deutschen Profi-Straßenradrennfahrer. München 1993 ISBN 3980327302, div. Seiten
  • Velo Gotha. Brüssel 1984. S. 84

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Werner Ruttkus, Wolfgang Schoppe: Rundenkreisel & Berliner Luft. Eigenverlag Werner Ruttkus, Zossen 2011, S. 343.
  2. Hermann Buse auf memoire-du-cyclisme.eu

WeblinksBearbeiten