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Gilberto Simoni

italienischer Radrennfahrer
Gilberto Simoni Straßenradsport
Gilberto Simoni (2007)
Gilberto Simoni (2007)
Zur Person
Geburtsdatum 25. August 1971 (47 Jahre)
Nation ItalienItalien Italien
Disziplin Straßenradsport
Doping
2007 Dopingverdächtigungen
Wichtigste Erfolge
Straßenrennen

Gilberto Simoni (* 25. August 1971 in Palù di Giovo) ist ein ehemaliger italienischer Radrennfahrer.

Simoni gilt als einer der besten reinen Kletterer der beginnenden 2000er Jahre. Er konnte zweimal den Giro d’Italia gewinnen, fünf weitere Male belegte er Podiumsplätze und ist damit neben den Campionissimi Fausto Coppi und Gino Bartali einer der drei Fahrer, die sieben Mal den Giro unter den ersten drei abschlossen.

Inhaltsverzeichnis

WerdegangBearbeiten

Simoni wurde 1994 Profi beim Radsportteam Jolly Componibili-Cage.

Sieger Giro d’Italia 2001Bearbeiten

Nachdem er in den Jahren 1999 und 2000 den Giro d’Italia jeweils als Dritter beendete, konnte er die Austragung des Jahres 2001 mit einem Vorsprung von 7:31 Minuten auf Abraham Olano gewinnen.

Beim 2002 gewann Simoni die Bergankunft der 11. Etappe in Campitello Matese. Anschließend musste er jedoch nach Bekanntwerden einer wegen Kokain positiven Dopingprobe im vorausgegangenen April das Rennen auf Druck der Organisatoren und anderer Teams verlassen.[1] Er verteidige sich mit der Behauptung, der Befund habe sich aufgrund von Bonbons ergeben, die ihm seine Tante aus Peru mitgebracht habe.[2] Simoni wurde vom italienischen Radsportverband freigesprochen, nachdem die Polizei in den Süßigkeiten Kokain fand.[3]

Sieger Giro d’Italia 2003Bearbeiten

Simoni gewann den Giro d’Italia 2003 überlegen mit 7:06 Minuten Vorsprung auf Stefano Garzelli, drei Etappen und die Punktewertung. Bei der anschließenden Tour de France 2003 belegte er jedoch nur Rang 84.

Seine Gesamtsiege beim Giro konnte er zwar in den Folgejahren nicht wiederholen, aber sich mehrere Jahre in Folge in den ersten Rängen der Gesamtwertung platzieren: 2004 wurde er Dritter hinter seinem Teamkollegen Damiano Cunego, zu dem eine große Rivalität bestand.[4] Den Giro d’Italia 2005 verlor er mit nur 28 Sekunden Rückstand auf Paolo Savoldelli. Er wurde Dritter des Giro d’Italia 2006, der von Ivan Basso, dem er vorwarf eine Absprache auf der Etappe nach Aprica nicht eingehalten zu haben,[5] gewonnen wurde.

 
Simoni beim ersten Zeitfahren des Giro d'Italia 2010 in Amsterdam

Mountainbikesport seit 2006Bearbeiten

Seit Herbst 2006 fuhr Gilberto Simoni neben dem Straßenradsport auch Mountainbikerennen und gewann die italienische Meisterschaft Mountainbike-Marathon.

Dopingverdächtigungen 2007Bearbeiten

Den Giro d’Italia 2007 beendete Simoni als Vierter. Dabei gewann er die Bergankunft auf dem Monte Zoncolan, einem der schwierigsten Anstiege Europas. Allerdings erweckte das Ergebnis der nach dieser Etappe genommene Dopingprobe Simonis ebenso wie die Proben anderer Fahrer weiteren Verdacht, da diese abnormal niedrige Hormonwerte aufwies, was ein Indiz für die Nutzung Doping maskierender Präparate darstellen kann.[6]

Bei den Mountainbike-Marathon-Weltmeisterschaften 2008 im italienischen Villabassa/Val di Sole belegte er mit einem Rückstand von 17:44 Minuten auf den Sieger Roel Paulissen Platz 12.

Nach dem Giro d’Italia 2010, bei dem er 69. mit 2:40:14 h Rückstand auf Gewinner Ivan Basso wurde, beendete er seine aktive Laufbahn.

Sportliche ErfolgeBearbeiten

1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2009

Platzierungen bei den Grand ToursBearbeiten

Grand Tour 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
  Giro d’Italia DNF DNF DNF 58 3 3 1 DNF 1 3 2 3 4 10 24 69
  Tour de France - - 116 - - - - - 84 17 - 60 - - - -
  Vuelta a España - - - 19 - 29 36 10 - - 50 - - - - -

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Gilberto Simoni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien