Nacer Bouhanni

französischer Straßenradrennfahrer
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Nacer Bouhanni (* 25. Juli 1990 in Épinal) ist ein französischer Radrennfahrer.

Nacer Bouhanni Straßenradsport
Nacer Bouhanni (2015)
Nacer Bouhanni (2015)
Zur Person
Geburtsdatum 25. Juli 1990
Nation FrankreichFrankreich Frankreich
Disziplin Straße
Fahrertyp Sprinter
Zum Team
Aktuelles Team Arkéa-Samsic
Funktion Fahrer
Internationale Team(s)
2011–2014
2015–2019
2020–
FDJ
Cofidis
Team Arkéa-Samsic
Letzte Aktualisierung: 12. Februar 2021

KarriereBearbeiten

Nachdem Bouhanni in der Saison 2010 die zweite Etappe der Tour de Gironde gewann und bei der U23-Europameisterschaft Vierter im Straßenrennen wurde fuhr er zum Saisonende für das französische ProTeam FDJ als Stagiaire, bei dem er 2011 einen Profivertrag erhielt.

 
Nacer Bouhanni bei einem Cyclo-Cross-Rennen 2014

In den folgenden Jahren gewann er zahlreiche Rennen im Sprint, darunter die französische Straßenmeisterschaft 2012 vor seinem Teamkollegen Arnaud Démare und den Halbklassiker Grand Prix de Fourmies 2013 vor André Greipel. Nachdem Bouhanni 2012 bei der Vuelta a España sowie 2013 beim Giro d’Italia und der Tour de France jeweils ohne Etappensiege blieb und die Rennen nicht beendete, gelang sein Durchbruch bei den „Grand Tours“ durch drei Etappensiege und dem Gewinn der Punktewertung beim Giro d’Italia 2014. Trotzdem wurde er von seinem Team nicht für die anschließende Tour de France aufgestellt, was mit seinem bevorstehenden Wechsel zur Cofidis-Mannschaft in Verbindung gebracht wurde.[1] Bei der darauffolgenden Vuelta a España gewann er zwei Etappen.

2015 gewann Bouhanni die Gesamtwertung in der Einzelwertung der UCI Europe Tour durch Siege unter anderem beim Circuit Cycliste Sarthe, beim Grand Prix de Denain, beim Circuito de Getxo und bei Halle–Ingooigem. Zudem ließ er zwei Etappensiege beim Critérium du Dauphiné, einem Rennen der UCI WorldTour, folgen.

2016 gewann er u. a. Etappensiege bei der Katalonien-Rundfahrt und bei Paris–Nizza. Zudem sicherte er sich den Gesamtsieg bei der Tour de Picardie und dazu die Punktewertung und zwei Etappen. Im Juni des Jahres verletzte sich Bouhanni im Zuge einer Schlägerei mit einem anderen – mutmaßlich betrunkenen – Hotelgast an der Hand. Die Wunde entzündete sich, so dass er bei der Tour de France 2016 nicht starten konnte.[2] Bei den EuroEyes Cyclassics 2016 in Hamburg überquerte er zwar als Erster die Ziellinie, wurde aber wegen einer Behinderung im Sprint gegen Caleb Ewan distanziert an das Ende der Gruppe mit der er in das Ziel kam.[3]

Rassistische AnfeindungenBearbeiten

Nach einer Rempelei mit dem britischen Rennfahrer Jake Stewart beim Grand Prix Cholet-Pays de la Loire kam es im April 2021 in sozialen Medien zu zahlreichen rassistischen Anfeindungen in Richtung Bouhanni. Er erklärte dazu, dass er seit Jahren mit rassistischen Äußerungen konfrontiert werde. Nun seien diese so massiv geworden, dass er Anzeige gegen die Verfasser erstatten werde. Stewart wiederum verurteilte diese rassistischen Äußerungen als „verächtlich“.[4]

ErfolgeBearbeiten

2010
2011
2012
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2020

Grand-Tour-PlatzierungenBearbeiten

Grand Tour20112012201320142015201620172018201920202021
  Giro d’ItaliaGiroDNF140
  Tour de FranceTourDNFDNF138DNF
  Vuelta a EspañaVueltaDNFDNFDNFDNF
Legende: DNF: did not finish, aufgegeben oder wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. radsport-news.com vom 23. Juni 2014: Bouhanni nicht zur Tour - vor Abschied bei FDJ.fr?
  2. Keine Tour-Teilnahme nach Rauferei. Neue Zürcher Zeitung, 29. Juni 2016, abgerufen am 29. Juni 2016.
  3. Nacer Bouhanni bezahlt für seinen schlechten Ruf. In: radsport-news.com. 22. August 2016, abgerufen am 11. Februar 2021.
  4. Bouhanni über Rassismus im Internet: «Ich habe genug davon». In: classic.rad-net.de. 7. April 2021, abgerufen am 7. April 2021.

WeblinksBearbeiten

Commons: Nacer Bouhanni – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien