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Christophe Moreau

französischer Radrennfahrer
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Christophe Moreau Straßenradsport
Christophe Moreau 2007
Christophe Moreau 2007
Zur Person
Geburtsdatum 12. April 1971
Nation FrankreichFrankreich Frankreich
Disziplin Straße
Fahrertyp Rundfahrer
Körpergröße 186 cm
Renngewicht 71 km
Karriereende 2010
Doping
1998–1999 Anabolika
Team(s)
1994
1995–2001
2003–2005
2006–2007
2008–2009
2010
Chazal-MBK (Stagiaire)
Festina
Crédit Agricole
Ag2r Prévoyance
Agritubel
Caisse d'Epargne
Wichtigste Erfolge

Gesamtwertung Criterium du Dauphiné Libére 2001, 2007

Christophe Moreau (* 12. April 1971 in Vervins, Département Aisne) ist ein ehemaliger französischer Radrennfahrer.

Sportliche KarriereBearbeiten

Bereits mit 17 Jahren wurde er französischer Amateurmeister in der Mannschaftsverfolgung.[1] Bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 1994 gewann er mit dem französischen Team die Silbermedaille im Mannschaftszeitfahren.

Seinen ersten Vertrag bei einem internationalen Radsportteam erhielt Moreau 1995 beimFestina. Ein Jahr später fuhr Moreau seine erste Tour de France als Helfer des Gesamtzweiten Richard Virenque und wurde Gesamt-75. Ein Jahr später schloss er die 1997 bereits als 19. des Gesamtklassements ab.

Im Juni 1998 wurde er erstmals positiv auf Anabolika getestet. Weil sein Teamchef glaubhaft machen konnte, der Fahrer habe nicht gewusst, was ihm verabreicht worden war, durfte Moreau erneut bei der Tour de France starten. Die Beteuerungen, dass Fahrer nur in Einzelfällen ohne deren Wissen gedopt wurden, stellten sich wenig später falsch heraus: Im Zuge des als Festina-Affäre bekannten Skandals wurde die Mannschaft nach der 7. Etappe von der Tour de France ausgeschlossen, nachdem systematisches Doping über Jahre hinweg nachgewiesen werden konnte. Der französische Radsportverband sperrte Moreau von Dezember 1998 bis April 1999.

Nach seiner Sperre gelang ihm ein erfolgreiches Comeback: Er nahm am Rennen Rund um den Henninger-Turm teil, erreichte bei weniger bedeutenden Rennen gute Platzierungen und wurde 27. bei der Tour de France. Ein Jahr später verpasste er mit einem vierten Platz um eine halbe Minute den Sprung aufs Siegerpodest der Tour de France; ausgerechnet zu Gunsten seines Teamkollegen Joseba Beloki. Nachdem er 2001 die Critériums du Dauphiné Libéré gewann, begann auch die Tour de France 2001 heißungsvoll für Moreau: Er gewann den Prolog und war damit erster Träger des Gelben Trikots. Nachdem er dann auf der ersten schweren Bergetappe nach Alpe d’Huez Vierter hinter Lance Armstrong, Jan Ullrich und Beloki wurde, musste Moreau auf der 12. Etappe verletzt aufgeben. Am Ende des Jahres 2001 zog sich das Festina-Team aus dem Radsport zurück, und Moreau wechselte zu Crédit Agricole. Der Start mit der neuen Mannschaft gestaltete sich nicht so gut wie erhofft, denn Moreau konnte auch die Tour de France 2002 nicht beenden: Nach mehreren Stürzen trat er zur 16. Etappe nicht mehr an.

Ein Jahr später gelang es ihm, die komplette Tour de France zu fahren und wurde Gesamtachter. Außerdem gewann er die Vier Tage von Dünkirchen. Im Jahr 2004 nahm er sowohl an der Tour de France als auch an den Olympischen Sommerspielen 2004 sowie zahlreichen nationalen Wettbewerben in seinem Heimatland teil. Unter anderem bei der regionalen Konkurrenz Tour du Languedoc-Roussillon war er der Schnellste.

Zur Saison 2006 wechselte Christophe Moreau zu der französischen UCI ProTeam ag2r Prévoyance. Dort wurde er 2007 Französischer Straßen-Radmeister und gewann die Critériums du Dauphiné Libéré mit 2 Etappensiegen und trotz eines schlechten Zeitfahrens. Nach zwei Jahren bei ag2r wechselte Moreau 2008 zum Team Agritubel. Da das Team nicht zur Critériums du Dauphiné Libéré eingeladen wurde, konnte er seinen Gesamtsieg nicht wiederholen. Bei der Tour de France gab er nach der 7. Etappe auf.

Ende der Saison 2010 beendete Christophe Moreau seine Karriere.

ErfolgeBearbeiten

1994
1995
1996
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2007

Tour de France-PlatzierungenBearbeiten

Grand Tour 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010
  Tour de France 75 19 DNF 27 4 DNF DNF 8 12 11 7 37 DNF 27 20

Legende: DNF: did not finish, Rundfahrt aufgegeben oder wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Deutscher Radsport-Verband der DDR (Hrsg.): Der Radsportler. Nr. 41/1988. Berlin, S. 8.