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Baskenland-Rundfahrt

Radsport-Veranstaltung
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Die Baskenland-Rundfahrt (span. Vuelta ciclista al País Vasco; bask. Euskal Herriko txirrindulari itzulia) ist ein Etappenrennen im spanischen Baskenland. Die jährlich im April ausgetragene Rundfahrt gehörte seit 2005 zur neu geschaffenen UCI ProTour und ab 2011 zur Nachfolgeserie UCI WorldTour, einer Serie der wichtigsten Radrennen des Jahres.

Die Baskenland-Rundfahrt wurde erstmals 1924 ausgetragen und findet seit 1952 regelmäßig statt. Das Profil des Rennens gilt als äußerst anspruchsvoll, da ein großer Teil der Strecke in den Bergen gefahren wird.

Rekordsieger des bis in die 1980er Jahre fast ausschließlich von Spaniern (bzw. Basken) dominierten Rennens ist José Antonio González mit vier Erfolgen in den 1970er Jahren. Mit Andreas Klöden (2000 und 2011) gewann bisher nur ein Deutscher die Rundfahrt.

Nicht zu verwechseln mit der Baskenland-Rundfahrt ist die Euskal Bizikleta, einer weiteren baskischen Rundfahrt, welche bis zum Jahr 2008 ausgetragen und nach zunehmenden finanziellen Problemen im Jahr 2009 mit der Baskenland-Rundfahrt fusioniert wurde.[1]

GeschichteBearbeiten

Die Gründung der Rundfahrt ging auf eine Initiative des damaligen Chefredakteurs der Zeitschrift „Excelsior“ – Jacinto Miquelarena – zurück, der auch Präsident des Radsportclubs Athletik Club Bilbao war. Er bildete ein Organisationskomitee, in das wichtige damalige Akteure aus Wirtschaft und Politik eingebunden waren und suchte den Kontakt zu Henri Desgrange und dessen Zeitung „L`Auto“. Hier fand er vor allem organisatorische Unterstützung und Desgranges stellte die Verbindung zu Automoto (einer der zur damaligen Zeit wichtigsten Radfirma mit eigenem Profi-Rennstall) her. Auf dieser Basis wurden für die erste Auflage des Rennens auch namhafte Fahrer aus Frankreich verpflichtet, so dass sich die erhoffte mediale Aufmerksamkeit einstellte.[2]

VorläuferBearbeiten

Das erste Etappenrennen im Baskenland fand 1909 unter dem Namen „Irun-Pamplona-Irun“ in der Organisation der beiden Radsportvereine Racing Club de Irun und Pamplona F.C. als gemeinsames Rennen für Berufsfahrer und Amateure statt und wurde vom Profi Jesus Cuesta aus Gijon gewonnen.[2]

Die erste Rundfahrt 1924Bearbeiten

Drei Monate vor dem Start hatten sich 67 Fahrer zur Teilnahme angemeldet, darunter sechs Franzosen und je ein Schweizer und ein Belgier. Am Start erschienen dann tatsächlich 38 Fahrer u. a. aus den französischen Mannschaften Automoto und Christophe. Das Gros der Starter waren Basken, aber auch einige Katalanen. Die Rundfahrt führte über drei Etappen von Bilbao über Pamplona, San Sebastian wieder nach Bilbao und wurde unter dem Namen Gran Premio Excelsior gestartet. Die Streckenlänge betrug 623 Kilometer. Neben der Gesamtwertung wurde eine weitere Wertung für die besten nationalen Fahrer geführt. Sieger der drei Etappen wurden die Franzosen Francis Pelissier (der spätere Gesamtsieger), Henri Pelissier und Simon Tequi. Die Rennorganisation hatte für den Sieger 2.000 Peseten, für den Besten der nationalen Wertung 1.000 Peseten ausgelobt. Ins Ziel in Bilbao kamen 29 Fahrer. Die gesonderte Wertung für den besten nationalen Fahrer gewann Teodoro Monteys aus dem Team Unio Sportivas de Sans, der in der Gesamtwertung den 7. Platz belegte.[2]

SiegerBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. radsport-news.com vom 6. Februar 2009: Euskal Bizikleta verschwindet aus dem Rennkalender
  2. a b c Javier Bodegas, Juan Dorronsoro: Historia Vuelta al Pais Vasco. Bilbao 1996, ISBN 978-84-605-4494-4, S. 11–19 (spanisch).