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Jametz ist eine französische Gemeinde mit 255 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Meuse in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Verdun und zum 1998 gegründeten Gemeindeverband Pays de Montmédy. Die Bewohner werden Jamessins genannt.

Jametz
Wappen von Jametz
Jametz (Frankreich)
Jametz
Region Grand Est
Département Meuse
Arrondissement Verdun
Kanton Montmédy
Gemeindeverband Pays de Montmédy
Koordinaten 49° 26′ N, 5° 23′ OKoordinaten: 49° 26′ N, 5° 23′ O
Höhe 187–281 m
Fläche 17,44 km2
Einwohner 255 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 15 Einw./km2
Postleitzahl 55600
INSEE-Code

Reste der 1673 zerstörten Burg

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Jametz liegt im südöstlichen Vorland der Ardennen am Mittellauf des Flusses Loison, etwa 45 Kilometer nördlich von Verdun und zehn Kilometer von der belgischen Grenze entfernt. Umgeben wird Jametz von den Nachbargemeinden Remoiville im Westen, Norden und Osten, Delut im Südosten, Vittarville im Süden sowie Bréhéville im Südwesten.

In Jametz kreuzen sich mehrere Fernstraßen. So bestehen Verbindungen nach Stenay, Montmédy, Longuyon, Étain und Verdun.

Unmittelbar nördlich von Jametz liegt der Flugplatz Marville-Montmédy (Base aérienne de Marville-Montmédy), der von 1953 bis 1967 von der Royal Canadian Air Force, bis 2002 teilweise von den Französischen Luftstreitkräften genutzt wurde.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2013
Einwohner 345 277 300 298 241 243 255 258

1831 wurden in Jametz noch 951 Bewohner gezählt.[1]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Überreste der 1673 zerstörten Burg aus dem 15. Jahrhundert (Mauern aus dem Jahr 1543)
  • Kapelle Notre-Dame-du-Mont auf dem Friedhof aus dem Jahr 1560
  • Kirche Saint-Pierre-es-Liens aus dem Jahr 1803
  • Kapelle Notre-Dame-de-la-Prairie aus dem Jahr 1913
  • Lavoir

WappenBearbeiten

Das Wappen zeigt auf silbernem Grund in Schwarz einen gemauerten Leuchtturm, der den großen Turm der 1673 untergegangenen Burg Jametz symbolisiert.[2]

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Jean Errard de Bar-le-Duc (1554–1610), französischer Mathematiker, Ingenieur und Festungsbaumeister: Nach seiner Ausbildung in Italien trat er 1580[3] in den Dienst des katholischen Herzogs von Bar und Lothringen, Charles III. Als dieser 1584 der Katholischen Liga beitrat, musste Errard Lothringen aufgrund seiner Religionszugehörigkeit verlassen und ging nach Sedan, wo ihn 1585 der Herzog von Bouillon, Henri-Robert de La Marck, gleichzeitig Fürst von Sedan, in seine Dienste nahm. Der schickte ihn 1587 nach Jametz, wo er mit seinem Wissen während der Belagerung der Stadt durch die Katholische Liga bis 1589 wertvolle Dienste zu ihrer Verteidigung leistete. Obwohl sich Jametz am 24. Juli 1589 doch den Belagerern ergeben musste, hatte sich Errard einen derart guten Namen in Frankreich gemacht, dass ihn der französische König Heinrich IV. zu sich an den Hof berief.

BelegeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Jametz – Sammlung von Bildern