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Aincreville

französische Gemeinde im Département Meuse

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde Aincreville liegt in der Landschaft Argonne, 15 Kilometer südlich von Stenay und etwa 33 Kilometer nordwestlich von Verdun an der Grenze zum Département Ardennes. Durch das 9,11 km² umfassende Gemeindegebiet fließt der Andon, ein kleiner rechter Nebenfluss der Maas. Die Landschaft wird von Wiesen und Äckern geprägt, nur im Süden der Gemeinde breitet sich mit dem Bois des Rappes ein nennenswertes Waldgebiet aus. Der höchste Punkt im Gemeindeareal wird im Norden auf 314 m über dem Meer erreicht. Begrenzt wird Aincreville von den Nachbargemeinden Villers-devant-Dun im Norden, Doulcon im Nordosten, Cléry-le-Grand im Osten und Südosten, Bantheville im Südwesten und Westen sowie Tailly (Département Ardennes) im Nordwesten.

OrtsnameBearbeiten

Der Name des Dorfes tauchte erstmals im 11. Jahrhundert als Ancravilla auf. Er entwickelte sich über Ancreville (1648), Encreville (1656), Increville (1700) und Aricera-Villa (1717) zum seit 1793 unverändert gebräuchlichen Namen Aincreville.[1] Man nimmt an, dass der Ortsname auf den germanischen Personennamen Angeranus zurückgeht.[2]

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2015
Einwohner 121 121 90 81 83 84 89 73
Quellen: Cassini[3] und INSEE[4]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Kirche Saint-Agnant mit Fledermausunterkünften am Glockenturm, 1924 neu errichtet anstelle der im Ersten Weltkrieg zerstörten Kirche
  • Bienen- und Honigmuseum
  • Waschhaus (Lavoir) auf der Brücke der Rue des Acacias über den Bach Ruisseau de l’Étaillon
  • Lavoir im Weiler Ferme de Chaddogne
  • Mehrere Flurkreuze
 
Beschädigte Kirche 1918

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

In Aincreville sind sechs Landwirtschaftsbetriebe ansässig (Getreideanbau, Viehzucht).[5]

Durch die Gemeinde führt die Straße D 998 von Varennes-en-Argonne nach Dun-sur-Meuse. Im 52 Kilometer entfernten Sedan besteht ein Anschluss an die Autoroute A34.

BelegeBearbeiten

  1. Félix Liénard: Dictionnaire topographique du département de la Meuse, 1872
  2. Ernest Nègre: Toponymie générale de la France, Band 2, S. 922 (ISBN 2600001336)
  3. Aincreville auf cassini.ehess.fr
  4. Aincreville auf insee.fr
  5. Landwirte auf annuaire-mairie.fr

LiteraturBearbeiten

  • Le Patrimoine des Communes de la Meuse. Flohic Editions, Band 1, Paris 1999, ISBN 2-84234-074-4, S. 343–344.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Aincreville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien