Gary Belcher (Rennfahrer)

US-amerikanischer Autorennfahrer

Gary Lee Belcher (* 1940 in Miami; † 12. November 2018 in Thomasville) war ein US-amerikanischer Autorennfahrer.

Auf einem Porsche 934 bestritt Gary Belcher in den 1970er-Jahren Sportwagenrennen

Familie und AusbildungBearbeiten

Gary Belcher war der Sohn von Jewel und Red Belcher, die in Miami in zweiter Generation die Belcher Oil Company führten. Er besuchte die Coral Gables High School und studierte anschließend Wirtschaftswissenschaften an der University of Florida. Bis zum Verkauf 1977 arbeitete er in führender Funktion im familieneigenen Mineralölunternehmen.

Karriere als RennfahrerBearbeiten

Gary Belcher war in den 1970er- und 1980er-Jahren im nordamerikanischen Sportwagensport aktiv. Sein Debüt gab er 1971 mit dem neunten Rang im Porsche 911 beim 200-Meilen-Rennen von Daytona.[1] Sein letztes Rennen fuhr er 1989, als er zum neunten Mal beim 12-Stunden-Rennen von Sebring antrat. Beim Langstreckenrennen auf dem Sebring International Raceway gelangen ihm mit dem dritten Gesamtrang 1979 und dem vierten 1977 nennenswerte Ergebnisse. In den 1970er-Jahren unterhielt er einen eigenen Rennstall und meldete Fahrzeuge vor allem in der IMSA-GT-Meisterschaft und der Sportwagen-Weltmeisterschaft.

StatistikBearbeiten

Sebring-ErgebnisseBearbeiten

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund
1972 Vereinigte Staaten  Gary Belcher Chevrolet Camaro Vereinigtes Konigreich  Jef Stevens Ausfall Getriebeschaden
1976 Vereinigte Staaten  Wiley Doran Chevrolet Corvette Vereinigtes Konigreich  Wiley Doran Ausfall Motorschaden
1977 Vereinigte Staaten  Belcher Racing Porsche 934/5 Vereinigte Staaten  John Gunn Rang 4
1978 Vereinigte Staaten  Belcher Racing Porsche 934/5 Vereinigte Staaten  Doc Bundy Ausfall Mechanik
1979 Vereinigte Staaten  Dick Barbour Racing Porsche 935 Vereinigte Staaten  Bob Garretson Vereinigte Staaten  Bob Bondurant Rang 3
1981 Vereinigte Staaten  T-Bird Swap Shop Porsche 935K3 Vereinigte Staaten  John Gunn Vereinigte Staaten  Preston Henn Ausfall Defekt
1984 Vereinigte Staaten  Silver Lake Plantation Rondeau M382 Vereinigte Staaten  John Gunn Frankreich  Jean Rondeau Ausfall Elektrik
1988 Vereinigte Staaten  Phoenix Race Cars Phoenix JG2 Vereinigte Staaten  John Gunn Ausfall Motorschaden
1989 Vereinigte Staaten  Phoenix Race Cars Phoenix JG2 Vereinigte Staaten  John Gunn Vereinigte Staaten  Chip Mead Ausfall Motorschaden

Einzelergebnisse in der Sportwagen-WeltmeisterschaftBearbeiten

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17
1972 Gary Belcher Chevrolet Camaro Argentinien  BUA Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Vereinigtes Konigreich  BRH Italien  MON Belgien  SPA Italien  TAR Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Osterreich  ZEL Vereinigte Staaten  WAT
DNF
1977 Vasek Polak Racing Porsche 934 Vereinigte Staaten  DAY Italien  MUG Frankreich  DIJ Italien  MON Vereinigtes Konigreich  SIL Deutschland  NÜR Italien  VAL Italien  PER Vereinigte Staaten  WAT Portugal  EST Frankreich  LEC Kanada  MOS Italien  IMO Osterreich  SAL Vereinigtes Konigreich  BRH Deutschland  HOK Italien  VAL
15
1978 Belcher Racing Porsche 934 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  MUG Vereinigte Staaten  TAL Frankreich  DIJ Vereinigtes Konigreich  SIL Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Italien  MIS Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  WAT Italien  VAL Vereinigte Staaten  ROD
6 DNF 6 DNF
1979 Barbour Racing
Shaw Racing
Porsche 935 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  MUG Vereinigte Staaten  TAL Frankreich  DIJ Vereinigte Staaten  RIV Vereinigtes Konigreich  SIL Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Italien  PER Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  WAT Belgien  SPA Vereinigtes Konigreich  BRH Vereinigte Staaten  ROA Italien  VAL El Salvador  ELS
3 9 DNF
1981 T-Bird
Preston Henn
Porsche 935 Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  SEB Italien  MUG Italien  MON Vereinigte Staaten  RIV Vereinigtes Konigreich  SIL Deutschland  NÜR Frankreich  LEM Italien  PER Vereinigte Staaten  DAY Vereinigte Staaten  WAT Belgien  SPA Kanada  MOS Vereinigte Staaten  ROA Vereinigtes Konigreich  BRH
DNF DNF

LiteraturBearbeiten

  • Ken Breslauer: Sebring. The official History of America's Great Sports Car Race. David Bull, Cambridge MA 1995, ISBN 0-9649722-0-4.
  • Peter Higham: The Guinness Guide to International Motor Racing. A complete Reference from Formula 1 to Touring Car. Guinness Publishing Ltd., London 1995, ISBN 0-85112-642-1.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. 200-Meilen-Rennen von Daytona 1971