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Chevrolet Camaro (1970)

Sportwagen von Chevrolet, gebaut 1970-1982
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Der Camaro ist ein Pony Car (ein Sportwagen) des US-amerikanischen Automobilherstellers Chevrolet, der zum General-Motors-Konzern (GM) gehört. Laut Chevrolet leitet sich der Name „Camaro“ aus dem französischen Wort camarade ab, was sich mit „Kamerad“ oder „Freund“ übersetzen lässt.

Chevrolet
Chevrolet Camaro Turbo 350 (1972)
Chevrolet Camaro Turbo 350 (1972)
Camaro
Produktionszeitraum: 1970–1981
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: Ottomotoren:
3,8–7,4 Liter
Länge:
Breite:
Höhe:
Radstand:
Leergewicht:
Vorgängermodell Chevrolet Camaro (1966)
Nachfolgemodell Chevrolet Camaro (1982)

Inhaltsverzeichnis

ModellgeschichteBearbeiten

Der gewachsene Camaro der zweiten Generation erschien im Sommer 1970 (sogenanntes Modelljahr 1970 1/2) und besaß eine elegante, fast europäisch anmutende Karosserie, die einige ältere Ferrari-Berlinetta-Modelle stilistisch zitierte. Charakteristisch hierbei waren vor allen Dingen die runden Heckleuchten, die von der Corvette stammten. Als klassisches Coupe wurde der 70 1/2 Camaro ohne B-Säule und mit sehr großen Türen gebaut.

Das Armaturenbrett enthielt sechs Rundinstrumente inklusive einer elektrischen Uhr und einer übergroßen Tankanzeige. Die Standardmodelle waren zunächst mit durchgehender Frontstoßstange und unterhalb der Hauptscheinwerfer angebrachten rechteckigen Standleuchten ausgestattet. Der Tankeinfüllstutzen verbarg sich auch hier hinter dem klappbaren Nummernschild im Heck. Die Ganganzeige der Automatik-Versionen war zwischen den beiden großen Rundinstrumenten im Armaturenbrett angebracht. Wie die ganze Karosserie wirkte auch das Interieur luftig, elegant und europäisch.

Den neuen Camaro gab es nur noch in Coupé-Form; ein Cabriolet sollte es erst wieder Mitte der Achtziger-Jahre geben. Die Antriebstechnik wurde größtenteils vom Vorgänger übernommen, mit Ausnahme des 3,8-Liter-Reihensechszylinder-Motors (230 cui); als Basismotor fungierte nun ein 4,1-Liter-Reihensechszylinder-Motor mit 155 Brutto-SAE-PS. Stärkste Maschine war der 6,5-Liter-V8-Motor (396 cui) mit 375 Brutto-SAE-PS. Dabei handelte es sich eigentlich um einen 6,6-Liter-Motor (402 cui), Chevrolet hielt aber an der schon klassischen Bezeichnung „396“ fest. Auf frühen Datenblättern tauchte auch der 7,4-Liter-Motor (454 cui) in zwei Leistungsstufen auf, er wurde aber in der Serie nur in wenigen Einzelfällen verbaut. Neben dem Basismodell bot Chevrolet den „Rally Sport“ mit geändertem Kühlergrill und zweigeteilter vorderer Stoßstange an, ferner das Super Sport-Paket und den Z/28 mit 360 Brutto-SAE-PS starkem 5,7-Liter-Motor (350 cui) anstelle des zuvor verwendeten Fünflitermotors (302 cui) an. Das Standard-Modell war vorne mit Scheiben- und hinten mit Trommelbremsen ausgerüstet.

1972Bearbeiten

Der Camaro des Modelljahres 1972 hatte es schwer. Zunächst wurde seine Produktion in einem Werk in Ohio durch einen 174 Tage langen Streik unterbrochen, später mussten 1100 Camaro verschrottet werden, weil sie den neuen Sicherheitsvorschriften für Stoßstangen nicht entsprachen. Teile des GM-Managements hätten die Produktion von Camaro und Pontiac Firebird am liebsten eingestellt, während andere Manager davon überzeugt waren, die Autos hätten noch eine Zukunft. Die Befürworter einer Fristverlängerung setzten sich schließlich durch und Chevrolet produzierte im Modelljahr 1972 noch 68.656 Exemplare des Camaro, darunter 970 des SS396, für den es das letzte Jahr sein sollte. Beim Spitzenmodell änderte sich die Schreibweise offiziell von Z/28 zu Z28.

1973Bearbeiten

Neu im Modelljahr 1973 waren die Ausstattungsstufe LT und die stoßabsorbierenden Stoßstangen. Den Super Sport gab es nicht mehr und der 6,5-Liter-Motor (396 cui) entfiel. Wegen der schärferen Abgasgesetze wurden die Verdichtungsverhältnisse sämtlicher Motoren gesenkt, die Leistung sank entsprechend. Stärkster Motor war jetzt ein 5,7-Liter-Motor aus der Corvette (Hubraum 350 cui; Motortyp LT1) mit 245 Netto-SAE-PS (248 DIN-PS).

1974Bearbeiten

 
Chevrolet Camaro (1974–1977)

Der Camaro des Modelljahres 1974 wuchs aufgrund der neuen Aluminiumstoßstangen und der neuen schräg abfallenden Fahrzeugfront um knapp 20 Zentimeter. Die vier runden Heckleuchten wichen seitlich herumgezogenen neuen Einheiten.

1975Bearbeiten

1975 und 1976 gab es keinen Z28 und die Leistungswerte sanken weiterhin. Die beiden 5,7-Liter-V8-Motor leisteten jetzt nur noch 145 Netto-PS bzw. 155 Netto-PS. Die Netto-Leistungen wurden nach wie vor an der Kurbelwelle abgenommen, allerdings nun mit installierten Nebenaggregaten, Abgasentgiftungsanlagen und Serienauspuff – auf all das hatte man bei der Brutto-SAE-Norm verzichtet. Kennzeichen des Camaro des Modelljahres 1975 war die seitlich herumgezogene vergrößerte Heckscheibe.

1977Bearbeiten

Der Z28 wurde im Frühjahr 1977 wieder eingeführt und war ein sofortiger Verkaufsschlager; die meisten Kunden bestellten ihre Fahrzeuge nunmehr mit Klimaanlage und Automatikgetriebe. Wer weniger an Komfort und mehr an Sportlichkeit interessiert war, konnte sich auch für einen „nackten“ Z28 mit Viergangschaltgetriebe von BorgWarner (Typ Super T-10) entscheiden. Der wiederauferstandene Z28 war einer der wenigen US-Performance-Wagen der Zeit. In der Beschleunigung stand er den Muscle-Cars der sechziger Jahre kaum nach und das hervorragende GT-Fahrwerk bot – insbesondere dem erfahrenen Automobilisten – ausgezeichnetes Handling. Viele Z28 wurden als Fahrmaschinen geordert und fuhren so manchem Pontiac Trans Am oder so mancher Chevrolet Corvette der dritten Generation auf dem Highway oder auf kurvenreichem Terrain auf und davon.

1979Bearbeiten

 
Chevrolet Camaro (1979–1981)
 
Heckansicht

Für das Modelljahr 1979 erhielt der Camaro überarbeitete Front- und Heckpartien und wesentlich größere Heckleuchten. Unter der vorderen Stoßstange saß jetzt ein Frontspoiler. Neu war auch das auf Wunsch lieferbare T-Top-Dach mit zwei herausnehmbaren Einsätzen aus getöntem Glas; auch ein Schiebedach stand in der Preisliste.

1980Bearbeiten

Der alte 4,1-Liter-Reihensechszylinder wich einem modernen 3,8-Liter-V6-Motor (229 cui). Auf der Motorhaube des Z28 saß jetzt eine hinten offene Hutze, deren Verschlussklappe sich bei Vollgas über einen Magnetschalter öffnete; dadurch erhielt der Motor kalte Frischluft. Diese Ram-Air genannte Technik ermöglicht einen leistungssteigernden Aufladungseffekt.

1981Bearbeiten

Im letzten Jahr des Camaro der zweiten Generation wurden keine tiefergreifenden Änderungen mehr vorgenommen. Die Stückzahl belief sich 1981 auf 126.139 Exemplare; 1979 – vor der zweiten Ölkrise – waren es noch 282.571 Stück gewesen.

Im Frühjahr 1982 kam die dritte Generation des Camaro auf den Markt.

MotorenBearbeiten

  • 1979–1981: 3,8-Liter-V6 (229 cui) von Chevrolet
  • 1980–1981: 3,8-Liter-V6 (231 cui) von Buick (nur für Kalifornien)
  • 1970–1979: 4,1-Liter-R6 (250 cui) von Chevrolet
  • 1970–1973: 5,0-Liter-V8 (307 cui) von Chevrolet
  • 1976–1981: 5,0-Liter-V8 (307 cui) von Chevrolet
  • 1970–1976: 5,0-Liter-V8 (305 cui) von Chevrolet
  • 1970–1981: 5,7-Liter-V8 (350 cui) von Chevrolet
  • 1970–1972: 6,6-Liter-V8 (402 cui) von Chevrolet
  • 1970–1973: 7,4-Liter-V8 (454 cui) von Chevrolet

Der Camaro im FilmBearbeiten

Der Camaro wurde in allen bisherigen Teilen der Blockbuster-Reihe Transformers prominent platziert.[1] Im ersten Teil von 2007 wurden ein Z/28 von 1977[2] verwendet.

Auch Monaco Franze fährt in der gleichnamigen Serie einen Camaro.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Chevrolet Camaro (1970) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Internet Movie Cars Database: Transformers
  2. Internet Movie Cars Database: Transformers (2007), 1977 Chevrolet Camaro Z28