Chevrolet Camaro (1966)

Sportwagen von Chevrolet, gebaut 1966-1970

Der Camaro ist ein zweitüriges Coupé oder Cabriolet der zum US-amerikanischen Automobilhersteller General-Motors (GM) gehörenden Automobilmarke Chevrolet. Der Pkw entstand als Konkurrenz zum Ford Mustang und wurde als typischer Vertreter der Pony Cars zu einem beliebten Sportwagen mit einer 2+2-Sitz-Konfiguration. GM bezeichnet die Hardtop-Coupé-Version, bei dem die B-Säule fehlt, als „Sport Coupé“. Der Verkaufsstart erfolgte am 29. September 1966 mit dem ´67er Modelljahr. Im Kalenderjahr 1966 wurden noch rund 90.000 Camaros produziert.[1] Damit war der Wagen ein Verkaufserfolg.

Der Camaro wurde mit Reihen-Sechszylinder- und V8-Motoren angeboten. Die leistungsstarken Super-Sport-Modelle und der Z/28 zählen zu den Muscle Cars.[2]

In den drei Produktionsjahren der 1. Generation liefen rund 700.000 Fahrzeuge vom Band.[3] Der Pontiac Firebird basiert auf der gleichen Plattform mit Frontmotor und Hinterradantrieb. Der Camaro wurde ohne Unterbrechung bis zum Jahr 2002 in vier Generationen produziert. Nach einer siebenjährigen Pause kam 2009 die fünfte Generation auf den Markt, welche 2015 durch die sechste Generation abgelöst wurde.

Hier die Übersicht aller Generationen.

Chevrolet
Chevrolet Camaro SS (1967)
Chevrolet Camaro SS (1967)
Camaro
Produktionszeitraum: 1966–1969
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé, Cabriolet
Motoren: Ottomotoren:
3,8–7,0 Liter
(104–321 kW)
Länge: 4690–4725 mm
Breite: 1840–1880 mm
Höhe: 1300 mm
Radstand: 2745 mm
Leergewicht: 1315–1645 kg
Nachfolgemodell Chevrolet Camaro (1970)

EntstehungsgeschichteBearbeiten

Nachdem 1963 das Gerücht aufkam, dass der Ford Mustang in Produktion gehen würde, beauftragte das General Motors-Management den Designer Henry Haga vom Chevrolet-Styling-Studio, einen Sportwagen zu entwerfen, wobei für das Styling des Innenraums George Angersbach verantwortlich war.[4]

Neben dem Viersitzer wurde 1964 auch erwogen einen zweisitzigen Roadster, einen Kombi und ein Fließheck, ähnlich des Chevrolet Nova zu konstruieren. Zu den frühen Entwürfen aus dem Jahr 1964 gehören der XP-196X „Super Shark“, der nur bis zum Tonmodell entwickelt wurde, und der weiterentwickelte Prototyp XP-386. Letztendlich entschied General Motors nur ein Coupé und ein Cabriolet mit einem größeren Innenraum zu bauen und dies auf einer vorhandenen Plattform. Der Wagen trägt während der Entwicklung verschiedene Namen wie „Panther“, „Wildcat“ und „Chaparral“, während GM die Werbekampagne vorbereitet.[4]

Schlussendlich wurde das Projekt unter dem Codenamen „Panther“ fertigentwickelt und am 28. Juni 1966 dem Fachpublikum und den Journalisten vorgestellt. Dieser Name wurde jedoch verworfen, weil zu diesem Zeitpunkt neue Chevrolet-Modelle mit „C“ im Namen (wie Corvette, Chevelle, Chevy II, Chevette und Corvair) starten sollten. Schließlich erhielt er den Namen Camaro. Laut Chevrolet leitet sich der Name aus dem französischen Wort camarade ab, was sich mit „Kamerad“ oder „Freund“ übersetzen lässt. Während der Pressekonferenz wurde der Chevrolet Generalmanager Elliot M. „Pete“ Estes von einem Journalisten gefragt: „Was ist ein Camaro?“. Seine kurze und knappe Antwort lautete: „A small, vicious animal that eats Mustangs“ (auf Deutsch: „Ein kleines, bösartiges Tier, das Mustangs isst!“).[5]

HerstellungBearbeiten

Alle Camaros der ersten Generation von 1966 bis 1969 wurden in den US-amerikanischen Werken der Fisher Body Co., welche eine GM Division war, in Norwood, Ohio und Van Nuys/Los Angeles, Kalifornien gebaut oder außerhalb der USA in Werken wie GM Continental in Antwerpen in Belgien, der Schweiz bei General Motors Suisse in Biel, GM de Venezolana in Caracas in Venezuela und GM del Peru in Lima in Peru sowie in der Yutivo Fabrik in Manila auf den Philippinen montiert. Dabei wurden die Fahrzeugteile in einer Holzkiste in die Montagewerke geliefert und dort zusammengebaut. Die Kisten wurden in Bloomfield, NJ bestückt und von GM Overseas Operations gemanagt. Es wurden komplette Karosserien, die Motoren und Getriebe sowie die Innenausstattung verpackt. Batterie, Reifen, Teile der Innenausstattung und ähnliches wurde in den Montageländern beschafft. Die Fahrzeuge erhielten eine eigene Codierung für die Fahrgestellnummern, welche nicht mit der Codierung der US-Fahrzeuge vergleichbar war.[6]

Schweizer CamarosBearbeiten

Bei den 1967 in der Schweiz montierten Autos handelte es sich allesamt um Coupés mit dem 283 in3 großen (4,6 l) V8, der 198 brutto SAE-HP (146 kW) bei 4800 Umdrehungen pro Minute und 285 lb-ft (386 Nm) bei 2400 Umdrehungen pro Minute leistete. Dieser Motor war bei den in den USA gebauten Camaros nicht verfügbar. In den 1968er Jahren wurde der 327 in3 (5,3 l) Motor mit 210 brutto SAE-HP (157 kW) verwendet, und der SS350 mit dem L48-Motor war ebenfalls erhältlich. Als Getriebe wurde entweder eine Powerglide-Automatik oder ein manuelles 4-Gang-Getriebe gewählt. Die meisten Autos hatten mehrere Optionen wie elektrische Fensterheber, Heckscheibenheizung, Mittelkonsole, Scheibenbremsen mit Bremskraftverstärker, Servolenkung und Deluxe-Interieur. Die in der Schweiz gebauten Camaros waren nicht mit dem Dreigang-Schaltgetriebe erhältlich und hatten serienmäßig eine Differentialsperre. Einige sonst zusätzliche Sicherheitsausrüstungen waren ebenfalls serienmäßig.[7] In 1967 wurden so 211 Fahrzeuge produziert, für die Folgejahre kann die Anzahl nicht bestimmt werden, es waren 1968 aber mindestens 80 Fahrzeuge.[6]

Belgische CamarosBearbeiten

Die in Antwerpen gebauten Autos hatten entweder den L26 Reihensechszylindermotor mit 140 brutto SAE-HP oder einen 327 in3 (5,3 l) Motor – offenbar verwendeten die 1967 Autos den LF7 327 in3 (5,3 l) mit 210 brutto SAE-HP (157 kW) starken Motor und die 68 Autos den L30 mit ebenfalls 327 in3 (5,2 l) allerdings jetzt mit 275 brutto SAE-HP (205 kW). Die Getriebe waren entweder die Powerglide-Automatik oder ein 4-Gang-Schaltgetriebe. Sie waren gut ausgestattet und verfügten häufig über Scheibenbremsen, Servolenkung, Mittelkonsole, Heckscheibenenteisung, einen umklappbaren Rücksitz und das Deluxe-Interieur.

Das Werk hat auch die in den USA produzierten 67-69 Camaros für den europäischen Markt homologiert, indem es Markierungsleuchten, Sicherheitsgurte nach europäischer Spezifikation und andere europäische Anforderungen hinzugefügt hat. 1967 homologierte Fahrzeuge erhielten auch eine Antwerpener FIN. Bei den 1968er oder 1969er Fahrzeugen, die homologiert wurden, wurden Antwerpener Typenschilder zusätzlich zur US-FIN montiert. In Antwerpen wurde auch ein deutsches Homologationsschild an der Spritzwand angebracht, wenn das Auto für den Verkauf in Deutschland bestimmt war. Am Ende des Modelljahrs 1968 wurde die Produktion von Chevrolet in Antwerpen eingestellt, die 69er Fahrzeuge wurden nur noch importiert.

Eines der einzigartigen Merkmale, das vom Antwerpener Werk installiert wurde, waren Schiebedächer. Die Schiebedächer wurden von einem deutschen Lieferanten hergestellt und optional sowohl in Antwerpen montierten Fahrzeugen als auch in importierten Fahrzeugen eingebaut. Wenn Schiebedächer eingebaut wurden, wurde auch ein Vinyldachbezug installiert (um Verzerrungen in der Dachfläche zu verbergen).[8]

TechnikBearbeiten

MotorenBearbeiten

Chevrolet bot verschiedene Sechszylinderreihenmotoren und V8-Motoren für den Camaro an, die alle nach dem Ottoverfahren arbeiten. Die Bezeichnung entspricht meist dem Hubraum in Kubikzoll. Alle Leistungsangaben sind Bruttoangaben nach den Standards J245 und J1995, das heißt prinzipiell nicht mit den technischen Daten der Motoren vergleichbar, die nach DIN 70020 oder ISO 1585 gemessen wurden, da zum Testen der Leistung für den Betrieb des Motors notwendige, aber leistungsmindernde Bauteile wie Wasserpumpe, Generator und Lüfter entfernt und eine leistungssteigernde Abgasanlage angebaut wurden.[9][10][11][12]

6-Zylinder-ReihenmotorenBearbeiten

  • 3,8-l-R6 (230 in3): 104 kW (140 bhp), Bestellcode: L26
  • 4,0-l-R6 (250 in3): 116 kW (155 bhp), Bestellcode: L22

8-Zylinder-V-MotorenBearbeiten

Small-Block-MotorenBearbeiten
  • 4,9-l-V8 (302 in3): 216 kW (290 bhp) (Z/28), Bestellcode: Z28
  • 5,0-l-V8 (307 in3): 149 kW (200 bhp) (ab Januar 1969), Bestellcode: L14
  • 5,4-l-V8 (327 in3): 157 kW (210 bhp) (bis Januar 1969), Bestellcode: LF7
  • 5,4-l-V8 (327 in3): 205 kW (275 bhp), Bestellcode: L30
  • 5,7-l-V8 (350 in3): 190 kW (255 bhp) (bis Januar 1969), Bestellcode: LM1
  • 5,7-l-V8 (350 in3): 186 kW (250 bhp) (ab Januar 1969), Bestellcode: L65
  • 5,7-l-V8 (350 in3): 220 kW (295 bhp) (SS350), Bestellcode: L48
Big-Block-MotorenBearbeiten
  • 6,5-l-V8 (396 in3): 242 kW (325 bhp) (SS396), Bestellcode: L35
  • 6,5-l-V8 (396 in3): 261 kW (350 bhp) (SS396), Bestellcode: L34
  • 6,5-l-V8 (396 in3): 280 kW (375 bhp) (SS396), Bestellcode: L78
  • 6,5-l-V8 (396 in3): 280 kW (375 bhp) (SS396, Aluminium-Zylinderkopf, 1968), Bestellcode: L78/L89
  • 7,0-l-V8 (427 in3): 317 kW (425 bhp) (COPO 9561, 1969), Bestellcode: L72
  • 7,0-l-V8 (427 in3): 321 kW (430 bhp) (COPO 9560, Aluminium-Motorblock, 1969), Bestellcode: ZL1

GetriebeBearbeiten

Der Camaro konnte mit verschiedenen manuellen und automatischen Getrieben bestellt werden, zudem mit Lenkstockschaltung oder Wählhebel bzw. Schalthebel auf dem Mitteltunnel bzw. der Mittelkonsole je nach gewählten Optionen.

SchieberadgetriebeBearbeiten

Für den Camaro waren Schieberad-Dreiganggetriebe mit Schrägverzahnung verfügbar. Das Dreiganggetriebe des Zulieferers Saginaw war das Basisgetriebe des Camaros. Es hat die Bezeichnung M15 und wird serienmäßig mit einem Schalthebel an der Lenksäule bedient, ein Schalthebel auf dem Mitteltunnel war auf Wunsch erhältlich (M11). Für die SS-Modelle konnte ein Getriebe bestellt werden, das für höhere Drehmomente ausgelegt war. Anfangs war der Zulieferer dieses als M13 bezeichneten Getriebes BorgWarner, ab 1969 lieferte es Muncie zu, womit sich die Bezeichnung zu MC1 änderte.

Die von 1963 bis 1974 produzierten handgeschalteten Schieberad-Vierganggetriebe mit Schrägverzahnung wurden von Muncie und Saginaw zugeliefert. Das Getriebe von Saginaw war sehr kurz übersetzt und hatte ein Gehäuse aus Grauguss, es war nur in der Ausführung M20 erhältlich. Von Muncie gab drei Typen, M20, M21 und M22, alle mit Gehäuse aus Aluminium. M20 und M21 sind baugleich, das M21 hat aber eine etwas längere Übersetzung der einzelnen Gänge, wobei der vierte Gang bei beiden Getrieben genau gleich lang übersetzt ist. Das M22, das ab 1967 produziert wurde, hat dieselbe Gangabstufung wie das M21-Getriebe, dafür aber sind die Gangräder nicht so schräg verzahnt, was das Getriebe zwar lauter macht, aber die Übertragung höherer Drehmomente ermöglicht.[13] Das weiter abgestufte Muncie M20 war mit jedem der Hochleistungsmotoren erhältlich, mit Ausnahme des L78 und des Z/28 in 67, welche nur mit dem M21 bestellbar waren. Das M20 war das einzige 4-Gang-Getriebe, dass mit den Motoren SS350 und SS396 (L35) erhältlich war. Das M21 mit engerer Abstufung war nur mit dem Z28, SS396 und COPO erhältlich. Der Z/28 konnte grundsätzlich nur mit der 4-Gang-Handschaltung auf dem Mitteltunnel bestellt werden.

WandlergetriebeBearbeiten

Das Powerglide ist ein Zwei-Gang-Automatikgetriebe von General Motors. Es hat einen hydrodynamischen Drehmomentwandler mit Kupplungspaket und zweistufigem Planetengetriebe.[14] Man konnte es mit allen Motoren außer dem SS396 und dem Z/28 kombinieren. Es war in erster Linie für Chevrolet im Zeitraum von Januar 1950 bis 1973 verfügbar. Mit der Einführung der Turbo Hydra-Matic wurde es aus dem Programm genommen. Für das 1968 Modelljahr führte Chevrolet eine vereinfachte Version des Powerglides unter dem Namen Torque Drive ein. Dieses Getriebe hatte keinen Mechanismus, der automatisch zwischen erster und zweiter Fahrstufe umschaltete, sodass der Fahrer manuell die Gänge wechseln musste, allerdings ohne ein Kupplungspedal treten zu müssen. Diese Ausführung des Getriebes wurde nur zusammen mit leistungsschwachen Motoren für den Camaro und den Nova angeboten.

Das Turbo Hydra-Matic stammt ebenfalls von General Motors. Dieses Getriebe hat wie auch das Powerglide einen hydrodynamischen Drehmomentwandler, aber einen Simpson-Planetengetriebestrang mit drei Vorwärtsfahrstufen, wobei der Wählhebel die Positionen 1, 2, Drive, Neutral, Park und Rückwärts hat. Im Camaro wurden die Turbo-Hydra-Matic-Typen TH350 und TH400 eingesetzt. Die Typenbezeichnung des Getriebes gibt das nominale Eingangsdrehmoment von 350 lbf·ft (475 N·m) beziehungsweise 400 lbf·ft (542 N·m) an.

Tabellarische ÜbersichtBearbeiten

Getriebeart Bezeichnung Beschreibung Verfügbar in
1967 1968 1969
Schieberadgetriebe 3-Gang Saginaw RPO M15 Standardgetriebe mit Lenkradschaltung auch für SS-Modelle, RPO M11 mit Schalthebel auf dem Mitteltunnel X X
3-Gang Borg-Warner RPO M13 verstärkte Ausführung mit Schalthebel auf dem Mitteltunnel X X
3-Gang Muncie RPO MC1 verstärkte Ausführung, 1967–68 nur für SS wählbar, ab 1969 Standard bei SS X X X
4-Gang Saginaw mit Graugussgehäuse für die kleineren Motoren wie R6, V8 mit 307 in3, 327 in3 und der kleine L65 350 in3 X X X
4-Gang Muncie RPO M20, M21, M22 Aluminiumgehäuse für die größeren Motoren einschl. Z/28 X X X
Wandlergetriebe 2-Gang PowerGlide RPO M35, nicht für SS396 X X
2-Gang Torque-Drive wie PowerGlide, aber manuell zu schalten X X
3-Gang TH350 nur für Small Block X
4-Gang TH400 nur für Big Block, 1967–68 nur bei Motoren >325 hp (242 kW) X X X

Quelle[15]

ModellgeschichteBearbeiten

1967Bearbeiten

Der erste Camaro basiert auf der damals neu entwickelten X-Body-Plattform, für den Chevrolet Nova von 1968. Darauf aufbauend wurde die F-Body-Plattform entwickelt, die er sich auch mit seinem Schwestermodell Pontiac Firebird teilt. Diese war eine Universal-Plattform und umfasste die Bodengruppe von Windschutzscheibe/Spritzwand bis zum Heck. So ist auch das Fahrwerk der Vorderradführung vergleichbar. Die Front wurde mit einem zusätzlichen Stahlhilfsrahmen realisiert, welcher ähnlich dem des Nova ist.[16] Dies soll unter anderem für eine Entkopplung der Fahrgastzelle vom Antrieb sorgen, da der Motor-/Getriebeträger mittels Gummiblöcken (Silentblöcke) mit der Karosserie verschraubt ist und die Schwingungen oder Vibrationen eliminieren. Die Zubehörliste umfasste knapp 80 Optionen, drei Hauptpakete und verschiedene Motorisierungen.[10]

Der Käufer konnte aus vier Innenausstattungen wählen, die in acht Farben lieferbar waren und so zu 17 Varianten führten. Hinzu kamen 15 Außenfarben die mit den Innenfarben kombiniert 62 verschiedene Kombinationen zuließen. Ergänzt um ein vinylbezogenes Dach und verschiedene Streifenformen und -farben ergaben sich sehr viele individuelle Varianten. Es konnten akzentuierende oder verbundene Farbkombinationen gewählt werden.[17] Auf Grund der Lage des Zündschlosses in der Armaturentafel hat der Camaro keine Lenkradsperre.

Trommelbremsen an allen Rädern waren Standard. Bremskraftverstärker oder Scheibenbremsen an der Vorderachse konnten optional geordert werden. Scheibenbremsen hatten nicht automatisch einen Bremskraftverstärker zur Folge, dieser musste getrennt bestellt werden, dies galt auch bei der SS-Option.

Alle Camaros der ersten Generation haben bereits eine Windschutzscheibe aus Verbundsicherheitsglas (VSG), die Seitenscheiben und die Heckscheibe bestehen aus Einscheibensicherheitsglas (ESG)[17] Front- und Heckscheibe sind eingeklebt.

 
Replica des 1969er Pace Cars

Neben dem RS-Modell (für Rally-Sport) stieß das starke Super-Sport-Modell, kurz SS, auf größeres Interesse. Der Bekanntheitsgrad des Camaro stieg rapide nach dem Einsatz als Pace Car beim Indianapolis-500-Rennen.

SS-OptionBearbeiten

Die Entscheidung zur SS-Option führte über die Bestellung der Option mit dem zugehörenden Motor. Sie beinhaltet außerdem eine andere Federung. Die Fahrzeuge erhielten mehrlagige Blattfedern, eine zweiflutige Auspuffanlage und bei Handschaltung eine stärkere Kupplung. Weiterhin wurde eine andere Motorhaube mit aufgesetzten, aber funktionslosen Lufteinlässen montiert. Optisch waren verschiedene Streifen möglich und die zusätzlichen „SS“-Embleme an den Kotflügeln, im Grill und auf dem Tankdeckel im Heckblech. Natürlich bekamen die Fahrzeuge die stärksten Motoren. Der 5,7-l-Motor (350 in3) hatte dann 220 kW (295 brutto SAE-HP). Dieser Motor war ausschließlich mit der SS-Option lieferbar.[18]

RS-OptionBearbeiten

 
1967 Chevrolet Camaro Coupé SS RS, Front

Das RS-Paket konnte zu allen Modellvarianten (Basis, SS, Z/28) bestellt werden. Fahrzeuge mit der RS-Option erhielten einen anderen Grill, bei dem die Scheinwerfern hinter Abdeckklappen verborgen sind, die den Frontgrill auf die gesamte Fahrzeugbreite dehnen. Diese Klappen sind mit Elektromotoren betrieben und werden beim Einschalten der Scheinwerfer beiseite geschwenkt. Die Blinklichter befinden sich unter der Stoßstange an den äußeren Enden der Front. Im Heck sind andere Rückleuchten verbaut. Die Rückfahrleuchten sind getrennt in die Heckschürze gebaut, wodurch die Rückleuchten komplett rot durchgefärbt sind.[18]

Z/28Bearbeiten

Im Dezember 1966 schuf Chevrolet einen der bekanntesten Optionen-Codes, den RPO Z28 (RPO bedeutet Regular Production Option). Er blieb unbeworben und war daher zunächst bei den Käufern unbekannt; es wurden 1967 nur 609 Einheiten des später Z/28 genannten Modells produziert. Das Paket umfasste unter anderem einen speziellen 4,9-Liter-V8-Motor, Scheibenbremsen vorn, Sportfederung und ein 4-Gang-Schaltgetriebe der Firma Muncie[19][20]. Zusätzlich erhielt er eine zweiflutige 2-1/4“ Auspuffanlage. Er war kaum mit anderen Optionen kombinierbar, allerdings war beispielsweise die RS-Option bestellbar, jedoch keine Klimaanlage. Den Z/28 gab es nur als Coupé. Mit diesem Auto sollte eine erfolgreiche Teilnahme an der „Club of America Trans Am“-Rennserie erreicht werden, zugelassen wurden jedoch nur frei verkäufliche Straßenfahrzeuge mit Motoren unter 305 in3, also kleiner als 5 Liter Hubraum. Die Leistung des Motors wurde mit 290 brutto SAE-HP (216 kW) angegeben. Der Motor wurde kreiert, indem die kurzhubige Kurbelwelle eines 283-in3-Motors in einen 327-in3-Motorblock eingesetzt wurde. Zur Gemischaufbereitung wurde ein 800 cfm[Anm. 1] Holley vierfach Vergaser eingesetzt.[21] Der 302 in3 wurde nur in der ersten Generation verwendet. Der Z/28 gilt als schwierig in der Handhabung, der hoch drehende Motor wird optimal bei 7500 min−1 geschaltet. Einmal in Fahrt, war er nur schwer zu schlagen und erreichte zahlreiche Rennsiege. Das 67er Z/28-Modelljahr ist äußerlich nicht sofort erkennbar, weil auf Embleme oder andere Zeichen verzichtet wurde.

Der Motor des Z/28 wurde in nur leicht veränderter Form in der US-amerikanischen Motorsportserie Formula A und ihrem europäischen Gegenstück, der europäischen Formel-5000-Meisterschaft, eingesetzt. Beginnend mit der Saison 1969, gingen alle folgenden europäischen Meistertitel an Fahrer, die diese Motoren einsetzten.[22][18]

Camaro 427Bearbeiten

Camaros mit 427 Kubikzoll (7,0 Liter) Chevrolet V8 mit Big Block wurden Anfang 1967 von der technischen Abteilung von Chevrolet evaluiert, nur wenige Monate nachdem das neue Modell erstmals in den Ausstellungsräumen erschien. Ungefähr zu dieser Zeit wurde eine dieser Kreationen der Presse vom technischen Projektmanager von Chevrolet Walter R. Mackenzie vorgeführt. Dieser experimentelle Camaro mit 427-Antrieb übertraf die Leistung selbst der stärksten Serienversion des Autos. Mackenzies Maschine konnte die Viertelmeile in einer Zeit von 13,5 bis 13,9 Sekunden fahren. Der Wagen war eigentlich ein Pilotmodell für die Drag-Racing-Fahrzeuge, die Autotuner bald in verschiedenen Teilen des Landes bauen würden. Diese Autos wurden von einer kleinen Anzahl Chevrolet-Händler, die enge Verbindungen zum Drag Racing und zum Promotion Netzwerk der Chevrolet Motor Division hatten, als „halb-ab-Werk-gebaute“ Rennwagen montiert. Die Manager und Verkäufer solcher Händler wurden zu Hauptakteuren bei der Entwicklung, dem Verkauf und der Förderung des 427 Camaro, aus dem später der COPO-Camaro und weitere hervorgehen sollten.[16]

PreiseBearbeiten

Der Einstiegspreis des Camaros lag knapp über dem des Ford Mustang, der mit 2368 US-Dollar startete. Der Listenpreis bezieht sich auf die jeweils kleinste Motorisierung ohne weitere Optionen. In der dritten Spalte gerundete Preise nach Bereinigung der Inflation (Stand 2020).[23]

Typ oder Option Preis 1967 Preis 2020
Coupé R6 USD 2.466 USD 18.800
Cabriolet R6 USD 2.704 USD 20.700
Coupé V8 USD 2.572 USD 19.700
Cabriolet V8 USD 2.809 USD 21.500
Wichtigsten Optionen:
Z22 = Rally Sport Paket USD 100 USD 764
Z27 = Super Sport Paket mit L48 5,7 L USD 200 USD 1.528
Z28 = Special Performance Paket mit Z28 5,0 L USD 340 USD 2.598

1968Bearbeiten

 
Logo am Chevrolet Camaro 1967
 
Logo am Chevrolet Camaro ab 1968

Neben leichten optischen Veränderungen wurde die Federung der Hinterachse überarbeitet. Statt einer einfachen Blattfeder wurde je nach Motorisierung oder gewählter Option eine mehrschichtige Blattfeder verbaut. Die Stoßdämpfer wurden anders abgestuft. Darüber hinaus wurde der fahrerseitige Stoßdämpfer auf die andere Seite der Achse gesetzt, d. h. Beifahrerseite war der Stoßdämpfer in Fahrrichtung an der vorderen Seite angebracht, auf der Fahrerseite in Fahrtrichtung auf der hinteren Seite der Achse. Ebenso änderte sich hier der obere Anlenkpunkt des Dämpfers. Der jetzt nicht mehr hinter, sondern in Fahrtrichtung vor der Achse sitzt. Modelle mit dem stärkeren 12-Schrauben-Differential erhielten die mehrschichtige Blattfeder (Das Standarddifferential hat 10 Schrauben für den Deckel.) Das schließt alle SS-Versionen und den Z/28 mit ein, sowie die 5,4-l-(327-in3)-Motoren mit 275 brutto SAE-HP und manuellem 4-Gang-Schaltgetriebe. Alle anderen liefen mit der Einfachblattfeder vom Band.[24] Bei den Bremsen änderte sich nichts. Allerdings enthielt die Option Scheibenbremsen nun auch gleich den Bremskraftverstärker.

Es gab neue Farben. So konnte zu Beginn des 68er Modelljahres aus 7 Innenfarben und 15 Außenfarben gewählt werden. Zusätzlich war es möglich, stoffbezogene Sitze mit einem „Houndstooth“ (dt. „Hundezahn“, übliche Benennung in Deutschland „Hahnentritt“) betitelten Muster zu bestellen. 64 Innen-Außen-Farbkombis waren nun möglich. Im Laufe des Modelljahres gab es neue Außenfarben. Die Anzahl blieb gleich, jedoch entfiel z. B. Tuxedo Black und weitere, so dass andere Farben hinzukamen.[17]

Die vorderen Blink-Standleuchten-Kombination wurde von rund in rechteckig/oval geändert. Und der Grill bekam eine deutlichere V-Form. Im Heck erhielten die Rückleuchten ein geändertes Design. Sie sind größer und haben eine Chromtrennleiste zwischen den Kammern. Zusätzlich hat der 1968er Camaro vorn seitliche orange und hinten seitliche rot Positionslichter, welche eine Forderung der NHTSA (National Highway Traffic Safety Administration) per Gesetz waren. Direkt hinter den Scheinwerfern wurde jetzt das Emblem für die Motorgröße angebracht. Statt runder Außenspiegel wurden nun rechteckige Spiegel verbaut. Ein Außenspiegel für die Beifahrerseite war sowohl 1967 wie 1968 nicht ab Werk verfügbar. Das kleine Dreiecksfenster der Türen entfiel zugunsten eines vollständig zu öffnenden Seitenfensters. Dafür wurden Fahrzeuge, ohne die optionale Klimaanlage, jetzt mit einer „Astro-Ventilation“ genannten Zuführung für Außenluft ausgestattet. Diese führt Frischluft in zwei seitlich im Armaturenbrett eingebaute und einstellbare Lüftungsdüsen. Das Luftvolumen wird dabei mittels eines Schieberegler jeweils in der äußeren Fußraumverkleidung geregelt. Das Armaturenbrett, die A-Säulen und die Armlehnen wurden mit zusätzlichen Polsterungen versehen. Eine Holzmaserung (Nussbaum) für das Mittelteil des Armaturenbretts war jetzt verfügbar.[11]

Die Mittelkonsole, erhielt, sofern diese geordert wurde, ein völlig neu gestaltetes Aussehen.

Die serienmäßigen kurzen hinteren Hörner der Stoßfänger, die sowohl in 1967 als auch in 1969 Verwendung fanden, wurden 1968 nicht ab Werk montiert. Sie sind unmittelbar vor Beginn der Produktion 1968 gestrichen worden. (Obwohl sie am Stoßfänger des 68er Models installiert werden können.) Ab dem 1968er Modelljahr konnten optional Front- und Heckspoiler ab Werk bestellt werden.[17]

Lautet beim 67er Model der große Schriftzug auf Motorhaube und Heckklappe noch Chevrolet und in einem kleineren „Kasten“ das Wort Camaro, so ist es beim 1968er umgekehrt. Hier steht jetzt groß Camaro und klein darunter by Chevrolet. Auf Grund gesetzlicher Forderungen musste ab 1968 die Fahrgestellnummer von außen lesbar sein. Daher wurde ein schmaler Blechstreifen mit der Nummer unter einem Ausschnitt auf der Fahrerseite des Armaturenbrett angebracht und konnte nun durch die Windschutzscheibe gelesen werden. Gleiches wird noch immer bei modernen Fahrzeugen praktiziert. Bisher waren die Fahrgestellnummern an der A-Säule der Fahrertür angebracht.[25][26][27]

SS-OptionBearbeiten

Für das neue Modelljahr änderte sich wenig. Der Basis-Motor des SS war weiterhin der 5,7-l-Motor (350 in3) mit 220 kW (295 brutto SAE-HP). Darüber hinaus konnten jetzt aber die „Big-Blocks“ mit 6,5 Liter (396 in3) und bis zu 280 kW (375 brutto SAE-HP) geordert werden. Auch die Ausführungen mit Aluminiumzylinderköpfen für den 6,5 Liter Motor waren verfügbar.

RS-OptionBearbeiten

Auch 1968 konnte die RS-Option bestellt werden. Die größte Änderung betraf den Antrieb der Scheinwerferklappen. Diese werden jetzt mit Vakuumzylindern angetrieben, welches vom Vergaserunterdruck abgenommen wird. Die Rückfahrleuchten sind auch hier in der Heckschürze verbaut.[26]

Z/28Bearbeiten

Der Bekanntheitsgrad der Z/28-Option stieg und es wurden davon 7199 Einheiten verkauft. Anfangs des 68er Modelljahres hatte der Z/28 noch die Hubraumangabe „302“ an den vorderen Kotflügeln. Im März 1968 wurde dies geändert, hier war jetzt statt der Hubraumangabe das Z/28-Logo angebracht. Statt den hinteren einlagigen Blattfedern verwendete man ab 1968 vierlagige.[25] Der 302 in3 des Z/28 bekam eine Cross-Ram-Ansaugbrücke mit zwei vierfach 500 cfm[Anm. 1] Vergasern von Holley bei unveränderter Leistung.[21][28]

PreiseBearbeiten

Der Listenpreis bezieht sich auf die jeweils kleinste Motorisierung ohne weitere Optionen. In der dritten Spalte gerundete Preise nach Bereinigung der Inflation (Stand 2020).[23]

Typ Preis 1968 Preis 2020
Coupé R6 USD 2.588 USD 19.000
Cabriolet R6 USD 2.802 USD 20.500
Coupé V8 USD 2.694 USD 19.800
Cabriolet V8 USD 2.908 USD 21.300
Wichtigsten Optionen:
Z22 = Rally Sport Paket USD 100 USD 733
Z27 = Super Sport Paket mit L48 5,7 L USD 200 USD 1.467
Z28 = Special Performance Paket mit Z28 5,0 L USD 380 USD 2.787

1969Bearbeiten

Es gab größere offensichtliche optische Überarbeitungen, wobei die Motorhaube, die Kofferraumklappe und das Dach unverändert blieben. Zusätzlich zur normalen flachen Motorhaube gab es die Haubenvariante für die SS-Modelle. Hierbei wurden auf der Haube zwei Lüftungsschlitze (ohne Funktion) simuliert. Optional konnte ab 1969 die „Cowl-Induction“ Haube für die SS-Varianten und den Z/28 geordert werden, die bei den „COPOs“ (Central Office Purchase Order) Serie war. Bei dieser wird über eine Vakuumverbindung zum Vergaser durch den Unterdruck beim Beschleunigen eine Klappe geöffnet, um kalte Luft vor der Windschutzscheibe in den Luftfilter zu leiten. Bei hoher Geschwindigkeit wird diese Luft regelrecht in den Luftfilter gepresst. So soll eine Leistungssteigerung erreicht werden. Die „Cowl-Induction“-Haube wurde als Fiberglasausführung auch beim Chevrolet Händler angeboten. Diese konnte der willige Kunde erwerben und selbst montieren. Die 1969 Modelle sind durch die Karosserieveränderungen etwas länger und breiter. Er kann deutlich von den beiden vorhergehenden Baujahren unterschieden werden.[29]

Die Karosserie erhielt seitlich an den Kotflügeln stark ausgeprägte Kanten. In das Blech der Seitenwand vor den Hinterrädern wurde ein „Lamellen“-Abdruck gepresst, ähnlich Haifischkiemen. Bei den Optionen RPO Z21 und Z22 wird dies zusätzlich mit einer Chromblende überlagert. Der Kühlergrill wurde in einer nach hinten fliehenden V-Form gestylt und der Randbereich des Grills in Wagenfarbe lackiert, die Scheinwerfer treten deutlich hervor. Nur bei den SS-Modellen und dem Z/28 ist das Gitter des Grills schwarz. Die Basismodelle haben ein silbernes Gitter in der gleichen Farbe wie die Scheinwerferringe. Die Front erscheint aggressiver. Die Blink-Standleuchten-Kombination wanderte in die Frontschürze.

Optional konnte die Frontstoßstange in Wagenfarbe lackiert bestellt werden. Diese Option beinhaltete eine leicht anders geformte Stoßstange mit anderen Halterungen, die sie näher an die Karosserie bringt. Sowie eine, von Chevrolet „Endura“ genannte, harte (hartgummiähnliche) Beschichtung, die in Wagenfarbe lackiert wurde. Die Front bekam dadurch ein moderneres Aussehen.[17][12]

Auch die Rücklichter wurden neu gestaltet und sind jetzt mit drei statt zwei Kammern ausgestattet. Bei den Z21- und Z22-Optionen sind die senkrechten Streben mit einer Chromleiste versehen. Auch hier können Basis- und RS-Modelle unterschieden werden, bei denen die Chromstrebe waagerecht verläuft.

Der Tankeinfüllstutzen, welcher bei den vorangegangenen Modelljahren als ein Emblem zwischen den Rückleuchten angeordnet ist, wurde hinter das Kennzeichen unter die Stoßstange verlagert. Dies erfolgte auch im Hinblick auf den Unfallschutz. Beim 1967 und 1968 wird der Tankstutzen noch durch den Kofferraum geführt und konnte so bei einem Heckaufprall beschädigt werden. Es bestand dann die Gefahr, dass Benzin austrat und sich entzündete. Beim 1969 wurde die Gefahr deutlich gemindert, da der Tank keine Verbindung mehr in den Innenraum hatte.

Die Cowl Tag oder Trim Tag genannte Plakette mit den wesentlichen Angaben zum Fahrzeug, wie Montagezeitpunkt und Grundversion sowie dessen Ausstattung, wie Farben und Sitze erhielt eine andere Codierung.

 
1969 Chevrolet Camaro Coupé individualisierter Innenraum

1969 gab es eine größere Farbauswahl. 20 Lackfarben waren verfügbar, hinzu kam auch die Möglichkeit den Schwellerbereich sowie das Dach farblich mit einer Akzentfarbe abzusetzen. Hier waren zusätzlich sechs Optionen wählbar. Im Innenraum waren nur noch sechs Farben wählbar, einschließlich des „Houndstooth“ gab es für innen und außen 67 Farbkombinationen. 1969 entfiel die Möglichkeit der Wahl einer vorderen Sitzbank komplett. Obwohl der Camaro als 2+2 sitziges Coupé oder Cabriolet ausgewiesen ist, war es möglich, dass beim Händler ein zusätzlicher mittleren Beckengurt bestellt werden konnte.[12]

Im Innenraum gab es ein überarbeitetes Armaturenbrett und komfortablere Sitze mit Kopfstützen als Standard. Das Armaturenbrett hatte nun quadratische statt bisher runder Geschwindigkeitsanzeigen und Drehzahlmesser bzw. Tankanzeigen. Die Maserung des Holzimitats wechselte auf Palisander. Das Zündschloss, welches vorher im Armaturenbrett saß, wurde in die Lenksäule verlegt. Damit erhielt der Camaro erstmals eine Lenkradsperre, wie es inzwischen bei GM üblichen war. Die „Astro-Ventilation“ wurde um regelbare Luftauslässe in der seitlichen Verkleidung im Fahrer- und Beifahrerfußraum ergänzt. Die Regelung des Luftvolumen erfolgt getrennt für oben und unten jeweils mittels eines Schieberegler in der äußeren Fußraumverkleidung.

Zum Beginn des Jahres 1969 wurde der 210 brutto SAE-HP (157 kW) starke 5,4-l-Motor (327 in3) gegen einen neuen 5,0-l-Motor (307 in3) mit 200 brutto SAE-HP (149 kW) getauscht. Das 3-stufige TH 350-Automatikgetriebe ersetzte die bei Dragracern beliebte 2-stufige Powerglide Automatik. Es gab neu einen Warnton, der bei eingestecktem Zündschlüssel und geöffneter Tür erklingt. Heute noch bei Mercedes zu finden, bietet der Camaro ebenfalls eine Fußfeststellbremse und einen T-Griff zum Lösen. Die Betätigung des Fernlichts erfolgt mittels Fußschalter.[30][29]

Ab 1969 bekamen alle Versionen mit den 12-Schrauben-Differentialen und alle Fahrzeuge mit 5,7-l-Motor (350 in3) eine Mehrfachblattfeder. Ob eine 4-lagige oder 5-lagige Feder verbaut wurde, war am Ende eine Entscheidung des Fahrzeuggewichtes, welches je nach gewählten Optionen (z. B. Klimaanlage oder Servolenkung) variiert. Fahrzeuge mit den Sechszylinderreihenmotoren und mit 5,0-l- (307 in3) sowie dem 5,4-l-Motoren (327 in3) behielten auch hier die Einfachfeder an der Hinterachse.

 
1969 Chevrolet Camaro RS, Front individualisiert

SS-OptionBearbeiten

Die Option für die Bestellung des SS erhielt nun den Bestellcode RPO Z27. Der 5,7-l-Motor (350 in3) hatte jetzt 224 kW (300 brutto SAE-HP). Auch die Big-Blocks waren weiterhin verfügbar. Eine Steigerung war jedoch noch mit den COPO-Varianten möglich.

RS-OptionBearbeiten

 
1969 Chevrolet Camaro RS Heck

Die RS-Front wurde ebenfalls komplett überarbeitet und neu gestaltet. Die Scheinwerferklappen haben drei transparente Streifen bekommen und sind wie auch der Rand des Grills nun in Wagenfarbe lackiert. Der eigentliche Grill erhielt eine ovale Form und ist in schwarz gehalten. Durch diesen Design verliert der Grill jedoch die extreme V-Form und wird grundsätzlich flacher.[17] Die Rückleuchten der RS-Modelle erhielten eine waagerechte Chromstrebe, die o. g. Basis zwei senkrechte Streben. Beim RS sitzen die Rückfahrscheinwerfer in die Heckschürze.

Z/28Bearbeiten

Für den Z/28 des Modelljahres 1969 gab es keine tiefgreifenden Änderungen. Dem 1969 wurde ein neuer Schalthebel von Hurst spendiert. Der Motor wurde unverändert beibehalten, die Ausstattung nicht geändert. Wie weiter oben beschrieben, konnte nun die Cowl-Induction Haube bestellt werden. Es wurden 20.302 Fahrzeuge ausgeliefert. Auf den Straßen sind jedoch deutlich mehr Z/28 zu zählen. Die Basismodelle wurden und werden sehr gern mit den Emblemen des Z/28 wie auch der SS-Varianten versehen und als sogenannte „Clone“[Anm. 2] oder „Tributecars“ bewegt. Heute zählt der Z/28 zu den begehrtesten und gesuchtesten Fahrzeugen, gute Modelle werden auf einschlägigen Portalen und bei Auktionen um die 80.000 EUR gehandelt.

PreiseBearbeiten

Der Listenpreis bezieht sich auf die jeweils kleinste Motorisierung ohne weitere Optionen. In der dritten Spalte gerundete Preise nach Bereinigung der Inflation (Stand 2020).[23]

Typ Preis 1969 Preis 2020
Coupé R6 USD 2.638 USD 18.400
Cabriolet R6 USD 2.852 USD 19.800
Coupé V8 USD 2.727 USD 19.000
Cabriolet V8 USD 2.941 USD 20.500
Wichtigsten Optionen:
Z22 = Rally Sport Paket USD 125 USD 842
Z27= Super Sport Paket mit L48 5,7 L USD 281 USD 1.956
Z28 = Special Performance Paket mit Z28 5,0 L USD 435 USD 3.027

COPO Camaro und ZL-1Bearbeiten

Die große Neuigkeit für 1969 war die Verfügbarkeit eines 7-Liter-V8-Motors mit 425 brutto SAE-HP (317 kW). Der COPO Camaro wurde in begrenzter Stückzahl unter Verwendung der speziellen Central Office Production Orders No. 9561 und No. 9560 hergestellt.

Der COPO 9561 war ein einfaches Camaro-Sportcoupé, das vom Händler mit einem 427 Kubikzoll-Gussblock umgebaut wurde. Chevrolet lieferte die Autos mit dem Motor in einer Holzkiste, komplettiert wurden sie erst von den Händlern. 1015 COPO 9561 wurden von GM hergestellt und an Händler geliefert, darunter 201 an Yenko Chevrolet. Die ersten Autos wurden von Autohäusern umgebaut, eines der bekanntesten war der so entstandene Yenko Camaro 427.

In den Schatten gestellt wurden diese modifizierten Camaro durch den ZL-1 von Chevrolet, speziell entworfen zur Teilnahme an „NHRA Super Stock“-Rennen. Grundlage war ein SS mit 6,5-Liter-V8-Motor und 375 brutto SAE-HP (280 kW), der mit Sportfahrwerk, Scheibenbremsen vorn und einem verstärkten 4-Gang-Getriebe ausgestattet wurde. Die von Gibb Chevrolet bestellten COPO 9560er wurden über das spezielle Bestellsystem beschafft, das für den Bau der Hochleistungsmodelle erforderlich ist. Dieser COPO Camaro wurde mit einem exotischen Aluminium-Block ebenfalls als 427-Motor mit 425 Pferdestärken gebaut und ist als ZL-1 bekannt. Die Leistung wurde im Zulassungsschein mit 430 brutto SAE-HP (321 kW) angegeben. Einige – speziell für den Renneinsatz konzipierte – Motoren erreichten sogar bis zu 580 brutto SAE-HP (433 kW). Es dürfte sich damit um den leistungsstärksten Motor handeln, der von Chevrolet im Handel angeboten wurde.[31] Das erste Paar in Dusk Blue verließ das Werk Norwood am 30. Dezember 1968 und wurden dem Händler Fred Gibb in La Harpe, Illinois geliefert.[2]

Erreicht wurden solche hohen Werte durch Maßnahmen wie die Kompressionssteigerung (von damals üblichen 8,5:1–10,5:1) auf 12,5:1. Diese Leistung hatte ihren Preis: der ZL-1 kostete für die damalige Zeit hohe 7200 US-Dollar und damit etwa doppelt so viel wie der zugrundeliegende SS Camaro, allein der Motor kostete 4160 Dollar. Durch den hohen Preis waren die Autos schwer absetzbar und der Verkauf dauerte bis Anfang der Siebziger. Für die Rennen war eine Mindestproduktion von 50 Autos vorgeschrieben, Chevrolet produzierte 69 Einheiten, 47 mit einer manuellen 4-Gang-Schaltung, die restlichen 22 mit einer Turbo-Hydromatic-400-Automatik (im Drag-Racing durfte man nur mit Automat antreten).[32] Aufgrund seiner Besonderheiten und der geringen Stückzahl hat der ZL-1 heute einen hohen Sammlerwert. Fahrzeuge erzielten bei Auktionen Preise von 300.000 bis 500.000 US-Dollar. Am 11. Januar 2018 wurde bei der Mecum Auktion in Kissimmee/Florida zwei originale und restaurierte ZL-1 als Paar, bestehend aus der Nr. 30 in Hugger Orange und der Nr. 18 in Dusk Blue, verkauft. Die Auktion (LOT T150) schloss mit einem Komplettpreis von 1.210.000 US-Dollar.[33]

Abgesehen von den 201 Yenko-Aufträgen und 69 ZL-1, die veröffentlicht wurden, produzierte Chevrolet bis 2011 keine weiteren COPO-Camaros.

NachfolgerBearbeiten

Der gewachsene Camaro der zweiten Generation erschien im Februar 1970, als sogenanntes Modelljahr 1970½, da die übliche Einführung im Herbst erfolgte.[34] Aufgrund der späten Einführung des Folgemodels erreichte das 1969 Modelljahr die höchste Verkaufszahl der ersten Generation.

Der Camaro im FilmBearbeiten

  • Für „2 Fast 2 Furious“ von 2003 wurden mehrere Camaro Coupés von 1969 verwendet, die für den Film als „Yenko/SC“ umgestaltet wurden (sog. „Clones“). Ein Fahrzeug wurde bei einem Stunt mit einer Yacht zerstört.[35]
  • Im 2013 erschienen Teil „Fast and Furios 6“ ist ein oranger 1967 Camaro SS Teil der Fahrzeugflotte des Teams um Dominic Toretto und Brian O'Conner.[36]
  • Ein Camaro Cabrio mit RS-Option von 1967 wurde im Kinofilm „Petulia“ aus dem gleichen Jahr verwendet.[37]
  • Im Musikvideo zum Song Stylo der britischen Band Gorillaz wurde ein Chevrolet Camaro von 1969 verwendet.[38]
  • In der amerikanischen Fantasyserie „The Vampire Diaries“ fährt Damon Salvatore (Ian Somerhalder) einen blauen Chevrolet Camaro Cabriolet von 1969.[39]
  • Ein 1967 Camaro wird von „Christine“, einem Plymouth Fury von 1958, an einer Tankstelle zerstört. Die Regie im Film von 1983 führte John Carpenter.[40]
  • „Erin“ wird ein 1969 Chevrolet Camaro Z/28 genannt, welcher auf einer Liste von zu stehlenden Fahrzeugen im Film „Gone in 60 Seconds“, auf Deutsch: „Nur noch 60 Sekunden“ steht.[41]
  • Im Kinofilm „CHiPs“ von 2017 fährt der Charakter Frank „Ponch“ Poncherello einen roten 1969er Z/28 mit RS-Package.[42]
  • Der Halbbruder und der Ehemann von Stephanie (gespielt von Anna Kendrick) sterben in einem Nebenthema des Films „Nur ein kleiner Gefallen“ von 2018 bei einem Autounfall in einem schwarzen 1967 Camaro SS.[43]
  • Im Jahr 2020 verwendet die Brillenmarke Ray-Ban einen 1968 Camaro für einen Werbespot.

Technische DatenBearbeiten

Technische Daten Chevrolet Camaro 1. Generation (Serienmodelle)
Chevrolet Camaro 230 250 302

(nur Z/28)

307 327 350 396 427
Bauzeitraum 1967-69 1967-69 1967-69 ab 01/1969 bis 12/1968 bis 12/1968 bis 12/1968 ab 01/1969 bis 12/68 ab 01/1969 ab 12/1967 ab 1968 ab 12/1967 ab 1968 nur 1969 nur 1969
Bestellcode L26 L22 Z28 L14 LF7 L30 LM1 L65 L48 L35 L34 L78 L78/L89 L72 ZL1
Motorart Ottomotor
Motorarbeitsverfahren Viertakt
Motorbauart 6-Zylinder-Reihenmotor 8-Zylinder-V-Motor
Gabelwinkel 90°
Motorblock Graugussmotorblock Aluminiummotorblock
Zylinderkopf Graugusszylinderköpfe, 2 Ventile pro Zylinder Aluminiumzylinderköpfe, 2 Ventile pro Zylinder
Hubraum 3769 cm³

(230 in³)

4093 cm³

(250 in³)

4942 cm³
(302 in³)
5031 cm³

(307 in³)

5354 cm³

(327 in³)

5733 cm³

(350 in³)

6489 cm³

(396 in³)

6997 cm³

(427 in³)

Bohrung × Hub 98,4 mm × 82,6 mm

(3,875 in × 3,25 in)

98,4 mm × 89,7 mm

(3,875 in × 3,531 in)

101,6 mm × 76,2 mm
(4 in × 3 in)
98,4 mm × 82,6 mm

(3,875 in × 3,25 in)

101,6 mm × 82,6 mm

(4 in × 3,25 in)

101,6 mm × 88,4 mm

(4 in × 3,48 in)

104,8 mm × 95,5 mm

(4,125 in × 3,76 in)

108 mm × 95,5 mm

(4,25 in × 3,76 in)

Nennleistung bei 1/min
(nach SAE J245 und J1995)
104 kW (140 bhp)
bei 4400
114 kW (155 bhp)
bei 4200
216 kW (290 bhp)
bei 5800
149 kW (200 bhp)
bei 4600
157 kW (210 bhp)
bei 4600
205 kW (275 bhp)
bei 4800
190 kW (255 bhp)
bei 4800
186 kW (250 bhp)
bei 4800
220 kW (295 bhp)
bei 4800
224 kW (300 bhp)
bei 4800
242 kW (325 bhp)
bei 4800
261 kW (350 bhp)
bei 5200
280 kW (375 bhp)
bei 4800
280 kW (375 bhp)
bei 4800
317 kW (425 bhp)
bei 5600
321 kW (430 bhp)
bei 5200
max. Drehmoment bei 1/min
(nach SAE J245 und J1995)
310 Nm (229 lbf·ft) bei 1600 332 Nm (245 lbf·ft) bei 1600 393 Nm (290 lbf·ft) bei 4200 407 Nm (300 lbf·ft) bei 2400 451 Nm (333 lbf·ft) bei 2400 501 Nm (370 lbf·ft) bei 3200 516 Nm (381 lbf·ft) bei 3200 536 Nm (395 lbf·ft) bei 3200 578 Nm (426 lbf·ft) bei 3200  563 Nm (415 lbf·ft) bei 3600 393 Nm (290 lbf·ft) bei 4200 393 Nm (290 lbf·ft) bei 4200 624 Nm (460 lbf·ft) bei 4000 610 Nm (450 lbf·ft) bei 4400
Verdichtung 8,5:1 11,0:1 9,0:1 10,25:1 9,0:1 10,5:1 10,25:1 11,0:1 12,0:1 12,5:1
Gemischaufbereitung ein Fallstrom-Einfachvergaser ein Fallstrom-Vierfachvergaser ein Fallstrom-Doppelvergaser ein Fallstrom-Vierfachvergaser ein Fallstrom-Doppelvergaser ein Fallstrom-Vierfachvergaser
Ventilsteuerung seitliche Nockenwelle zentrale Nockenwelle
Nockenwellenantrieb Zahnräder Kette
Kühlung Wasserkühlung, mit an der Wasserpumpe montiertem Lüfter, starr oder motorabhängig über Visco-Kupplung
Getriebe, serienmäßig 3- oder 4-Gang-Getriebe manuelles 4-Gang-Getriebe 3- oder 4-Gang-Getriebe
Schaltung Lenkrad- oder Mittelschaltung Mittelschaltung Lenkrad- oder Mittelschaltung
Getriebe, optional Powerglide-Zweistufenautomatik (1967/68), Turbo-Hydramatic als Vierstufenautomatik und Dreistufenautomatik (ab 1969) als Ersatz für Powerglide (Z/28 keine Option)
Antriebsart Hinterradantrieb
Radaufhängung vorn ungleich lange Dreieckslenker, Schraubenfedern
Radaufhängung hinten Starrachse, halbelliptische einfache Blattfedern Starrachse, halbelliptische 4-fache Blattfedern Starrachse, halbelliptische einfache Blattfedern Starrachse, halbelliptische einfache, 4- oder 5-fache Blattfedern Starrachse, halbelliptische 4-fache Blattfedern
Bereifung 5Jx14 6Jx15

ab 1969 7Jx15

5Jx14 od.

6Jx14

6Jx14 7Jx14 7Jx15
Bremsanlage, serienmäßig Trommelbremsen vorn, hinten Scheibenbremsen vorn, Trommelbremsen hinten Trommelbremsen vorn, hinten Scheibenbremsen vorn, Trommelbremsen hinten
Bremsenanlage, optional Bremskraftverstärker, vordere Scheibenbremsen mit Durchmesser 27,9 cm
Lenkung Kugelumlauflenkung
Servounterstützung, Lenkung optional
Karosserie Stahlblech, teilselbsttragend, Front mit Hilfsrahmen realisiert
Spurweite vorn 1515 mm
Spurweite hinten 1510 mm
Radstand 2745 mm
Abmessungen (Modelljahr 1969) 4690 mm × 1840 mm × 1300 mm (4725 mm × 1880 mm × 1300 mm)
Leergewicht 1315–1492 kg 1322–1499 kg 1475 kg 1350–1530 kg 1380–1557 kg 1401–1578 kg 1460–1580 kg 1535–1645 kg
Höchstgeschwindigkeit 150–160 km/h 150–165 km/h 210 km/h 180–190 km/h 170–180 km/h 175–190 km/h 160–205 km/h 180–215 km/h 200–230 km/h 220–240 km/h
Beschleunigung, 0–100 km/h 11–14 s 10–13 s 7,5 s 9–11 s 8–10 s 7–9 s 7–8 s 6–7 s 5,3–6,3 s
Verbrauch pro 100 km 14–17 l N ca. 18 l S 12–19 l S 15–19 l S 16–20 l S 15–20 l S 16–21 l S 17–22 l S 22–26 l S

Hinweis: Die Werte für Leergewicht variieren ausstattungsabhängig. Die angegebenen Werte für Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung und Verbrauch sind Anhaltspunkte. Auf Grund der fast freien Kombinationsmöglichkeiten von Motor-Getriebe-Achsübersetzung wird eine Spanne angegeben.[44]

Quelle:[45][28]

WeblinksBearbeiten

Commons: Chevrolet Camaro (1966) – Sammlung von Bildern
  • GM Suisse
  • Die F-Body-Nation ist eine deutschsprachige Community zum Camaro
  • Camaros.org Umfangreiche Sammlung über alle Einzelheiten zum Camaro der 1. Generation (engl.), einschl. Zahlen, Daten, Fakten, Fotos und Zeichnungen
  • Quelle für Prospektmaterial ist das GM Heritage Center (engl.)
  • Daten und Decodierungen zu Ausstattung und Technik findet sich auf Chevy Camaro (engl.)
  • „How to restore your camaro“ liefert Antworten und Beschreibungen auf Fragen zur Restauration (engl.)

AnmerkungenBearbeiten

  1. a b cfm ist die Abkürzung für „cubic feet per minute“ (dt. Kubikfuß pro Minute) und bemisst den Volumenstrom. Eine vergleichbare SI-Einheit ist m3/h. Im Bezug auf Vergaser beschreibt diese Zahl den Gemischdurchsatz. Umrechnung 1 m³/h entspricht ca. 0,589 cfm 1 cfm entspricht ca. 1,699 m³/h
  2. Clone“ sind Fahrzeuge, welche einem bestimmten Model oder einer Ausstattungslinie nachempfunden werden. Bei Chevrolet werden sämtliche Ausführungen „SS“ = Super Sport, „RS“ = Rally Sport oder „Z/28“ kopiert. Bei Clonen werden äußere Karosseriedetails, wie Motorhauben, Scheinwerfer, Räder und Embleme, selbst das Armaturenbrett und die Sitze montiert. Das Ganze geht soweit, dass auch Motoren und Getriebe verpflanzt werden (nennt man „swapping“). Teilweise sind die „Fälschungen“ so gut gemacht, dass man die Fahrzeuge auf den ersten Blick nicht entlarvt. Erst die Fahrgestellnummer oder andere Details geben Aufschluss.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. General Info – Camaro FAQ. Abgerufen am 5. August 2019.
  2. a b John Gunnell: Muscle Cars Field Guide: American Supercars 1960–2000 (Warman's Field Guides). Krause Publications, 2004, ISBN 978-0-87349-869-2, S. 400.
  3. General Info – Camaro FAQ. Abgerufen am 4. Mai 2019.
  4. a b ROB WAGNER: Who Invented the Chevy Camaro? In: itstillruns.com. itstillruns, abgerufen am 16. Mai 2020 (englisch).
  5. How did the Chevy Camaro get its name? 8. August 2017, abgerufen am 5. August 2019 (englisch).
  6. a b Camaro Foreign Assembly Plants - Schweiz. Abgerufen am 19. Mai 2019.
  7. Detailed specs review of 1967 Chevrolet Camaro Sport Coupe V8 4-speed offered since January 1967 for Europe export. Abgerufen am 16. Juli 2020.
  8. Camaro Foreign Assembly Plants - Belgien. Abgerufen am 16. Juli 2020.
  9. Camaro History 1967–1969
  10. a b GM Chevrolet: 1967 Chevrolet Camaro Verkaufsprospekt. In: GM Heritage Center. Abgerufen am 14. Oktober 2019 (englisch).
  11. a b GM Chevrolet: 1968 Chevrolet Camaro Verkaufsprospekt. In: GM Heritage Center. GM Heritage Center, abgerufen am 14. Oktober 2019 (englisch).
  12. a b c GM Chevrolet: 1969 Chevrolet Camaro Verkaufsprospekt. In: GM Heritage Center. GM Heritage Center, abgerufen am 14. Oktober 2019 (englisch).
  13. Guide to Muncie M20, M21, and M22 Four-Speed Transmissions. 3. August 2018, abgerufen am 24. Juli 2020 (englisch).
  14. Carl H. Munroe: Powerglide Transmission Handbook: How to Rebuild Or Modify Chevrolet's Powerglide for All Applications, Penguin, 2001, ISBN 9781557883551, S. 2
  15. Kurt Sonen (Hrsg.): Transmission, in Camaro Research Group, 25. Juli 2020, abgerufen am 4. Oktober 2020 (englisch)
  16. a b John Gunnell: Standard guide to American muscle cars : (a supercar source book, 1960-2005). Hrsg.: kp books. 4. Auflage. KP Books, 2005, ISBN 0-87349-988-3 (englisch).
  17. a b c d e f Jason Scott: Original Chevrolet Camaro 1967–1969 : the restoration guide. Motorbooks, Beverly, MA 2019, ISBN 978-0-7603-6591-5.
  18. a b c GM Heritage Center: Vehicle Information Kit 1967. (PDF) In: https://www.gmheritagecenter.com/. GM Heritage Center, 2016, abgerufen am 4. Mai 2019 (englisch).
  19. CONTENTdm. Abgerufen am 5. August 2019.
  20. Chevrolet Muncie Transmission Plant. Abgerufen am 5. August 2019.
  21. a b Heacock Classic: 1969 Chevrolet Camaro Z/28 – The Other Pony Car. 20. März 2015, abgerufen am 14. September 2019 (englisch).
  22. Wolfgang Klopfer: Formula 5000 in Europe. Books on Demand 2004, ISBN 978-3-8334-0545-7, S. 7.
  23. a b c Camaros ORG: 1967-69 Chevrolet Camaro Regular Production Options (RPOs). In: camaros.org. Abgerufen am 20. September 2020 (englisch).
  24. Camaro Chassis – Suspension, Axle, Brakes, & Wheels. Abgerufen am 17. Mai 2019.
  25. a b CRG Visual ID 1968 Model HyperTable. Abgerufen am 4. Mai 2019.
  26. a b GM Heritage Center: Vehicle Information Kit 1968. (PDF) In: https://www.gmheritagecenter.com/. GM Heritage Center, 2016, abgerufen am 4. Mai 2019 (englisch).
  27. Camaro – 67-69 Camaro Model Information. Abgerufen am 11. Mai 2019.
  28. a b GM Chevrolet: 1968 Chevrolet Camaro Z/28 Verkaufsprospekt. In: GM Heritage Center. GM Heritage Center, abgerufen am 14. Oktober 2019 (englisch).
  29. a b GM Heritage Center: Vehicle Information Kit 1969. (PDF) In: https://www.gmheritagecenter.com/. GM Heritage Center, 2016, abgerufen am 4. Mai 2019 (englisch).
  30. CRG Visual ID 1969 Model HyperTable. Abgerufen am 4. Mai 2019.
  31. Camaro Research Group. Abgerufen am 4. Mai 2019.
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