Hauptmenü öffnen
Chevrolet Lumina
Produktionszeitraum: 1989–2017
Klasse: Mittelklasse, Obere Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Coupé
Vorgängermodell: Chevrolet Celebrity
Nachfolgemodell: Chevrolet Impala, Chevrolet Monte Carlo

Der Chevrolet Lumina ist ein vom amerikanischen Autohersteller General Motors seit 1989 hergestellter PKW der oberen Mittelklasse. Das Fahrzeug wurde von Anfang 1989 bis Frühjahr 2001 in Oshawa (Kanada) hergestellt und löste sowohl den Chevrolet Celebrity als auch den Chevrolet Monte Carlo ab.

Als Lumina wurden in den USA zwei unterschiedliche Fahrzeuge bezeichnet, was anfangs zu einiger Verwirrung bei den Käufern führte. Neben einer Limousine mit der Bezeichnung Lumina Sedan wurde auch der Minivan Lumina APV angeboten.

Das letzte Modell wurde in Australien bei der GM-Tochter Holden hergestellt und nur auf wenigen Märkten angeboten.

Erste Generation (1989–1994)Bearbeiten

1. Generation

Chevrolet Lumina Sedan (1990–1994)

Produktionszeitraum: 1989–1994
Karosserieversionen: Limousine, Coupé
Motoren: Ottomotoren:
2,5–3,4 Liter
(78–157 kW)
Länge: 5019–5062 mm
Breite: 1803–1821 mm
Höhe: 1354–1361 mm
Radstand: 2730 mm
Leergewicht: 1586 kg

Ab Anfang 1989 wurde unter der Bezeichnung Lumina das offizielle Rennwagenmodell von Chevrolet für die NASCAR-Rennen geführt.[1][2] Etwa zur gleichen Zeit kam das Serienfahrzeug mit demselben Namen in den Handel.[3]

 
Chevrolet Lumina Z34 Sportcoupé (1991–1994)

Der amerikanische Chevrolet Lumina basierte auf der W-Plattform von General Motors, der ähnlich dem Pontiac Grand Prix, Oldsmobile Cutlass Supreme, Oldsmobile Intrigue, Buick Regal und Buick Century (nach 1996) war.

Obwohl sich der Lumina gut verkaufte, wurde GM in der Fachpresse dafür kritisiert,[4] zu spät einen Konkurrenten für den Ford Taurus auf den Markt gebracht zu haben.

MotorenBearbeiten

  • Modelljahr 1993: 2,2-l-R4-Ottomotor, OHV-Ventilsteuerung, maximale Leistung 110 hp (82 kW)
  • Modelljahr 1990–1992: 2,5-l-R4-Ottomotor (151 cu.in) GM Iron Duke engine, OHV-Ventilsteuerung, maximale Leistung 105 hp–110 hp (78 kW–82 kW)
  • Modelljahr 1990–1994: 3,1-l-V6-Ottomotor (191 cu.in) GM 60-Degree V6 Generation II, OHV-Ventilsteuerung, maximale Leistung 135 hp–140 hp (101 kW–104 kW)
  • Modelljahr 1991–1994: 3,4-l-V6-Ottomotor (207 cu.in), DOHC-Ventilsteuerung, GM 60-Degree V6 engine, maximale Leistung 200 hp–210 hp (149 kW–157 kW)

Lumina Z34Bearbeiten

Die stärkere Version des Serienmodells war der im Frühjahr 1991 eingeführte zweitürige Coupé Lumina Z34.[5] Dieser verfügte über einen 3,4-l-V6-Motor (Motorcode: LQ1) mit DOHC-Ventilsteuerung, der maximal 157 kW (210 hp) bei 5200 min−1 an Leistung erbrachte.

Die äußerlichen Änderungen waren z. B. von Werk an angebrachte Spoiler und einige an der Karosserie geänderte Formen, Lufteinlassschlitze in der Motorhaube, sowie ein spezielles Lenkrad. Der Grill wurde auch mit einem Panel in Wagenfarbe ausgeliefert. Das Ganze ähnelte somit dem Ford Taurus SHO.

Zweite Generation (1994–2001)Bearbeiten

2. Generation

Chevrolet Lumina Sedan

Produktionszeitraum: 1994–2001
Karosserieversionen: Limousine
Motoren: Ottomotoren:
3,1–3,8 Liter
(119–160 kW)
Länge: 5103 mm
Breite: 1842 mm
Höhe: 1392–1402 mm
Radstand: 2730 mm
Leergewicht: 1997 kg
 
Heckansicht
Sterne im US-NCAP-Crashtest (1999),[6] Frontalversuch Fahrerseite  

Im Herbst 1994 wurde der Lumina rundum erneuert.[7] Es blieb nur noch die Limousine, da das Lumina Coupé in Monte Carlo umbenannt wurde.[8] Der V6-Motor mit dem Motorcode LH0 wurde in den V6-Motor mit dem Motorcode L82 geändert, der auch als 3100 SFI bekannt ist. Von diesem Modell wurden auch spezielle Versionen für Polizei und Taxiunternehmen produziert, nachdem die Produktion des Chevrolet Caprice 1996 eingestellt wurde.

Eine sportlichere Variante des Fahrzeugs (Lumina LTZ)[9] kam Anfang 1997 auf den Markt, um die eingestellten Modelle Impala SS und Caprice zu ersetzen. Die Version hatte Sporträder (ähnlich dem Stil des Impala SS), den 3,4-l-V6-Motor (der optional ab 1997 erhältlich war), einen Drehzahlmesser, und elektrisch verstellbare Sitze.

Der 3,4-l-V6-Motor wurde 1998 mit dem 3800-„Series-II“-Motor getauscht und etwa zeitgleich wurden auch die Airbags verbessert.

Am 26. April 2001 stellte General Motors die Produktion ein.[10] Der Absatz des Lumina war seitens Chevrolet nicht mehr rentabel genug. Bereits im Herbst 1999 kam das Modell Chevrolet Impala wieder auf den Markt, das – nun mit Frontantrieb – als Nachfolger fungiert, der Chevrolet Lumina wurde ab demselben Jahr nurmehr für den Flottenbetrieb[10] verkauft. Darunter rangiert der Chevrolet Malibu.

In einigen asiatischen Ländern lief die Fertigung des Lumina weiter und er wurde als Buick Century/Regal verkauft. In Lateinamerika wurde der Lumina unter dem Namen Chevrolet Omega angeboten.

MotorenBearbeiten

  • Modelljahr 1995–2001 3,1-l-V6-Ottomotor (191 cu.in), OHV-Ventilsteuerung, GM 60-Degree V6 Generation II, maximale Leistung 160 hp–175 hp (119 kW–130 kW)
  • Modelljahr 1995–1997 3,4-l-V6-Ottomotor (207 cu.in), DOHC-Ventilsteuerung, GM 60-Degree V6 LQ1 V6, maximale Leistung 210 hp–215 hp (157 kW–160 kW)
  • Modelljahr 1997–1999 3,8-l-V6-Ottomotor (231 cu.in), OHV-Ventilsteuerung, GM 3800 Series II V6, maximale Leistung 200 hp (149 kW)

Außerhalb der USABearbeiten

 
Chevrolet Lumina SS (2001)

Ab 1998 wurde auf Märkten des Nahen Ostens und in Südafrika ein neues Lumina-Modell angeboten. Es handelt sich hierbei um ein Schwestermodell des Holden Commodore VT/VX/VY/VZ (Lumina Sedan) bzw. Holden Monaro (Lumina Coupé)[11] und wurde bis 2006 mit diesem in Australien gefertigt. Im Nahen Osten lief der Verkauf des Holden-Commodore-basierten Chevrolet Lumina bis 2017.[12]

Auf den Philippinen wurde zwischen 2005[13] und 2008 eine umbenannte Version des Buick Regal als Chevrolet Lumina verkauft.[14]

Auch die von 2006 bis 2013 produzierte Generation des Holden Commodore (VE) wurde als Chevrolet Lumina verkauft.[15] In Südafrika wurde sogar der Holden Ute als Lumina Ute angeboten,[16] allerdings jeweils nur das Topmodell Lumina SS bzw. Lumina Ute SS.

2013 wurde der Vertrieb in Südafrika eingestellt.[17]

WeblinksBearbeiten

  Commons: Chevrolet Lumina – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bob Kaplow: SUCCESSFUL MONTE CARLOS OUT AND BRAND NEW LUMINAS IN - The Washington Post. In: washingtonpost.com. 6. Mai 1989, abgerufen am 25. November 2018 (englisch).
  2. Al Pearce: LUMINA TO MAKE ITS NASCAR FINALE - Daily Press. In: dailypress.com. 9. November 1994, abgerufen am 25. November 2018 (englisch).
  3. 1990-94 Chevrolet Lumina - Consumer Guide Auto. In: consumerguide.com. Abgerufen am 25. November 2018 (amerikanisches Englisch).
  4. Jim Mateja: LUMINA PULLS UP-AT LAST - Chicago Tribune. In: chicagotribune.com. 18. Juni 1989, abgerufen am 25. November 2018 (amerikanisches Englisch).
  5. Kevin Wilson, Bob Myers: Vintage 1991 Chevrolet Lumina Z34 review with Dale Earnhardt. In: autoweek.com. 11. März 1991, abgerufen am 25. November 2018 (englisch).
  6. 1999 CHEVROLET LUMINA 4 DR - NHTSA. In: nhtsa.gov. Abgerufen am 25. November 2018 (englisch).
  7. Jim Mateja: 1995 Chevrolet Lumina - chicagotribune.com Review - Cars.com. In: cars.com. Chicago Tribune, 16. Mai 1994, abgerufen am 25. November 2018 (englisch).
  8. 1995-01 Chevrolet Lumina/Monte Carlo - Consumer Guide Auto. In: consumerguide.com. Abgerufen am 25. November 2018 (amerikanisches Englisch).
  9. Matt/Bob Hagin: CHEVROLET LUMINA LTZ (1997). In: theautochannel.com. Abgerufen am 25. November 2018 (englisch).
  10. a b Debi Domby: Lumina reaches end of the line. In: autonews.com. 30. April 2001, abgerufen am 25. November 2018 (amerikanisches Englisch).
  11. Marton Pettendy: Last Monaro fetches $187,600 - GoAuto. In: goauto.com.au. 23. Februar 2006, abgerufen am 25. November 2018 (englisch).
  12. Mashfique Hussain Chowdhury: Chevrolet SS ends production, so say farewell to the Chevy Lumina - Drive Arabia. In: drivearabia.com. 28. Mai 2017, abgerufen am 25. November 2018 (amerikanisches Englisch).
  13. Jude P. Morte: GM illuminates midsize sedan market with new Chevy Lumina - Auto Industry News. In: autoindustriya.com. 22. Februar 2005, abgerufen am 25. November 2018 (englisch).
  14. William Stopford: Obscure Rebadges From Around The World: Part 6. In: curbsideclassic.com. 21. November 2018, abgerufen am 25. November 2018 (amerikanisches Englisch).
  15. Hailey Philander: TESTED: Chevrolet Lumina SS - Wheels24. In: wheels24.co.za. 21. Februar 2007, abgerufen am 25. November 2018 (englisch).
  16. Chevrolet Lumina SS Ute Launched in South Africa. In: motor1.com. 27. Februar 2008, abgerufen am 25. November 2018 (englisch).
  17. SA Roadtests - 2013 Chevrolet Lumina SSV Ute. In: scarletpumpkin.com. 22. Juni 2013, abgerufen am 25. November 2018 (englisch).
« vorher – Zeitleiste der Chevrolet- und Geo-Pkw-Modelle in den Vereinigten Staaten 1980 bis 2009 – nächste »
Geo als eigene Marke für japanische Importe/JV
Typ 1980er 1990er 2000er
0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9
Kleinwagen Sprint Geo Metro Geo Metro Metro Aveo
Kompaktklasse Chevette
Spectrum Geo Spectrum Geo Storm
Nova Geo Prizm Geo Prizm Prizm Cobalt
Citation HHR
Monza Cavalier Cavalier Cavalier
Mittelklasse Malibu Corsica / Beretta Malibu Malibu Malibu
Monte Carlo Monte Carlo Monte Carlo
Celebrity Lumina Lumina
Full-Size Cars Caprice Caprice
Impala Impala SS Impala Impala
Sportwagen Camaro Camaro Camaro Camaro
Corvette C3 Corvette C4 Corvette C5 Corvette C6
Kompakt-SUV Geo Tracker Tracker Tracker Equinox
  • Rebadged Toyota bzw. im gemeinsamen Werk NUMMI gefertigtes Modell
  • Rebadged Isuzu
  • Rebadged Suzuki
  • von Daewoo Motors