Nentershausen (Westerwald)

Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz

Nentershausen ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Montabaur an.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Nentershausen
Nentershausen (Westerwald)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Nentershausen hervorgehoben

Koordinaten: 50° 25′ N, 7° 56′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Montabaur
Höhe: 286 m ü. NHN
Fläche: 7,54 km2
Einwohner: 1997 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 265 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56412
Vorwahl: 06485
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 051
Adresse der Verbandsverwaltung: Konrad-Adenauer-Platz 8
56410 Montabaur
Website: www.nentershausen-westerwald.de
Ortsbürgermeister: Thomas Weidenfeller
Lage der Ortsgemeinde Nentershausen im Westerwaldkreis
Karte
Blick auf Nentershausen (2020)

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Limburg an der Lahn und Montabaur am Rande des Naturparks Nassau. Zu Nentershausen gehören auch die Wohnplätze Hof Willbach und Hof Schönholz.[2]

Unmittelbare Nachbargemeinden sind Eppenrod, Kleinholbach (bei Girod), Görgeshausen, Heilberscheid, Niedererbach und Nomborn.

GeschichteBearbeiten

Nentershausen wurde im Jahre 841 erstmals urkundlich erwähnt.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Nentershausen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 468
1835 756
1871 849
1905 772
1939 1.001
1950 1.067
Jahr Einwohner
1961 1.199
1970 1.498
1987 1.779
1997 2.068
2005 2.023
2019 1.997

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Nentershausen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl CDU WGR 1 WGR 2 Gesamt
2019 6 4 6 16 Sitze
2014 5 6 5 16 Sitze
2009 5 6 5 16 Sitze
2004 5 9 2 16 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Thomas Weidenfeller wurde 2014 Ortsbürgermeister von Nentershausen.[5] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 52,76 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[6]

Weidenfellers Vorgänger war Helmut Ortseifen.[7]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Geteilt von Blau und Silber, oben ein schreitender, hersehender, rotgezungter, goldener Löwe, unten ein durchgehendes, rotes Balkenkreuz, bewinkelt mit gestielten, zur Kreuzmitte gewandten, roten Kleeblättern.“
Wappenbegründung: Das Ortswappen ist nach den drei Gerichtssiegeln des Ortes gestaltet. Nentershausen, das aus der Erbschaft der Grafen von Diez stammte, wurde 1564 endgültig Kurtrier zugeteilt. Die gemeinsame trierisch-nassauische Gebietsherrschaft löste erst der Diezer Vertrag von 1564. Der Diezer Löwe und das kurtrierische Kreuz zeigen dieses gemeinsame politische Schicksal. Die Kleeblätter sind als spezielles Ortszeichen von Nentershausen zu werten.

PartnerschaftenBearbeiten

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Die Wiesengrund-Talbrücke der Schnellfahrstrecke Köln – Rhein-Main nahe Nentershausen, fotografiert während der Bauphase 2001
  • St. Laurentius, erbaut von 1864 bis 1867.
  • gut erhaltene/restaurierte Fachwerkhäuser aus dem 19. Jahrhundert
  • Bürgerhaus 2005
  • Sport- und Veranstaltungshalle Freiherr-vom-Stein-Halle 1985
  • Realschule Plus (1965) Umbau 2015 und Grundschule (1998)
  • Feuerwehrhaus (1990)

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • Kirmes am Sonntag nach dem 10. August (Laurentiustag)
  • Fastnachtsfeiern in der 5. Jahreszeit
  • Familienwandertag der Freiwilligen Feuerwehr am 1. Mai
  • Schlachtfest des DRK OV Nentershausen im Januar
  • Weinfest des Männergesangvereins MGV „Eintracht“ 1905 Nentershausen am 2. Wochenende im September

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Bedeutende Arbeitgeber sind Unternehmen aus den Bereichen Tankstellenbau, Behälter und Apparatebau, Verkehrstechnik, Baustoffe (Dachpappe), Kunststoffbearbeitung, Fördertechnik neben Handwerksbetrieben aus dem Baunebengewerbe.

Ein Großteil der arbeitenden Bevölkerung pendelt nach Limburg, Frankfurt, Montabaur und Koblenz.

VerkehrBearbeiten

BildungBearbeiten

Kindergarten, Grundschule und Realschule plus Schule (Mittlere Reife); weiterführende und berufsbildende Schulen in Montabaur, Diez und Limburg.

LiteraturBearbeiten

  • Chronik Nentershausen Ausgabe 2000
  • 150 Jahre Grundsteinlegung St.-Laurentius-Kirche Nentershausen: 1864–2014. Freundes- und Förderkreis St.-Laurentius-Kirche Nentershausen, Nentershausen, 2014, DNB 1058460625
  • Otto Stahlhofen, Stephan Kexel: Chronik und kleiner Kirchenführer kath. Pfarrkirche „St. Laurentius“ Nentershausen. Freundes- und Förderkreis St.-Laurentius-Kirche Nentershausen, Nentershausen, 2009, DNB 1058460633

WeblinksBearbeiten

Commons: Nentershausen – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019[Version 2020 liegt vor.]. S. 76 (PDF; 3 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Bilder des Jahres 2014 – Kommunalwahl. Thomas Weidenfeller – Neuer Ortsbürgermeister von Nentershausen. Verbandsgemeinde Montabaur, abgerufen am 22. Juni 2020.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Montabaur, Verbandsgemeinde, 22. Ergebniszeile. Abgerufen am 22. Juni 2020.
  7. Ortseifen will Bürgermeister bleiben. Frankfurter Neue Presse, 23. Mai 2014, abgerufen am 20. Juni 2020.