Berod bei Wallmerod

Gemeinde in Deutschland

Berod bei Wallmerod ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wallmerod an.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Berod bei Wallmerod
Berod bei Wallmerod
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Berod bei Wallmerod hervorgehoben

Koordinaten: 50° 29′ N, 7° 56′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Wallmerod
Höhe: 305 m ü. NHN
Fläche: 3,92 km2
Einwohner: 542 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 138 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56414
Vorwahl: 06435
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 208
Adresse der Verbandsverwaltung: Gerichtsstraße 1
56414 Wallmerod
Website: www.wallmerod.de
Ortsbürgermeister: Collin Schmidt
Lage der Ortsgemeinde Berod bei Wallmerod im Westerwaldkreis
Karte
Das Fachwerkhaus (um 1700 erbaut) in Berod bei Wallmerod (Deutschland) zählt zu den Kulturdenkmälern des Dorfes.
Die Kirche (Teile zwischen 1150 und 1200 erbaut) in Berod bei Wallmerod mit romanischem Westturm ist das älteste Kulturdenkmal des Dorfes.
Das Fachwerkhaus wurde 1688 zuerst bezeichnet. Es ist das dritte Kulturdenkmal des Dorfes.

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Montabaur und Wetzlar. Unmittelbar östlich des Ortes fließt von Nord nach Süd der Eisenbach. Zu Berod bei Wallmerod gehören auch die Wohnplätze Bruchhäusermühle und Dammsmühle.[2]

GeschichteBearbeiten

Berod wurde um 1292 als Berrinrode erstmals urkundlich in einem Nekrologium des Chorherrenstifts Dietkirchen erwähnt. Die Wortendung -rode bezieht sich hierbei auf die mittelalterlichen Waldrodungen zur Gewinnung von Acker- und Weideland zwischen 800 und 1200.[3] Die erste Kapelle in Berod muss bereits zwischen 1150 und 1200 erbaut worden sein. Der Westturm der heutigen Kirche und Teile der heutigen Sakristei waren bereits Teil dieses Gebäudes. Die Kapelle und der Ort gehörten im Mittelalter zum Kirchspiel Hundsangen. 1729 wurde die Kapelle vergrößert und erhielt eine barocke Ausstattung. Im Jahr 1900 wurde die Kirche erneut umgebaut und erhielt eine Nord-Süd-Richtung unter Beibehaltung des ehemaligen barocken Chorraumes. Das heutige Querhaus mit dem ehemaligen barocken Hauptaltar (im jetzigen Seitenchor) entspricht der ursprünglichen Ausrichtung der Kapelle in östliche Richtung.

1762 wurde Berod zusammen mit Wallmerod und einem Teil von Ruppach vom Trierer Erzbischof Johann Philipp von Walderdorff zur Pfarrei erhoben. 1789 wurde der Teil von Ruppach durch Zehnhausen ersetzt. 1963 wurde Wallmerod zu einer eigenen Kirchengemeinde, verblieb jedoch innerhalb der Pfarrei Berod. 1976 kam Molsberg zur Kirchengemeinde Wallmerod und damit zur Pfarrei Berod hinzu. Am 1. Januar 2016 ging die Pfarrei St. Ägidius Berod nach 254 Jahren ihres Bestehens in der neu gegründeten Großpfarrei St. Laurentius Nentershausen auf.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Berod, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5][1]

Jahr Einwohner
1815 276
1835 326
1871 312
1905 304
1939 341
1950 365
Jahr Einwohner
1961 360
1970 410
1987 440
1997 501
2005 560
2017 550

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Berod bei Wallmerod besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem Vorsitzenden.[6]

BürgermeisterBearbeiten

Collin Schmidt wurde am 21. Juni 2019 Ortsbürgermeister von Berod.[7] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 90,44 % für fünf Jahre gewählt worden.[8]

Schmidts Vorgänger Berthold Schönberg hatte das Amt 15 Jahre ausgeübt.[7]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Gespalten durch eine rot-silberne Doppelflanke und geteilt im Wellenschnitt ein spitzbedachter, kreuzbesteckter, schwarzgefugter Kirchturm mit silbernem Fenster, erhöht um ein im Rundbogen gefasstes, silbernes Doppelfenster, vorne eine Rodehacke, hinten ein Tongräberspaten, alles in verwechselten Farben.“

VereineBearbeiten

Im Ort sind aktiv der Angelsportverein, der Sportverein, der Männergesangverein Liederkranz und der Kirchenchor St. Ägidius.

VerkehrBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Berod bei Wallmerod – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019. S. 80 (PDF; 3 MB).
  3. Wald und Mensch im Wandel der Zeitalter
  4. Lemke, Volker.: Geschichte der Pfarrei St. Ägidius Berod: ein Beitrag zur Ortsgeschichte von Berod, Wallmerod, Zehnhausen und Molsberg. 1997, OCLC 174428951.
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. a b Konstituierende Sitzung des Gemeinderates. In: Wir über uns - Verbandsgemeinde Wallmerod, Ausgabe 26/2019. Linus Wittich Medien GmbH, Höhr-Grenzhausen, abgerufen am 2. Juli 2020.
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Wallmerod, Verbandsgemeinde, siebte Ergebniszeile. Abgerufen am 2. Juli 2020.