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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Rotenhain
Rotenhain
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Rotenhain hervorgehoben

Koordinaten: 50° 36′ N, 7° 53′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Westerburg
Höhe: 465 m ü. NHN
Fläche: 4,1 km2
Einwohner: 534 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56459
Vorwahl: 02661
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 288
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Neumarkt 1
56457 Westerburg
Website: www.rotenhain.de
Ortsbürgermeister: Thomas Ziomek
Lage der Ortsgemeinde Rotenhain im Westerwaldkreis
Karte

Rotenhain ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Westerburg an.

GeographieBearbeiten

Rotenhain liegt neun Kilometer nordwestlich von Westerburg.

Zu Rotenhain gehört der Ortsteil Todtenberg.

GeschichteBearbeiten

 
Alte Burg

Der ehemalige Name des Dorfes Rotenhain wurde am 3. Juli 1937 aufgrund des „unschön“ klingenden Namens von Rotzenhahn in Rotenhain abgeändert.

Die heutige Gemeinde wurde am 7. Juni 1969 aus den Gemeinden Rotenhain und Todtenberg neu gebildet.[2]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Rotenhain besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[3]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Unter blauem Zinnenschildhaupt, darin ein goldener schreitender und hersehender Löwe, in Rot eine goldene Waage, gespalten von einer goldenen gestürzten eingeschweiften Spitze, darin ein rotes gestürztes Schwert.“

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Pfarrkirche St. Martin

In Rotenhain liegt die Alte Burg zu Rotzenhahn aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Die „Burg“ ist eine spätmittelalterliche Turmhügelburg (Motte) des Westerwaldes, wahrscheinlich diente sie als Zollstation an der alten Handelsstraße. Die Grundfläche der Alten Burg beträgt 240 Quadratmeter (16 × 15 m), die Turmburg hat einen zweigeschossigen Unterbau mit Zinnenabschluss und einen eingeschossigen Oberbau. Der Verein Historica Rotenhain e.V. hat die Alte Burg rekonstruiert. Dabei wurden über 6000 Arbeitsstunden und eine halbe Million Euro investiert, um die Burg stilgemäß wieder aufzubauen und einzurichten. Deren Fundament war 1997 bei Wegbauarbeiten in der Gemarkung Alte Burg gefunden worden.[4][5]

Die Pfarrkirche St. Martin stammt aus dem Jahr 1220. Das heutige Hauptgebäude wurde 1743 errichtet. Sehenswert ist ein Wandmosaik aus über 50.000 Einzelsteinen.[6]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

 
Bahnhof Rotenhain
  • Südwestlich der Gemeinde verläuft die Bundesstraße 255, die von Montabaur nach Herborn führt. Die nächste Autobahnanschlussstelle ist Montabaur an der A 3 KölnFrankfurt am Main.
  • Rotenhain liegt an der Oberwesterwaldbahn, auf welcher die Züge der Linie RB 90 der Hessischen Landesbahn, Bereich Dreiländerbahn nach dem Rheinland-Pfalz-Takt stündlich von Limburg (Lahn) über Westerburg, Hachenburg, Altenkirchen, Au (Sieg), Betzdorf, Wissen (Sieg) und Siegen nach Kreuztal verkehren.
  • Am Bahnhof Au (Sieg) besteht Anschluss an den Rhein-Sieg-Express RSX welcher als RE 9 von Aachen über Köln, Troisdorf, Siegburg/Bonn und Betzdorf (Sieg) nach Siegen pendelt, zur S 12 welche von Düren über Köln nach Au verkehrt sowie zur Regionalbahn in Richtung Siegen.
  • Am Bahnhof Limburg (Lahn) besteht Anschluss an die Regionalzüge in Richtung Frankfurt, Wiesbaden, Koblenz, Gießen und Montabaur/Siershahn.

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (Memento vom 22. Dezember 2017 im Internet Archive) (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 393). Bad Ems März 2006, S. 194 (PDF; 2,6 MB).   Info: Es liegt ein aktuelles Verzeichnis (2016) vor, das aber im Abschnitt „Gebietsänderungen – Territoriale Verwaltungsreform“ keine Einwohnerzahlen angibt.
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  4. Verein Historica Rotenhain
  5. Westerwälder-Zeitung
  6. Darstellung von Rotenhain im Wanderatlas Deutschland