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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Norken
Norken
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Norken hervorgehoben
Koordinaten: 50° 40′ N, 7° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Bad Marienberg (Westerwald)
Höhe: 458 m ü. NHN
Fläche: 6,05 km2
Einwohner: 961 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 159 Einwohner je km2
Postleitzahl: 57629
Vorwahl: 02661
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 280
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirburger Straße 4
56470 Bad Marienberg (Westerwald)
Website: www.norken.de
Ortsbürgermeister: Friedrich-Wilhelm Wagner
Lage der Ortsgemeinde Norken im Westerwaldkreis
Karte
Haus Norken im Landschaftsmuseum Westerwald

Norken (mundartlich: Noorge[2]) ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Marienberg (Westerwald) an.

Inhaltsverzeichnis

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Limburg an der Lahn und Siegen. Das Gemeindegebiet liegt zwischen der Großen Nister und der Kleinen Nister.

GeschichteBearbeiten

Norken wurde 1262 zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Norken war Teil der Grafschaft Sayn. Die Einwohner wurden nach der Einführung der Reformation in der Grafschaft Sayn erst lutherisch und später reformiert.[3] Nach der Landesteilung der Grafschaft Sayn im 17. Jahrhundert gehörte Norken zur Grafschaft Sayn-Hachenburg. 1799 kam die Grafschaft auf dem Erbweg an die Fürsten von Nassau-Weilburg und 1806 an das Herzogtum Nassau.

Der Ortsteil Bretthausen wurde 1813 zur Zeit der nassauischen Regierung eingemeindet.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Norken, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4][1]

Jahr Einwohner
1815 225
1835 287
1871 318
1905 416
1939 515
1950 573
Jahr Einwohner
1961 644
1970 761
1987 862
1997 1.007
2005 1.032
2018 961

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Norken besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis 2009 gehörten dem Gemeinderat 16 Mitglieder an.[5]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Von Gold, Rot und Schwarz durch Göpelschnitt geteilt; vorn ein wachsendes, lotrecht stehendes, rotes Messer mit umgebogener Klingenspitze; hinten ein steigender, blaubewehrter, goldener Löwe; unten ein sechsspeichiges, silbernes Rad.“[6]
Wappenbegründung: Das rote Messer, ein bis zum Zweiten Weltkrieg verwendetes Heep, stellt die Verbindung zur Haubergwirtschaft des Ortes her. Das Rad symbolisiert den Wagenverkehr auf der Handelsstraße Köln-Leipzig, für den die Norkener wegen der hier starken Steigung in früheren Zeiten Vorspanndienste zu leisten hatten. Norken gehörte in früherer Zeit zur Grafschaft Sayn und später zur Grafschaft Sayn-Hachenburg. Der saynische Löwe weist auf diese Zugehörigkeit hin.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

KulturdenkmälerBearbeiten

Ein repräsentatives Gehöft aus Norken wurde Anfang der 1980er Jahre abgebaut und im Landschaftsmuseum Westerwald als Eingangsgebäude wieder aufgebaut.

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Veranstaltungen der Vereine und der Gemeinde finden im Dorfgemeinschaftshaus statt.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

In unmittelbarer Nähe des Ortes verläuft die B 414, die von Hohenroth nach Altenkirchen führt. Die nächsten Autobahnanschlussstellen sind in Siegen oder Wilnsdorf an der A 45 DortmundHanau, etwa 26 Kilometer entfernt. Der nächstgelegene ICE-Halt ist der Bahnhof Montabaur an der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main.

BildungBearbeiten

Die Grundschule Norken und der Kindergarten Norken/Mörlen stehen unter der Trägerschaft der Ortsgemeinde. Seit Ende 2009 gehören beide dem Bildungsstätten-Netzwerk der UNESCO an. Am 8. März 2010 wurde der Förderverein der Bildungsstätte Norken-Mörlen e. V. gegründet.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Manfred Stock (* 1932), Gartenbauer und Umweltschützer, wohnt seit 1995 in Norken.

LiteraturBearbeiten

  • Ortsgemeinde Norken (Hrsg.): Chronik der Gemeinde Norken. 1262–1987, Norken 1987.
  • Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58 (2015), S. 74–80.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Hermann Josef Hucke: Ortsnamen im Westerwaldkreis in ihrer mundartlichen Aussprache sowie Ortsneckereien (Memento des Originals vom 9. Januar 2014 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.klschmidt.de, 2010, Seite 3 (PDF; 132 kB)
  3. Daniel Schneider: Die Entwicklung der Konfessionen in der Grafschaft Sayn im Grundriss, in: Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 58 (2015), S. 74–80.
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Wappenbeschreibung auf norken.de