Nauort

Gemeinde in Deutschland

Nauort ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach an.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Nauort
Nauort
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Nauort hervorgehoben

Koordinaten: 50° 28′ N, 7° 37′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Ransbach-Baumbach
Höhe: 294 m ü. NHN
Fläche: 6,42 km2
Einwohner: 2209 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 344 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56237
Vorwahl: 02601
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 050
Adresse der Verbandsverwaltung: Rheinstraße 50
56235 Ransbach-Baumbach
Website: www.ransbach-baumbach.de
Ortsbürgermeister: Dietmar Quernes (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Nauort im Westerwaldkreis
Karte

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Westerwald im Kannenbäckerland; die Gemarkung grenzt an die Kreise Mayen-Koblenz und Neuwied an. Nachbarorte sind Caan im Norden, Alsbach im Osten sowie der Bendorfer Stadtteil Stromberg im Süden. Touristisch anziehend ist die günstige Lage mitten im Burgendreieck Sayn-Isenburg-Grenzau. Zu Nauort gehören auch die Wohnplätze Augustushof, Waldfelderhof und Angushof Leutersberg.[2]

GeschichteBearbeiten

Der Name „Nauort“ entwickelte sich über „Naurodt“ (16. Jahrhundert, vgl. "Nauroth") aus „Nuenrohde“ (= neue Rodung; erste Erwähnung 1279).

Im 20. Jahrhundert war neben der Landwirtschaft die einheimische Bimsindustrie ein Haupterwerbszweig der Nauorter. Auch aus der Zugehörigkeit zum Kannenbäckerland um den bedeutenden Keramikstandort Höhr-Grenzhausen hat man Nutzen gezogen.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Nauort, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 409
1835 555
1871 528
1905 670
1939 900
1950 1.063
1961 1.307
Jahr Einwohner
1970 1.568
1987 1.996
1997 2.300
2005 2.329
2011 2.269
2017 2.223
2019 2.209[1]

KulturdenkmälerBearbeiten

ReligionBearbeiten

Die zum Bistum Limburg gehörende katholische Pfarrgemeinde hat zu ihrem Kirchenpatron Johannes den Täufer.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Nauort besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:

Wahl SPD CDU FWG Gesamt
2019[4] 10 6 16 Sitze
2014[5] 10 6 16 Sitze
200900 9 7 16 Sitze
200400 3 13 16 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe der Ortsgemeinde Nauort

BürgermeisterBearbeiten

Dietmar Quernes (CDU) wurde am 24. Juni 2019 Ortsbürgermeister von Nauort.[6] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit 77,11 Prozent der abgegebenen Stimmen für fünf Jahre gewählt worden.[7]

Quernes Vorgänger war Frank Herrmann (CDU).[6]

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Im Wellenschnitt schräglinks geteilt von Blau, Gold und Blau, oben und unten belegt mit je einem silbernen Wellenfaden, in Gold ein blauer Krug, oben und unten belegt mit je zwei silbernen Leisten.“
Wappenbegründung: Der Krug symbolisiert die Lage Nauorts im Kannenbäckerland, während der gelbe Hintergrund für den früher in Nauort abgebauten Sandstein steht. Die blauen Wellen symbolisieren den Brexbach und den Saynbach, die beide in der Nähe von Nauort fließen.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Partnergemeinden sind die Gemeinden Condette in Frankreich und Oundle in Großbritannien.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

Nauort verfügt über ein Hallenbad, ein Dorfgemeinschaftshaus, einen katholischen Kindergarten sowie eine Sport- und Freizeitanlage mit einem Kunstrasenplatz.

Der Schulbezirk der Grundschule Nauort umfasst die Ortsgemeinden Alsbach, Caan, Nauort, Sessenbach und Wirscheid. Schulträger ist die Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach.

VerkehrBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • 2019, 22. September: Hubert Münzer (* 1934), Lehrer und Kommunalpolitiker, verliehen zur Anerkennung seiner Verdienste um die Ortsgemeinde Nauort in rund 50 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit, darunter von 1974 bis 1999 als Ortsbürgermeister.[8][9]

In Nauort geborenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Uli Jungbluth: Nauort im Westerwald. Eine Chronik, Herausgegeben und vertrieben von der Ortsgemeinde Nauort (2000)

WeblinksBearbeiten

Commons: Nauort – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019[Version 2020 liegt vor.]. S. 77 (PDF; 3 MB).
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 25. Juni 2020.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  6. a b Frank Herrmann: Konstituierende Sitzung des Ortsgemeinderates Nauort. Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach, 13. Juni 2019, abgerufen am 27. Juni 2020.
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Direktwahlen.
  8. RPPD: Hubert Münzer. Rheinland-Pfälzische Personendatenbank (RPPD), 26. April 2013, abgerufen am 27. Juni 2020.
  9. Hans-Peter Metternich: Nauort hat ersten Ehrenbürger: Urkunde für Hubert Münzer. Westerwälder Zeitung, 23. September 2019, abgerufen am 27. Juni 2020.