Waigandshain

Gemeinde in Deutschland

Waigandshain ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Rennerod an.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Waigandshain
Waigandshain
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Waigandshain hervorgehoben

Koordinaten: 50° 39′ N, 8° 5′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Rennerod
Höhe: 530 m ü. NHN
Fläche: 4,04 km2
Einwohner: 198 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 49 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56477
Vorwahl: 02664
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 302
Adresse der Verbandsverwaltung: Hauptstraße 55
56477 Rennerod
Website: www.rennerod.de
Ortsbürgermeister: Jürgen Höppner
Lage der Ortsgemeinde Waigandshain im Westerwaldkreis
Karte
Ansicht von Waigandshain (2020)
Der Ortskern von Waigandshain (2020)

GeographieBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Siegen und Limburg, etwa zwei Kilometer südwestlich der Fuchskaute (657,3 m). Die Breitenbachtalsperre liegt im Ortsgebiet. Östlich der Gemeinde erhebt sich der Homberg (635,3 m), westlich der Zellgerberg (550,2 m).

Nachbargemeinden sind Nister-Möhrendorf im Nordwesten, Homberg im Osten und Emmerichenhain im Süden.

GeschichteBearbeiten

Der Ort wurde im Jahr 1346 als Wiganshen erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort war wohl schon seit dem Mittelalter Teil des Kirchspiels Emmerichenhain und mit diesem der Herrschaft zum Westerwald. Eine ältere Kapelle in Waigandshain wird 1570 als ruinös beschrieben. 1749 gründete die Gemeinde eine Schulstiftung und ließ 1752 ein Fachwerkhaus als Kapelle und Schule errichten. Ein gekauftes Schulhaus hatte es bereits zuvor gegeben.

Ein herrschaftlicher Weiher in der Gemarkung wird 1576 erstmals erwähnt und bestand zu diesem Zeitpunkt bereits lange. Kurz nach 1828 fiel er dauerhaft trocken.

Aus dem Jahr 1534 werden für Waigandshain sieben Vogtleute und 5 Nassau-Beilsteiner Eigenleute als Einwohner genannt. 1577 gab es zwölf dienstpflichtige Häuser. 1607 gab es im Ort sieben Mann. Bis 1637 ging die Bevölkerung, wohl wegen des Dreißigjährigen Kriegs, auf drei Mann und eine Witwe zurück. 1643 waren wieder 21 Einwohner vorhanden, 1711 15 Familien. Für 1741 werden 139 Einwohner genannt und 1807 203.

KulturdenkmälerBearbeiten

Siehe Liste der Kulturdenkmäler in Waigandshain

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Waigandshain besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[2]

BürgermeisterBearbeiten

Jürgen Höppner wurde am 28. Juni 2019 Ortsbürgermeister von Waigandshain.[3] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 73,87 % für fünf Jahre gewählt worden.[4]

Höppners Vorgänger Ernst Theo Jung hatte das Amt des Ortsbürgermeisters 30 Jahre ausgeübt.[3]

WappenBearbeiten

Blasonierung:Spätgotischer Rundschild, über blauem Wellenschildfuß, darin ein goldenes Doppeljoch, gespalten, vorne in Rot ein goldenes Glockentürmchen mit drei Schallfenstern, hinten in Gold ein grüner Zweig mit vier grünen Eichenblättern und drei grünen Eicheln.“

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Die Fuhrländer AG stellte Windenergieanlagen her.

LiteraturBearbeiten

  • Hellmuth Gensicke: Kirchspiel und Gericht Emmerichenhain. In: Verein für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung (Hrsg.): Nassauische Annalen. Band 101. Verlag des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung, Wiesbaden 1990, S. 231–254.

WeblinksBearbeiten

Commons: Waigandshain – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  3. a b Gemeinderat Waigandshain. Neuer Bürgermeister. In: Hoher Westerwald – Wochenkurier für die Verbandsgemeinde Rennerod, Ausgabe 29/2019. Linus Wittich Medien GmbH, abgerufen am 19. Juli 2020.
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Rennerod, Verbandsgemeinde, 19. Ergebniszeile. Abgerufen am 19. Juli 2020.