Lautzenbrücken

Gemeinde in Deutschland

Lautzenbrücken (mundartlich: Lautzebrick[2]) ist eine Ortsgemeinde im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Marienberg (Westerwald) an.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Lautzenbrücken
Lautzenbrücken
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Lautzenbrücken hervorgehoben

Koordinaten: 50° 40′ N, 7° 58′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Verbandsgemeinde: Bad Marienberg (Westerwald)
Höhe: 501 m ü. NHN
Fläche: 4,28 km2
Einwohner: 432 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 101 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56472
Vorwahl: 02661
Kfz-Kennzeichen: WW
Gemeindeschlüssel: 07 1 43 255
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kirburger Straße 4
56470 Bad Marienberg (Westerwald)
Website: www.lautzenbruecken.de
Ortsbürgermeister: Karsten Lucke
Lage der Ortsgemeinde Lautzenbrücken im Westerwaldkreis
Karte

Geographische LageBearbeiten

Die Gemeinde liegt im Westerwald zwischen Limburg an der Lahn und Siegen.

Ortsteile der Gemeinde sind Lautzenbrücken, Hohensayn und Eisenkaute.[3]

GeschichteBearbeiten

1262 wurde die Gemeinde erstmals als Luytzebrucke urkundlich erwähnt.

1770 wurde die Eisenkaute bzw. Gutehoffnungshütte erstmals erwähnt. Diese wurde 1930 geschlossen.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Lautzenbrücken, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5][1]

Jahr Einwohner
1815 141
1835 165
1871 183
1905 172
1939 238
1950 254
Jahr Einwohner
1961 269
1970 311
1987 329
1997 433
2005 397
2019 432

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat in Lautzenbrücken besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

BürgermeisterBearbeiten

Karsten Lucke wurde 2014 Ortsbürgermeister von Lautzenbrücken.[7] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 94,34 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[8]

WappenBearbeiten

Blasonierung

„In Silber ein blauer Schrägwellenbalken; unterhalb der Mitte bedeckt von einer durchgehenden schwarzen Brücke mit flacher Rundbogenöffnung; oben links eine schwarzstämmige, grüne Baumgruppe aus zwei Fichten und einem Laubbaum, 2:1 ineinandergestellt; unten rechts eine Gruppe von drei wachsenden, versetzt aneinander gereihten, nach rechts absteigenden, schwarzen Basaltsäulen mit sechskantigem Querschnitt.“[9]

Beschreibung

Die Lage des Ortes an der kleinen Nister wird durch den blauen Wellenbalken symbolisiert. Die Brücke nimmt Bezug auf das Grundwort im Ortsnamen. Die weiteren Symbole des Wappens symbolisieren die reichen Basaltvorkommen und die umfangreichen Waldungen in Lautzenbrücken. Das Wappen wurde durch den Heraldiker Albert Meinhardt auf der Grundlage eines Entwurfs des Gemeinderates erstellt und am 19. Oktober 1981 durch den Regierungspräsidenten Heinz Korbach genehmigt.[9]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

→ siehe Liste der Kulturdenkmäler in Lautzenbrücken

VerkehrBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Lautzenbrücken – Sammlung von Bildern

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Hermann Josef Hucke: Ortsnamen im Westerwaldkreis in ihrer mundartlichen Aussprache sowie Ortsneckereien (Memento vom 9. Januar 2014 im Internet Archive), 2010, Seite 3 (PDF; 132 kB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2019[Version 2020 liegt vor.]. S. 72 (PDF; 3 MB).
  4. Otto Kleinschmidt: Industrien, Dienstleistungsbetriebe und Gewerkschaften im Oberwesterwald. Selbstverlag, 2004.
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Karsten Lucke: Offener Brief an die Ortsgemeinde. Ortsgemeinde Lautzenbrücken, 2. Juni 2019, abgerufen am 4. Juni 2020.
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Bad Marienberg, Verbandsgemeinde, elfte Ergebniszeile. Abgerufen am 4. Juni 2020.
  9. a b "Ortschronik Lautzenbrücken, Seite 15/16