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Hohenroth ist einer der neun Ortsteile der Gemeinde Driedorf im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis. Der Ort im östlichen Westerwald hat etwa 190 Einwohner. Mit dem Höllberg befindet sich hier der höchste hessische Berg des Westerwalds.

Hohenroth
Gemeinde Driedorf
Koordinaten: 50° 38′ 36″ N, 8° 8′ 15″ O
Höhe: 596 (588–643) m ü. NHN
Fläche: 3,54 km²[1]
Einwohner: 191 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Oktober 1971
Postleitzahl: 35759
Vorwahl: 02775

GeografieBearbeiten

Der Ort liegt im östlichen Hohen Westerwald etwa 12 km südwestlich von Herborn und 38 km nordöstlich von Montabaur. Die Entfernung nach Siegen beträgt etwa 38 km und nach Wetzlar 33 km. Hohenroth an der hessischen Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz. Die Entfernung zum Dreiländereck Hessen – Rheinland-Pfalz – Nordrhein-Westfalen beträgt etwa 5 km. Die Gemarkung des Ortes hat eine Größe von 3,55 km².

Die angrenzenden Orte sind, von Norden, an der Landesgrenze, im Uhrzeigersinn beginnend die Orte: Waldaubach, Heisterberg, Driedorf, Mademühlen (alle Gemeinde Driedorf im Lahn-Dill-Kreis). Nach der Landesgrenze folgen: Rehe und Homberg in der Verbandsgemeinde Rennerod des Westerwaldkreises.

Die Gemarkung liegt überwiegend in einem Seitental des Rehbachs, einem Zufluss der Dill. Nord-östlich des Ortes erhebt sich der Höllberg (642,8 m). Nordwestlich befindet sich der Berg Großefeld (619,4 m). Südwestlich des Ortes, bereits in Rheinland-Pfalz, befindet sich der Krimberg (596,2 m).

GeschichteBearbeiten

Der Ort entstand vermutlich im 9./10. Jahrhundert, als im Westerwald für neue Orte umfangreiche Rodungen erforderlich wurden.

Hohenroth gehörte seit dem Mittelalter zum Amt und Kirchspiel Driedorf, dessen Geschichte es teilte. Nahe dem Ort verlief die Fernhandelsstraße von Köln nach Leipzig über Altenkirchen und Herborn.

GebietsreformBearbeiten

Die Gemeinden Heiligenborn, Heisterberg und Hohenroth wurden am 1. Oktober 1971 im Zuge der Gebietsreform in Hessen auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Driedorf eingegliedert.[2] Für alle ehemals eigenständigen Gemeinden wurden Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.[3]

Territorialgeschichte und VerwaltungBearbeiten

Die folgende Liste zeigt im Überblick die Territorien, in denen Hohenroth lag, bzw. die Verwaltungseinheiten, denen es unterstand:[4][5]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Hohenroth: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2017
Jahr  Einwohner
1834
  
171
1840
  
148
1846
  
142
1852
  
162
1858
  
150
1864
  
152
1871
  
129
1875
  
147
1885
  
136
1895
  
132
1905
  
131
1910
  
130
1925
  
148
1939
  
167
1946
  
204
1950
  
209
1956
  
193
1961
  
189
1967
  
197
1970
  
186
1980
  
?
1990
  
?
2003
  
202
2006
  
206
2010
  
183
2014
  
187
2017
  
191
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [4][7][8][1]

ReligionszugehörigkeitBearbeiten

 Quelle: Historisches Ortslexikon[4]

• 1885: 136 evangelische (= 100,00 %), keine katholischen Einwohner
• 1961: 157 evangelische (= 83,07 %), 32 katholische (= 16,93 %) Einwohner

PolitikBearbeiten

Der Ort gehört bei Wahlen zum Deutschen Bundestag zum Wahlkreis „173 Lahn-Dill“, für Wahlen zum Hessischen Landtag zum Wahlkreis „21 Lahn-Dill I“.

Mit der Gebietsreform ist die Gemeindeverwaltung auf die Gemeinde Driedorf übergegangen. Letzter Bürgermeister war Kurt Göbel. Im Ort besteht ein Ortsbeirat aus fünf Mitgliedern. Der Ortsbeirat hat gegenüber der Gemeindevertretung Vorschlags- und Anhörungsrecht in den Angelegenheiten, die den Ort betreffen. Nach den Kommunalwahlen in Hessen 2016 ist Ann-Christin Nickel Ortsvorsteherin.[9]

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Im Ortskern von Hohenroth befindet sich das ehemalige Schulhaus, mit Betsaal im Obergeschoss. Das Gebäude wurde 1757 errichtet. Das Fachwerkhaus besitzt ein Satteldach mit Dachreiter.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Der Ort verfügt über ein Dorfgemeinschaftshaus.

VerkehrBearbeiten

Der Ort liegt in der Nähe der B 255 von Herborn über Driedorf nach Montabaur. Der nächste Bahnhof befindet sich in Herborn und bietet Anschluss an die Dillstrecke. Es bestehen Busverbindungen nach Driedorf, Rehe und Herborn. Die Entfernung zum Flughafen Frankfurt beträgt 108 km, nach Köln/Bonn ca. 107 km.

BildungBearbeiten

In Hohenroth existiert kein Kindergarten. Dieser ist in Driedorf. Der Ort gehört zum Einzugsbereich der Westerwaldschule Driedorf, einer Grund-, Haupt- und Realschule. Weiterführende Schulen können in Herborn oder Dillenburg besucht werden.

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Driedorf in Zahlen - Gemeindestatistik. Gemeinde Driedorf, archiviert vom Original; abgerufen am 18. Februar 2017. (Daten aus Web-Archiv)
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 356.
  3. Hauptsatzung der Gemeinde Driedorf. (PDF; 16 kB) In: Webauftritt. Gemeinde Driedorf, abgerufen im Februar 2019.
  4. a b c Hohenroth, Lahn-Dill-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 24. Mai 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  5. Michael Rademacher: Deutsche Verwaltungsgeschichte von der Reichseinigung 1871 bis zur Wiedervereinigung 1990. Land Hessen. (Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006).
  6. Anton Friedrich Büsching: D. Anton Friderich Büschings neue Erdbeschreibung. Das deutsche Reich. Band 3. J.C. Bohn, 1771, S. 840 (bei google books).
  7. Statistik 2003. In: Webauftritt. Gemeinde Driedorf, archiviert vom Original am 10. Februar 2004; abgerufen im Februar 2019.
  8. Statistik 2006. In: Webauftritt. Gemeinde Driedorf, archiviert vom Original am 10. Februar 2004; abgerufen im Februar 2019.
  9. Ortsbeirate der Gemeinde Driedorf, abgerufen im Februar 2017.