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Verbandsgemeinde Wallmerod

Verbandsgemeinde in Rheinland-Pfalz
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Wallmerod
Verbandsgemeinde Wallmerod
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Wallmerod hervorgehoben

Koordinaten: 50° 29′ N, 7° 57′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Westerwaldkreis
Fläche: 82,92 km2
Einwohner: 14.627 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 176 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: WW
Verbandsschlüssel: 07 1 43 5008
Verbandsgliederung: 21 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Gerichtsstraße 1
56414 Wallmerod
Website: www.wallmerod.de
Bürgermeister: Klaus Lütkefedder (CDU)
Lage der Verbandsgemeinde Wallmerod im Westerwaldkreis
Karte
Rathaus der Verbandsgemeinde Wallmerod

Die Verbandsgemeinde Wallmerod ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören 21 eigenständige Ortsgemeinden an. Der Verwaltungssitz ist in der namensgebenden Gemeinde Wallmerod.

Verbandsangehörige GemeindenBearbeiten

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Arnshöfen 2,94 148
Berod bei Wallmerod 3,92 541
Bilkheim 2,65 487
Dreikirchen 3,70 1.026
Elbingen 2,29 317
Ettinghausen 2,38 325
Hahn am See 3,70 409
Herschbach (Oberwesterwald) 4,63 893
Hundsangen 7,63 2.039
Kuhnhöfen 1,68 157
Mähren 1,59 212
Meudt 14,69 1.890
Molsberg 3,65 458
Niederahr 4,03 808
Oberahr 4,27 549
Obererbach 2,60 503
Salz 4,96 855
Steinefrenz 4,86 807
Wallmerod 2,66 1.431
Weroth 2,52 584
Zehnhausen bei Wallmerod 1,57 188
Verbandsgemeinde Wallmerod 82,93 14.627

(Einwohner am 31. Dezember 2018)[1]

GeschichteBearbeiten

Die Verbandsgemeinde Wallmerod wurde auf der Grundlage des Zwölften Landesgesetzes über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz vom 1. März 1972 am 22. April 1972 aus 15 Ortsgemeinden des Oberwesterwaldkreises und fünf Ortsgemeinden des Unterwesterwaldkreises neu gebildet und wirkte somit anfangs auf dem Gebiet zweier Landkreise, was sich erst änderte, als im Jahr 1974 der Westerwaldkreis neu entstand. Der Ort Wallmerod wurde als Verwaltungssitz gewählt, weil er bereits über eine Tradition als Sitz eines Amtsgerichts verfügte.

Die Gemeinde Hundsangen wollte 1970 aufgrund der starken Bindungen in den Raum Limburg-Hadamar zum Nachbarland Hessen wechseln, was allerdings im Januar 1972 an dem Nichtausstellen der entsprechenden Genehmigung von Seiten Rheinland-Pfalz scheiterte, da man eine Sogwirkung für weitere Gebiete befürchtete.[2]

Die Gemeinden Elbingen und Mähren (Westerwald), die bei der Bildung der Verbandsgemeinde Wallmerod noch die Gemeinde Elbingen-Mähren bildeten, wurden am 1. Januar 1994 wieder zu selbständigen Gemeinden. Beide Gemeinden verblieben in der Verbandsgemeinde.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Wallmerod; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 5.671
1835 7.489
1871 8.011
1905 7.915
1939 8.823
1950 9.602
Jahr Einwohner
1961 9.677
1970 11.026
1987 11.714
1997 14.114
2005 14.918
2018 14.627

VerbandsgemeinderatBearbeiten

Der Verbandsgemeinderat Wallmerod besteht aus 28 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:

Wahl SPD CDU FDP GRÜNE FWG Gesamt
2019[4] 4 12 3 4 5 28 Sitze
2014[5] 5 15 1 2 5 28 Sitze
2009 5 16 1 2 4 28 Sitze
2004 5 18 1 4 28 Sitze
  • FWG = Freie Wählergruppe der Verbandsgemeinde Wallmerod e. V.

WappenBearbeiten

Die Wappenbeschreibung lautet: „Geviert von Silber und Blau

  1. ein durchgehendes, rotes Balkenkreuz
  2. ein aufrecht schreitender, rotbewehrter, goldener Löwe
  3. ein schrägliegender, silberner Tonspaten mit wachsendem, goldenem Stiel
  4. eine wachsende Gruppe von vier, 1 : 2 : 1 aufeinandergerückten, schwarzen Basaltsäulen mit sechseckigen Querschnitten.“

WirtschaftBearbeiten

Vor allem Ton-, aber auch Basaltvorkommen waren über viele Jahre hinweg von zentraler Bedeutung für die Wirtschaft im Gebiet der heutigen Verbandsgemeinde.

BildungBearbeiten

Im Gebiet der Verbandsgemeinde gibt es acht Kindergärten, sechs Grundschulen und die Realschule plus Salz.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Karl Wiedemann: Nach dem Zweiten Weltkrieg. In: Gemeinde Hundsangen (Hrsg.): Hundsangen - ein Westerwalddorf in neun Jahrhunderten, Hundsangen 1996, ISBN 3-00-000520-X, S. 152
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter RLP: Verbandsgemeinderatswahl 2019 Wallmerod. Abgerufen am 26. August 2019.
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Verbandsgemeinderatswahlen