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Mercedes-Benz MCC

Konzeptfahrzeug von Mercedes-Benz
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Mercedes-Benz
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MCC
Präsentationsjahr: 1994
Fahrzeugmesse:
Klasse: Kleinstwagen
Karosseriebauform: Coupé
Motor: 1) Eco-Sprinter: Elektromotor:
40 kW
2) Eco-Speedster: Ottomotor: Dreizylindermotor
Serienmodell: (Smart Fortwo)

Mercedes-Benz MCC (Micro Compact Car) ist ein Konzeptfahrzeug von Mercedes-Benz, das im März 1994 in zwei Ausführungen vorgestellt wurde und als Anlehnung für den Smart Fortwo verwendet wurde (Smart Fortwo ist jedoch nicht das Serienfahrzeug von Mercedes-Benz MCC).

Inhaltsverzeichnis

PräsentationBearbeiten

Johann Tomforde hatte im Januar 1972 mit seinem Team bei Daimler-Benz begonnen, einen neuen städtischen Kleinwagen zu entwerfen und im Januar 1989 hatte Nicolas Hayek die Idee verkündet, ein originelles, zukunftsorientiertes und umweltfreundliches Auto zu entwerfen. Der Planungsbeginn und die Durchführbarkeitsstudie für ein derartiges Auto fand im Januar 1993 statt.

Dieser Kleinwagen wurde als Mercedes-Benz MCC (Micro Compact Car) in Stuttgart im März 1994 in zwei Ausführungen vorgestellt – dem Eco-Sprinter und dem Eco-Speedster.Der Name Micro Compact Car wurde gewählt, weil Daimler-Benz die Absicht hatte, einen „revolutionären Kleinwagen“ zu bauen.

MerkmaleBearbeiten

Der Eco-Sprinter hatte einen Elektromotor mit einer Stärke von 40 Kilowatt (54 Pferdestärken) und Heckantrieb; der Eco-Speedster hatte einen Dreizylinder-Ottomotor mit Heckantrieb.

Das Raumkonzept sei neu, indem ein Coupé als Kleinstwagen von einer Außenlänge von 2,50 Metern und einer Außenbreite von 1,50 Metern vorgestellt wurde. Das Fahrzeug hat Hinterradantrieb und Automatikgetriebe, zur Ausstattung gehören eine Klimaanlage, eine Servolenkung und ein Gurtstraffer.

Mercedes-Benz MCC sei an das Nahverkehrs-Fahrzeug NAFA angelehnt, das Mercedes-Benz in den 1980er-Jahren geplant hatte. Dieses hatte zusätzlich Allradlenkung und Schiebetüren, wodurch in kleinste Parklücken eingeparkt werden könnte. Diese Lösungen wären zwar optimal, doch in der Serienfertigung zu aufwendig und teuer für ein Fahrzeug dieser Größe.

Da ein Auto in der Stadt im Durchschnitt mit 1,2 Personen besetzt sei, wäre ein Zweisitzer perfekt geeignet für den reinen Stadtverkehr. Eine derartige Sicherheit sei für Autos dieser Größe noch nie erreicht worden. Diese Sicherheit und das relativ große Platzangebot würden durch einen Unterflurmotor möglich gemacht: Motor und Fahrzeuggetriebe sind komplett unterhalb der Fahrgastzelle untergebracht.

Beim Eco-Sprinter enthält das Dach Solarzellen, die elektrischen Strom für das Lüftungsgebläse auch im Stand liefern.

Beim Eco-Speedster ist das Dach herausnehmbar und kann dadurch zum Cabriolet umgestaltet werden. Aus Sicherheitsgründen ist der Windschutzscheibenrahmen verstärkt und eine integrierte Überrollvorrichtung vorhanden.

SerienproduktionBearbeiten

In Biel/Bienne wurde am 27. April 1994 die Micro Compact Car AG (MCC AG) als Gemeinschaftsunternehmen der Mercedes-Benz AG und der Schweizerischen Gesellschaft für Mikroelektronik und Uhrenindustrie (SMH) gegründet.[1]

Ursprünglich hielt Mercedes-Benz 51 Prozent des Eigenkapitals und SMH 49 Prozent. Durch Verschiebung des geplanten Produktionsstarts im Sommer 1998 mussten ungefähr 500 Millionen Deutsche Mark nachgeschossen werden, woraufhin Mercedes-Benz seinen Anteil auf 81 Prozent vergrößerte. Im Oktober 1998 übernahm die Daimler AG aufgrund einer neuen Marketingstrategie die restlichen 19 Prozent und war alleiniger Eigentümer der Micro Compact Car Smart GmbH (ab 2002 Smart GmbH).

Der seit 1998 produzierte Smart Fortwo (bis 2004 Smart City-Coupé) ist eine abgewandelte Version von Mercedes-Benz MCC.

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Eric Pfaffmann: Kompetenzbasiertes Management in der Produktentwicklung. Make-or-Buy-Entscheidungen und Integration von Zuliefern. Hrsg.: Deutscher Universitäts-Verlag. 1. Auflage. Gabler Verlag, BertelsmannSpringer, Wiesbaden 2001, ISBN 978-3-8244-7312-0, S. 31 (384 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 24. April 2019] deutsch: Kompetenzbasiertes Management in der Produktentwicklung. Wiesbaden 2001. Übersetzt von Eric Pfaffmann, Erstausgabe: Gabler Verlag, BertelsmannSpringer, Wiesbaden 2001).
  • Hartwig Schwerdtle: Prozeßintegriertes Management – PIM. Ein Modell für effizientes Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitsschutzmanagement. Hrsg.: Springer Spektrum. 1. Auflage. Springer Spektrum, Berlin, Heidelberg, New York 1999, ISBN 978-3-642-63618-9, S. 218 (245 S., eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 24. April 2019] deutsch: Prozeßintegriertes Management – PIM. Berlin, Heidelberg, New York 1999. Übersetzt von Hartwig Schwerdtle, Erstausgabe: Springer Verlag, Berlin, Heidelberg, New York 1999).

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Daimler AG: Micro Compact Car AG entsteht in der Schweiz. 27. April 1994. In: mercedes-benz-publicarchive.com. Daimler AG, S. 3, abgerufen am 24. April 2019.