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Mercedes-Benz-Transporter

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T1-Pritschenwagen mit Doppelkabine, „Bremer Transporter“

Mercedes-Benz-Transporter beschreibt Nutzfahrzeuge von Mercedes-Benz mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 7,5 Tonnen, die vorwiegend als Kastenwagen oder Pritschenwagen gebaut werden. Mercedes-Benz ist einer der größten Hersteller von Transportern in Europa und produziert diese in Düsseldorf (Sprinter), Ludwigsfelde (Sprinter) sowie im spanischen Vitoria (Vito/V-Klasse).

Der Atego mit 6,5 Tonnen in der kleinsten Ausführung zählt nicht zu den Transportern, sondern zu Mercedes-Benz-Lkw.

Konkurrenten im Bereich der Transporter sind unter anderem Volkswagen LT, Ford Transit und Iveco Daily.

BezeichnungenBearbeiten

Neben dem Namen sind die Transporter durch eine dreistellige Ziffer gekennzeichnet. Die erste Stelle bezeichnet die Gewichtsklasse in Tonnen und lautet

  • 1 beim Vito
  • 2, 3, 4, 5, 6 für Sprinter
  • 5, 6, 7, 8 für Vario

Die hinteren beiden Stellen bezeichnen, wie auch bei den Mercedes-Benz-Lkw üblich, die gerundete Leistung in PS.

Angebotene KarosserieformenBearbeiten

Mercedes-Benz-Transporter werden in vielen verschiedenen Karosserievarianten angeboten. Dazu gehören unter anderem, je nach Modell:

  • größere Kleinbusse zur Personenbeförderung
  • Kastenwagen zum Materialtransport
  • motorisierte Fahrgestelle mit Fahrerkabine zum weiteren Aufbau durch Fremdfirmen
  • Pritschenwagen
  • Die beliebtesten Modelle als Wohnmobil oder Wohnbus sind die alten Düsseldorfer. Sie lassen sich sehr gut ausbauen und sind sehr stabil.

ZeitleisteBearbeiten

Seit 1956 bietet Mercedes-Benz Transporter an, die die Lücke zwischen dem Pkw- und dem Lkw-Angebot schließen sollten. Mit der Zeit kamen zu den Transportern auch kleinere Modelle.

Fahrzeugklasse Karosserie-
versionen
1950er 1960er 1970er 1980er 1990er 2000er 2010er
5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6 7 8 9 0 1 2 3 4 5 6
Hochdachkombi Kastenwagen / Mixto / Kombi Citan
(W 415)
Kleintransporter Kastenwagen / Kleinbus N1000/N1300 MB 100 MB 100
(Baureihe 631)
Vito
(W 638)
Vito
(Baureihe 639)
Vito
(Baureihe 447)
MB 100 / MB 140
Kastenwagen / Pritsche L 206 T1
(Baureihen 601, 602, 611)
Sprinter
(W 901–905)
Sprinter
(W 906)
L 319 T2
(Baureihen 309, 310, 313)
T2N
(Baureihen 667 – 670)
Vario
(V 667, V 668, V 670)
  •  Von Hanomag-Henschel übernommen
  •  Von DKW übernommen und weiterentwickelt
  •  Gemeinsam mit SsangYong entwickelt; wurde auch unter den Marken SsangYong und Daewoo vertrieben
  •  Gemeinsam mit Volkswagen entwickelt; wird/wurde auch unter den Marken Volkswagen, Dodge und Freightliner vertrieben
  •  Basierend auf einem Renault
  • BaureihenBearbeiten

    Bauzeit
    Produzierte Fahrzeuge
    Baureihe Anmerkung Bild
    Kleintransporter (2,65 t bis 3,2 t)
    1975–1980 N 1000 / N 1300
    (Vitoria-Gasteiz in Spanien)
    Weiterentwicklung des DKW F 1000 L  
    1981–1987 MB 100 / MB 130 (Spanien) Weiterentwicklung des N 1000 / N 1300  
    1988–1995
    ca. 207.000 Stück
    MB 100    
    1996–2003
    ca. 560.000 Stück
    W 638 erster Vito, als Pkw unter der Bezeichnung V-Klasse  
    2003–2014
    W/V 639 zweiter Vito, als Pkw unter der Bezeichnung Viano  
    seit 2014
    W 447 dritter Vito, als Pkw unter der Bezeichnung V-Klasse  
    Mittlere Transporter (2,4 t bis 4,6 t bzw. 6,0 t)
    1970–1977
    ca. 304.000 Stück
    L 206
    und
    weitere
    Harburger Transporter (Übernahme von Hanomag-Henschel)  
    1977–1995
    ca. 970.000 Stück; wird als Lizenzproduktion von Force India in einer neueren Version als Traveller/Shaktiman für den indischen Markt gebaut
    T 1
    (Baureihen 601 und 602)
    Bremer Transporter  
    seit 1995
    Dezember 2005 über 1.300.000 Stück; wird für einige Länder noch im Mercedes-Benz-Werk Argentinien gebaut
    Sprinter als 616 CDI mit 6,0 t und 156 PS  
    seit 2006
    Sprinter
    W/V 906
     
    Großtransporter (3,5 t bis 7,5 t)
    1956–1967
    ca. 140.000 Stück
    L 319
    und
    weitere
    später L 405 (Dieselmotor) bzw.
    L 407 (Ottomotor)
     
    1967–1986
    ca. 540.000 Stück
    T 2 Düsseldorfer Transporter
    (erste Generation)
     
    1986–1996
    138.407 Stück
    T 2 Düsseldorfer Transporter
    (zweite Generation)
     
    1996–2013
    90.743 Stück
    Vario    

    LiteraturBearbeiten

    • Dieter Hasemann: DaimlerChrysler – Die Lastwagenmarken eines Weltkonzerns. Verlag Podszun-Motorbücher, Brilon 2002, ISBN 3-86133-285-X.
    • Werner Oswald: Deutsche Last- und Lieferwagen, Band 2, 1945–1969. 3. Auflage. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-01197-2.
    • Werner Oswald: Deutsche Last- und Lieferwagen, Band 3, 1970–1989. 1. Auflage. Motorbuch-Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 3-613-02446-2.

    WeblinksBearbeiten